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Notizen aus Leipzig

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Buchmesse Literatur

Archipel von Inger-Maria Mahlke gewinnt Deutschen Buchpreis

9. Oktober 2018 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die ZEIT lobt nicht nur den Stil, und die kleinteilige Erzählweise, sondern vor allem dass Mahlke den Familienroman ins 21. Jahrhundert führe, "unprätentiös, literarisch souverän und – vor allem – auch politisch relevant". Hier noch eine Rezension  im SPIEGEL.
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Bibliothek Buch Literatur

Lektüreliste 2016

21. Februar 2017 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Jedes Jahr nehme ich mir vor, diese Liste etwas ordentlicher zu pflegen...
Also wieder weitestgehend aus dem Gedächtnis meine Lektüre 2016.

Slaughterhouse Five
Slaughterhouse-Five, an American classic, is one of the world’s great antiwar books. Centering on the infamous firebombing of Dresden, Billy Pilgrim’s odyssey through time reflects the mythic journey of our own fractured lives as we search for meaning in what we fear most.

Jürgen Teipel Verschwende deine Jugend 

Meg Wolitzer Die Interessanten

Anne Hahn/Frank Willmann Satan, kannst du mir noch mal verzeihen: Otze Ehrlich, Schleimkeim und der ganze Rest

John Williams Stoner

Ferdinand von Schiach Verbrechen

John Jeremiah Sulliva Pulp Head. Vom Ende Amerikas

Zadie Smith Der Autogrammhändler

Malte Welding Seid fruchtbar und beschwert euch

Andreas Platthas 1813. Die Völkerschlacht und das Ende der Alten Welt

Eugen Ruge Cabo de Gata

tbc...







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Bibliothek Buch Literatur Rezension

Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2016

28. Oktober 2016 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Der Perlentaucher veröffentlichte heute die Longlist zum deutschen Buchpreis. Fast alle wurden dort schon besprochen, und entsprechend verlinkt. Ich habe gerade André Kubiczek "Skizze eines Sommers" gelesen, und bin, da natürlich in genau der Altersgruppe und der Verortung, wohl etwas voreingenommen. Aber ich fand es ein sehr schönes Buch. In einer Reihe von Coming-of-age-Romanen kann man ihn ohne weiteres neben Plenzdorf, ja, neben Salinger stellen. Schön die intensiven Beschreibungen der Mittachtziger in der DDR, auch wenn wohl, falls und vermutlich autobiographisch geprägt, er wohl Glück hatte.

Hier die Longlist.

Akos Doma: "Der Weg der Wünsche" Rowohlt Berlin, August 2016

Gerhard Falkner: "Apollokalypse" Berlin Verlag, September 2016

Ernst-Wilhelm Händler: "München" S. Fischer, August 2016

Reinhard Kaiser-Mühlecker: "Fremde Seele, dunkler Wald" S. Fischer, August 2016

Bodo Kirchhoff: "Widerfahrnis" Frankfurter Verlagsanstalt, September 2016

André Kubiczek: "Skizze eines Sommers" Rowohlt Berlin, Mai 2016

Michael Kumpfmüller: "Die Erziehung des Mannes" Kiepenheuer & Witsch, Februar 2016

Katja Lange-Müller: "Drehtür" Kiepenheuer & Witsch, August 2016

Dagmar Leupold: "Die Witwen" Jung und Jung, September 2016

Sibylle Lewitscharoff: "Das Pfingstwunder"  Suhrkamp, September 2016

Thomas Melle: "Die Welt im Rücken" Rowohlt Berlin, August 2016

Joachim Meyerhoff: "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" Kiepenheuer &Witsch, November 2015

Hans Platzgumer: "Am Rand" Paul Zsolnay, Februar 2016

Eva Schmidt: "Ein langes Jahr" Jung und Jung, Februar 2016

Arnold Stadler: "Rauschzeit" S. Fischer, August 2016

Peter Stamm: "Weit über das Land"  S. Fischer, Februar 2016

Michelle Steinbeck: "Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch" ,Lenos, März 2016

Thomas von Steinaecker: "Die Verteidigung des Paradieses"  S. Fischer, März 2016

Anna Weidenholzer: "Weshalb die Herren Seesterne tragen" Matthes & Seitz Berlin, August 2016

Philipp Winkler: "Hool" Aufbau, September 2016
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20. Jahrhundert Houellebecq Literatur

Michel Houellebecq, Casually Provocative

13. Oktober 2015 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Mr. Houellebecq talks about his novel “Submission,” featuring a France that docilely accepts Shariah law, and about Islamic radicalism.











via NYT > Books http://ift.tt/1Zwy8lY
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2.WK Drogen Faschismus Geschichte Gesellschaft Literatur

Hitler brauchte Amphetamine und Opiate

20. September 2015 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
We had a chat with Norman Ohler, whose latest book, Der Totale Rausch, explains the story behind the Nazis' "performance enhancing" drug habits.

via VICE RSS Feed http://ift.tt/1OA9RXa
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Bibliothek Drucke HansStruck Literatur Lithographie

Die Kunst des Radierens von Herrmann Struck

20. September 2014 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Es handelt sich um eine ziemlich komplizierte, oder eher komplexe Veröffentlichungsgeschichte, die dritte Auflage wird so beschrieben:

Struck, H., Die Kunst des Radierens. Ein Handbuch. 3. verm. und verb. Auflage. Mit 6 Orig.-Graphiken und zahlr. Abbildungen. Berlin, P. Cassirer (1919). OPp. mit goldgepräg. Deckelillustration von K. Walser. Gr.-8vo.
Söhn, HDO 263. - Feilchenfeldt/Brandis 193.3. - Mit der Orig.-Lithographie von M. Slevogt (Der Bildermann, Söhn II, 23 a) sowie den Orig.-Radierungen von M. Liebermann (Amsterdamer Judengasse; Schiefler 73 c), E. Munch (Landschaft; Schiefler 268 IB), H. Struck (Alter Jude aus Jaffa), H. Meid (Der Maler in der Landschaft) und P. Baum (Aus Sluis). - Das Seidenschutzpapier zur Radierung von Munch mit irriger Bezeichnung "Paul Baum - Aus Sluis". - Gelenk am Kap. mit kl. Einriß, Rücken gering berieben.

Die Radierungen der ersten Auflage sind von Max Liebermann ""Amsterdamer Judengasse"" / Edvard Munch ""Landschaft"" / Hermann Struck ""Alter Jude aus Jaffa"" / Hans Meid ""Der Maler in der Landschaft "" / Paul Baum ""Aus Sluis"" / Max Slevogt ""Der Bildermann"" -

Meiner, der fünften Auflage von 1923 unter Mitarbeit von Karl Schwarz sind Radierungen von Max Liebermann und Hermann Struck, ein Holzschnitt von Ernst Barlach und eine Lithographie von Oskar Kokoschka beigegeben.

Die 5.Auflage ist offenbar eine der Inflation geschuldete einfacherer Ausgabe, mehr hier

In der vierten Auflage, erschienen 1920, 279 S., 8°, OPbd. gibt es Radierungen von Max Liebermann, Paul Baum, Hans Meid, Edvard Munch und Hermann Struck, sowie eine Lithographie von Max Slevogt, die auf der Pan-Presse hergestellt wurden. Das Buch wurde im Jahre 1920 in vierter Auflage bei Imberg & Lefson in Berlin gedruckt.
Die vierte Auflage kann hier online gelesen und betrachtet werden - https://archive.org/details/diekunstdesradie00struuoft

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Buch Buchmesse Leipzig Literatur
9. Februar 2012 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Nominierten stehen fest: 15 Autoren hoffen auf den Preis der Leipziger Buchmesse 2012


In diesem Jahr reichten 147 Verlage insgesamt 460 Titel ein, die bis zur Leipziger Buchmesse 2012 erscheinen werden. Die siebenköpfige Kritikerjury nominierte jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012:
Kategorie Belletristik:
  • Anna Katharina Hahn: „Am Schwarzen Berg” (Suhrkamp)
  • Thomas von Steinaecker: „Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen” (S. Fischer Verlag)
  • Sherko Fatah: „Ein weißes Land” (Luchterhand Literaturverlag)
  • Wolfgang Herrndorf: „Sand” (Rowohlt Berlin)
  • Jens Sparschuh: „Im Kasten” (Kiepenheuer & Witsch)
Kategorie Sachbuch/Essayistik:
  • Jörg Baberowski: „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt” (C.H. Beck)
  • Carolin Emcke: „Wie wir begehren” (S. Fischer Verlag)
  • Manfred Geier: „Aufklärung. Das europäische Projekt” (Rowohlt)
  • Lothar Müller: „Weiße Magie. Die Epoche des Papiers” (Carl Hanser Verlag)
  • Wilfried F. Schoeller: „Alfred Döblin. Eine Biographie” (Carl Hanser Verlag)
Kategorie Übersetzung:
  • Hans Pleschinski: „Nie war es herrlicher zu leben: Das geheime Tagebuch des Herzogs von Croÿ 1718 - 1784”, aus dem Französischen (C.H. Beck)
  • Nikolaus Stingl: „Der Tunnel”, aus dem Englischen, von William H. Gass (Rowohlt Verlag)
  • Christina Viragh: „Parallelgeschichten”, aus dem Ungarischen, von Péter Nádas (Rowohlt Verlag)
  • Caroline Vollmann: „Mademoiselle de Maupin” aus dem Französischen, von Théophile Gautier (Manesse Verlag)
  • Thomas Frahm: „Feuerköpfe”, aus dem Bulgarischen, von Vladimir Zarev (Deuticke Verlag)

Sehr schön ist, dass Timothy Snyder - Bloodlands
für den Preis der Leipziger Buchmesse zur Europäischen Verständigung nominiert wurde.
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Buch Listen Literatur

Gelesen Rainer Moritz´Überlebensbibliothek

25. März 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare

Kein neuer Kanon soll es sein, heißt es gleich auf Seite 10. Aber irgendwie ist es doch einer geworden. Moritz unterteilt allerdings nicht nach Epochen, o.ä., sondern nach Themen.Nach lebensbewegenden Themen
Hier seine Schubladen:

• Mit sich selbst zurechtkommen
• Mit Schwächen und Lastern leben
• Das Leben bestehen, im Kleinen wie im Großen
• Sich an fremde Orte begeben
• Mit anderen Menschen zurechtkommen (oder auch nicht)
• Über Gott und die Welt nachdenken
• Im Durcheinander von Erotik, Sex und Liebe klüger werden
• Mit existenziellen Erfahrungen zurechtkommen
• Zuletzt ein Hinweis auf Nebenwirkungen ...

Und dazu werden die jeweisl "passenden" Bücher kurz besprochen, darunter etwa Hans Christian Andersen, Das hässliche Entlein, Sibylle Berg, Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot aber auch Wilhelm Busch, Die fromme Helene oder Heimito von Doderer, Die erleuchteten Fenster.

Eine komplette Liste gibts bei www.lesekost.de
Klar, dass Fitzgerald, Der große Gatsby oder Flaubert, Madame Bovary dabei sind. Ich freu mich über  Theodor Fontane, Der Stechlin oder Friedrich Glauser, Wachtmeister Stude, aber auch Rene Goscinny, Der kleine Nick oder Helene Hanff; 84, Charing Cross Road, Philip Roth, Sabbaths Theater, Theodor Storm, Immensee,Mark Twain, Tom Sawyers Abenteuer,Karl Valentin, Buchbinder Wanninger oder Richard Yates, Zeiten des Aufruhrs.
Ob diese Sammlung von Büchern für alle Lebenslagen neue Leser erschließt, bezweifle ich. Mir scheint sie eher Anregungen für den versierten Leser zu geben. Neue Buchkunden wollen sich weder  vorher noch nachher lange mit einem Roman auseinandersetzen, sondern sie wollen mal was lesen. Ich habe mich gut wiedergefunden.
Deutschlandradio
Perlentaucher
Warum lese ich? Was erwarte ich von
Literatur?
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Buch Literatur Rezension

Gelesen Ernst Jünger Gläserne Bienen

4. Mai 2010 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Der utopische Roman, oder vielmehr mit ca. 150 Seiten, die Erzählung Gläserne Bienen von Ernst Jünger ist neben den „Marmorklippen" (1939), „Heliopolis" (1949) und dem „Besuch auf Godenholm" (1952) eines der wenigen erzählerischen Werke Jüngers. Wie auch in anderen Büchern, etwa Aladins Problem hat der Held Probleme. Probleme, aus seiner alten Welt, er war wohl Rittmeister, in die neue Welt des modernen Kapitalismus zu finden. Dazu kommen dann finanzielle Probleme. Er erlebt den Zusammenbruch "seiner" alten Welt - da das Buch 1952 erschien, ist fraglich, welche alte Welt der konservative Jünger meint - und dem Übergang in die neue. Ich nehme an, dass Jünger tatsächlich das alte Kaiserreich meint, denn die neuen faschistischen Machthaber sind dagegen "modern". "Der Held der Geschichte, ein ehemaliger Rittmeister, der in der Armee des Kaiserreiches erzogen wurde erlebt den Zusammenbruch dieser Welt; er gerät in die Epoche des permanenten Bürgerkrieges und schließlich in die Arbeitswelt der totalen Automation. Zum Brotberuf gezwungen, wird er von einem mächtigen Wirtschaftsführer, dem Roboterherstellere Zapparoni, getestet, besteht aber die Prüfung nicht, da er einen bienenhaften Mikro-Roberter, der ihn umkreist, abwehrend zertrümmert. Jüngers "Oberförster" aus "Auf den Marmorklippen"  kehrt eigentlich in den allermeisten Werken in irgendeiner Form zurück - jeweils mit anderen Akzenten, aber es ist immer das gleiche Muster. Beschrieben wird immer das Leben im Umkreis von Machthabern, oder eine Reise zu ihnen, es ist immer eine Prüfungsgeschichte, auch wenn nicht so explizit Prüfungsfragen gestellt werden wie in der ersten "Oberförster"-Geschichte. Das Einstellungsgespräch in "Gläserne Bienen" ist so eine Prüfung. (vgl. Hartmut Dietz). Die Auseinandersetzung des Individuums mit jener neuen, inhumanen Ordnung stößt über die kühle Diagnose hinaus zu einem visionär deutenden Entwurf der Welt von morgen," heißt es in einer Rezension auf Abebooks.de
Allein für die ausgezeichnete Sprachbeherrschung - lesenswert.

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Buch Lesen Listen Literatur

Leseliste 2008

7. Februar 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Dezember

Otto Flake Das Logbuch, erschienen 1919 im Fischer Verlag Berlin (21.-24. Tausend)
Ingo Schulze Adam und Evelyn
G.E. Lessing Minna von Barnhelm
Ernst Jünger Der gefärliche Augenblick

November

Axel Munthe Das Buch von San Michele
Jose Sarmago Stadt der Blinden
Thomas Pynchon Versteigerung von No. 49
Ernst von Salomon Die schöne Wilhelmine

Oktober

Christian Ricken Links-Comeback eines Lebensgefühls

September

Kathrin Passig / HolmFriebe Das nächste große Ding 
Josef Hegenbart Märchen und Fabeln
Karl Schröder Klasse im Kampf René Schickele Die Schlacht bei den Pyramiden, Friedenauer Presse, 1969
LEA, Henry Ch.: Die Inquisition. Deutsch von Heinz Wieck und Max Rachel. ( Die Andere Bibliothek). Nördlingen: Greno 1985.
Otto Flake  Hortense oder Die Rückkehr nach Baden-Baden Bertelsmann 1959

August

Georges Simenon Der Zug, 2005, ISBN: 3257214804 Pick It! Diogenes Verlag AG,
Lion Feuchtwanger, Lion Goya oder der arge Weg der ErkenntnisRudolstadt (Greifenverlag) (1952).687 S. mit 24 Abbildungen. Dunkelgrünes Orig.-Leinen mit Deckelvignette
Ernst Jünger  Gläserne Bienen
Juli

Jünger, Ernst: Geheimnisse der Sprache. Zwei Essays.Hamburg,Hanseatische Verlagsanstalt, 1943. Kl. 8°. 78 Seiten; 1 Bl. und Verlagsanzeigen. Original-Pappband.
Werner Bräunig Gewöhnliche LeuteAufbau 2008
T.C. Boyle Dr. Sex DtV ISBN: 342320981X Pick It!
Rainer Maria Rilke Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke.
Insel-Bücherei Bd. 1, 501 - 550 Tausend
Julia Friedrichs  Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen
Hoffmann & Campe 2008

Juni

JEWTUSCHENKO, Jewgeni  Mit mir ist folgendes geschehen. Gedichte in Russisch und Deutsch. Ausgewählt, eingeleitet und aus dem Russischen übertragen von Franz Leschnitzer.
Berlin Volk und Welt 1963.
Erste deutsche Ausgabe. ? Erste war wohl 1962 erschienen.
Collins, William Wilki  John Jagos Geist. 
Kriminalerzählungen. Nach einer alten Übersetzung bearbeitet. Einbandentwurf von Klaus Ensikat. 1. Aufl.,Berlin: Verlag Das Neue Berlin, 1984.
Blixen, Tania Schicksalsanekdoten Rowohlt Tb., 1986,
Simenon, Georges  Maigret und die junge Tote Diogenes Verlag 1997
Michael Kraske und Christian Werner ... und morgen das ganze Land. Herder Verlag 2007

Mai

Zinck , Paul Leipzigs Sagen im Spiegel seiner Geschichte
Für Jugend u. Volk ausgew. Abb. u. Buchschmuck. Leipzig (1924). 167 S
Verlag: Hegel & Schade 1924.Mit zahlr. Scherenschnitt - Wurde in den 90ern vom Leipziger Reprint-Verlag nachgedruckt. Das ist das Original.
Daniel Kehlmann  Die Vermessung der Welt Taschenbuchausgabe
Thor Kunkel Endstufe Eichborn Verlag
Iwan Wasow  Die brennenden Garben, Leipzig Insel
Juli Zeh  Schilf Schöffling Verlag

April

Clemens Meyer Die Stadt. Die Lichter. Rowohlt 2008
Andreas Brenner/Jörg Zinfan Lexikon der Lebenskunst, reclam Leipzig 2002
F.S. Fitzgerald Wiedersehen mit Babylon Insel Leipzig 1981

März

Christian Morgenstern  Galgenlieder und der Gingganz  Verlag Bruno Cassirer, Berlin 1920
Gabriele Wohmann  Wanda Lords Gespenster Eremiten-Presse
Gabriele Wohmann   Wir sind eine Familie Eremiten-Presse
Unmögliche Interviews. Mit Pythagoras, Antoni Gaudi, Sigmund Freud, Maria Sofie von Neapel, Plinius, Wagenbach 1999
Benjamin Kunkel Unentschlossen

Februar

Thomas Mann  Dr. Faustus  (t.b.c) 2. Ausgabe 1949
4.2.2008 Alain DeBotton   Kunst des Reisens 2003
6.2.2008 Eugen Lennhoff  Politische Geheimbünde im Völkergeschehen Wien, Zsolnay, 1932.

Januar

Johannes Ullmaier Hrsg.)Schicht Arbeitsreportagen - edition suhrkamp 2508
Irische Erzähler - als manesse
Celia Fremlin  Die Spinnenorchidee - Diogenes TB,
Irene Dische  Papa braucht ein Heim - Suhrkamp-Verlag (24.1.2008)
Joey Goebel  Vincent -
Wolfgang Engler   Die Ostdeutschen als Avantgarde 
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Leipzig Literatur

Nominierungen Preis der Leipziger Buchmesse

6. Februar 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse lassen ein spannendes Rennen und interessante Lektüre in diesem Jahr erwarten.
Ganz vorn dabei schon mal Wilhelm Genazino und Daniel Kehlmann. INteresiern würde mich ja mal die Neuübersetzung von Don Quijote. Ich fand die Ludwig Braunfels Version sehr gut. (Interessant übrigens der Wikipedia-Eintrag zu Braunfels. Danach wäre seine Mitarbeit bei der Marx´schen Rheinischen Zeitung "aus antisemitischen Gründen (als Sohn eines jüdischen Kaufmannes sei er zwar getauft, aber doch ein getaufter Jude)" abglehnt worden. Marx war selbst konvertierter Jude und würde solchen Unsinn wohl nie behauptet haben). Zurück zu den Nominierungen. Frings Tiel klingt interessant und Münkler ist spätestens seit seinen Thesen zur asymmetrischen Kriegsführung eine Größe.

Nominierungsliste
Belletristik:
Wilhelm Genazino („Das Glück in glücksfernen Zeiten“)
Reinhard Jirgl („Die Stille“)
Daniel Kehlmann („Ruhm“)
Sibylle Lewitscharoff („Apostoloff“)
Andreas Maier („Sanssouci“)
Julia Schoch („Mit der Geschwindigkeit des Sommers“)

Sachbuch:
Matthias Frings („Der letzte Kommunist. Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau“)
Andreas Kossert („Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945“)
Herfried Münkler („Die Mythen der Deutschen“)
Jürgen Neffe („Darwin. Das Abenteuer des Lebens“)
Karl-Heinz Ott („Tumult und Grazie“)

Übersetzung:
Susanne Lange (Cervantes: „Don Quijote von der Mancha“)
Michael Kellner (Burroughs: „Naked Lunch“)
Esther Kinsky (Tokarczuk: „Unrast“)
Hans-Christian Oeser (Brennan: „Der Morgen nach dem großen Feuer“)
Eike Schönfeld (Bellow: „Humboldts Vermächtnis“)
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Buch Lesen Literatur Rezension

Gelesen: Die Spezialität des Hauses

28. Januar 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Stanley (Bernard) Ellin (1916 - 1986) war trotz seines verglichen mit anderen Kolleginnen und Kollegen des Genres eher schmalen OEuvres einer der erfolgreichsten Krini-Autoren. Er erhielt dreimal den renommierten und begehrten "Edgar Allan Poe Award", 1954 und 1956 für die beste Kriminalkurzgeschichte und 1959 für den besten Kriminalroman des Jahres. Seinen internationalen Ruf beweist die Verleihung von "Le Grand Prix de Literature Policiere" im Jahre 1975.

Sehr lesenswert das schmale Spektrum-Bändchen Stanley, Ellin: Die Spezialität des Hauses. Kurzgeschichten Volk und Welt Bd. 150. Ein Klassiker ist natürlich die Spezialität des Hauses. MAn wird etas ratlos mit dunklen Bildern zurückgelassen, da Ellin entweder ebenso wie Raymond Carver einen ausgezeichneten Lektor besaß, oder aber eben an der richtigen Stelle aufhören konnte - bei Kurzgeschichten ungemenin wichtig. Muss Laffler nunin Sbirros Küchje dran glauben? Was anderes würde mir nicht einfallen. Am besten gefiel mir aber die Spielergeschichte.

Schön auch die Segensreich-Methode. "Ich bin hier, um Ihnen bei der Lösung Ihres Problems zu helfen", verspricht Mr. Treadwells ungebetener Besucher. Er stellt sich als Vertreter der "Gesellschaft für Gerontologie" vor und weiß verblüffend genau, was Treadwell plagt: der Vater seiner Frau Carol, der seit einiger Zeit bei ihnen im Hause lebt. Und das würde er noch lange, denn der alte, etwas wunderliche Herr erfreut sich allerbester Gesundheit...
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Buch Listen Literatur

Lektüre August

24. September 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
gekauft

Tutscheck, Lorenz. Die Natur. Ein Lesebuch für Schule und Haus. Mit 175 Holzschnitten. Stuttgart, Cotta, 1870


Der Zug - Simenon, Georges 2005, ISBN: 3257214804 Pick It! Diogenes Verlag AG, Französische Belletristik / Kriminalroman


gelesen

Feuchtwanger, Lion:
Goya oder der arge Weg der Erkenntnis
Rudolstadt (Greifenverlag) (1952).
687
S. mit 24 Abbildungen. Dunkelgrünes Orig.-Leinen mit Deckelvignette
Ein geplanter zweiter Teil ist nie erscheinen.

Ernst Jünger
Gläserne Bienen

Simenon, Georges
Der Zug
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Buch Listen Literatur

Lektüre Juli

24. August 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
gekauft
Jünger, Ernst: Geheimnisse der Sprache. Zwei Essays.
Hamburg, Hanseatische Verlagsanstalt, 1943. Kl. 8°. 78 Seiten; 1 Bl. und Verlagsanzeigen. Original-Pappband. Mit papierbedingter Bräunung.
Das Bändchen vereinigt die Essays >Geheimnisse der Sprache< und >Dalmatinischer Aufenthalt<. Bei dem ersten Essays handelt es sich nicht um "Geheimnisse der Sprache", wie es auf dem Verso-Titelblatt steht, sondern um "Lob der Vokale".

Kurz, Robert:
Der Kollaps der Modernisierung. Vom Zusammenbruch des Kasernensozialismus zur Krise der Weltökonomie.
Frankfurt a. M., Eichborn 1991 (Die Andere Bibliothek, Bd. 82).
288 S., 2 Bll., Orig.-Pappbd. ohne Orig.-Schuber. 1.-6. Tsd. - Einmalige, limitierte Ausgabe im Buchdruck vom Bleisatz.

Beer, Max
Allgemeine Geschichte des Sozialismus und der sozialen Kämpfe.
Berlin, Verlag für Sozialwissenschaften, 1924
OLwdbd. 539 SS.
Alle 5 erschienenen Teile in Mischauflage in einem Band. Altertum (4.-6.Tsd.) Mittelalter (10.-12.Tsd.) Neuere Zeit (EA) Die Zeit von 1750-1860 (4.-6.Tsd.) Die Neueste Zeit bis 1920 (4.-6.Tsd.)
Erste Ausgabe. - Bis heute die einzige deutsche Geschichte des Sozialismus von den Anfängen bis zur Gegenwart der Weimarer Republik. - Lex.soz.Lit. 56 (ausführl.). -
[Schlagwörter: Revolution, Soziale Bewegung, Internationale, Karl Marx]
gelesen
Werner Bräunig
Gewöhnliche Leute
Aufbau 2008

T.C. Boyle
Dr. Sex
DtV
ISBN: 342320981X Pick It!

Rainer Maria Rilke.
Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke.
Insel-Bücherei Bd. 1, 501 - 550 Tausend

Ernst Jünger
Geheimnisse der Sprache

Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen Julia Friedrichs
Hoffmann & Campe 2008
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Bibliothek Buch Gesellschaft Literatur

Lektüre im Mai 2008

5. Juni 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare

Gekauft
Zinck , Paul Leipzigs Sagen im Spiegel s. Gesch. Für Jugend u. Volk ausgew. Abb. u. Buchschmuck. Leipzig (1924). 167 S. 22 cm. OHlw. Verlag: Hegel & Schade 1924.Mit zahlr. Scherenschnitt - Wurde in den 90ern vom Leipziger Reprint-Verlag nachgedruckt. Das ist das Original.

Gelesen
Daniel Kehlmann
Die Vermessung der Welt Taschenbuchausgabe

Thor Kunkel
Endstufe Eichborn Verlag

Wasow, (Vazov), Iwan
Die brennenden Garben. Ausgewählte Erzählungen. Insel-Bücherei Nr. 1019. 1. Auflage Insel-Verlag Leipzig, 1978. 162 S. Kl.-8°, gebunden, OPp. Eigentlich nur mäßig spannend, da in einer unglaublich antiquierten Sprache geschrieben, bietet es doch einen recht schnellen Überblick über die Geschichte des Balkan im vorvergangenen Jahrhundert. Es geht um die Befreiung Bulgariens von der türkischen Herrschaft. Zar Nikolai II. hatte daran ein - geostrategisch - nicht kleines Interesse, wird als eine Art Gott dargestellt. Hübscher Inselband, wohl nur in 1. Auflage erschienen.

Deutscher Dürerbund
Leipzig in Bildern Nette reich bebilderte Geschichte Leipzigs aus dem Jahre 1912.

Francis Scott Fitzgerald Wiedersehen mit Babylon. Ausgewählte Erzählungen. Leipzig, Insel-Verlag, 1981.1. Aufl. 19 cm. 151 S. gebunden, Insel-Bücherei 662
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Lesen Literatur

Gelesen: Thor Kunkel Endstufe

15. Mai 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Schon der Name des Autors klingt bedenklich. Der Perlentaucher bietet den gewohnten Überblick: Rezensionen der wichtigsten deutschen Zeitungen zu Thor Kunkel - Endstufe. Und es gab ja wohl einen gehörigen Feuilleton-Streit bei Erscheinen des Buches im Jahre 2004.
Ich bin unschlüssig, einerseits las es sich weg, andererseits sind mit den Themen Pornografie und Nazis zwei "Quotenbringer" gesetzt.

Der Karrierist Karl Fußmann, der im Berliner SS-Hygieneinstitut eine Anstellung findet, soll zur Unterstützung des deutschen Nordafrikafeldzugs ein Mittel gegen die Malaria erfinden. Sein skurriler, unsymphatischer Vorgesetzter Ferfried Graf Gessner produziert mit seiner Firma "Sachsenwald Naturfilm GmbH" heimlich Pornos, die er in Schweden gegen kriegswichtiges Eisenerz tauscht und mit denen er in Nordafrika viel Geld zu machen hofft. So der etwas skurrile Plot. Fußmann verliebt sich in die Porno-Hauptdarstellerin, und beide enden in den USA.
"Absolute Spitze", aber nur im Sinne von "ganz oben auf den Wellen des Zeitgeistes" ist Thor Kunkels Buch, urteilt Iris Radisch in der Zeit, 15.04.2004.
Sprachlich mit "beiden Beinen im Untergeschoss" erzähle der Autor die Geschichte eines Forschers beim SS-Hygieneinstituts, der sich in die Sexfilmgeschäfte seiner Vorgesetzten verheddert. Auf vielen hundert Seiten "Fickgeschichten" derbsten Pornotons verbreite Kunkel die Botschaft, dass die Nazis keine Rassisten, sondern Avantgardisten der Seelenlosigkeit gewesen seien. Ein handfester "Skandal" sei also nicht die Sexfilmsprache, sondern vielmehr die "hohle Munterkeit", mit der der Autor den heutigen "Weltbild-Mix aus Zynismus und Gentechnologie" in die NS-Zeit zurücklege, findet die Rezensentin. Zwar sei man geneigt, Kunkel nach 600 Seiten zu glauben, was er seinen "unverwüstlichen" Deutschen in den Mund lege, dennoch bleibe das Buch eine Mischung aus "dauererigierter Männerfantasie" und "flott geschriebener Geschmacklosigkeit".Härter ins Gericht geht Christoph Schröder in der Frankfurter Rundschau vom 02.04.2004. Er ist ziemlich entsetzt von Thor Kunkels umstrittenen, nun bei Eichborn erschienenen Roman "Endstufe" - doch nicht aus den Gründen, die zu den heftigen Auseinandersetzungen über die Legitimität des Romans geführt haben, sondern einfach, weil er das Buch ungeheuerlich schlecht findet. Nicht nur findet er die Dialoge der Pornografie-begeisterten Nazis ungeheuer nervig, auch mangelt es dem Roman seiner Meinung nach an Struktur ebenso wie an Substanz.

Auch Robin Detje in der Süddeutsche Zeitung vom 01.04.2004 ist "mehr als erbost. Der neue Roman über Pornofilme im Nazireich hätte ein "großes Buch" werden können, wenn der Autor "ein Herz hätte oder ein Gefühl für Sprache". Beides fehle ihm jedoch und so sei nicht nur ein schlecht geschriebener, sondern obendrein noch "offen revanchistischer und antiamerikanischer" Roman entstanden."

Die Tageszeitung 30.03.2004 fand über weite Strecken einen "durchaus unterhaltsamen und wirren Trash- und Kolportage-Roman". Kritik findet übereinstimmend das Ende: nämlich die Darstellung des Einzug des Krieges in Deutschland und die Besetzung durch die Rote Armee. Kann man wohl zustimmen, ich habe mich aber nicht wirklich durchquälen müssen. Aber nicht wirklich ein Lesetipp.
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Leipzig Literatur Theater

Als wir träumten im Schauspiel

4. März 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Berliner Literaturkritik berichtet, dass der Erfolgsroman „Als wir träumten“ des Leipziger Schriftstellers Clemens Meyer (30) auf die Bühne und die Kino-Leinwand kommt. Der Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters, Armin Petras, inszeniert die Story um eine Jugendgang für das Schauspiel Leipzig. Premiere der Uraufführung ist am 13. April (2008). Muss man wohl mal gehen. Bin gespannt, wer die Kinofassung macht.

Technorati Tags: Leipzig, Theater, ClemensMeyer
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Buchmesse Leipzig Lesung Literatur

Schnell mal schnell

7. März 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Schnell mal schnell

Schnell mal Sonne aufgeh‘n seh’n
überm Fluss, schnell dich versteh’n
und schneller deine Brüste greifen
und schnell zur Uhr mit Blicken streifen

Dann schnell mal kommen, schnell vergessen,
schneller aufsteh‘n, schneller essen,
schnell dein Geburtstag: schnell was schenken,
schnell schon an was andres denken

schnell zur Tür und schnell verschwinden,
schnell noch deinen Hass verwinden,
dann schnelle Arbeit, schnelles Geld,
schnell wieder glauben an die Welt

schneller rechnen, schneller schalten
und schneller diesen Tag verwalten
schnell noch was organisieren
dann schnell zum Taxi, onanieren,

an der Ampel, schneller warten
schnell den Fluss seh’n, schneller starten
schneller sprechen, schneller schreiben
und schneller tot im Wasser treiben …

P.S. DAS NEUESTE VON KURT MONDAUGEN:

Kurt Mondaugen
liest nicht nur zur Buchmesse. Gefunden auf dem neuen Blog zur LEIPZIGER BUCHMESSE 22.-25.03.2007
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Buch Geschichte Literatur Rezension

Geschichte erzählen

1. März 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Da ich gerade Heinrich Winklers Der lange Weg nach Westen (1) lese, mal ein kurzer Vergleich mit dem 2006 gelesenene Buch von Gordon A. Craig Über die Deutschen. Sicher lassen sich beide Werke vom verfolgten Ansatz her nicht vergleichen, da wäre Crais Deutsche Geschichte wohl besser geeignet. Dennoch fällt auf: Auch wenn Winkler gut lesbar ist, einen klaren Stil hat und vor allem Unmengen Informationen, läßt sich Craig besser lesen. Im Nachruf der Zeit findet sich die Lösung
Für dieses Opus magnum wurde Craig 1981 als Erster mit dem bedeutenden Historikerpreis der Stadt Münster ausgezeichnet. In einer vielbeachteten Rede, die er damals hielt, erinnerte er daran, dass Geschichte keine »exakte Wissenschaft«, sondern eine »humanistische Disziplin« sei, die es nicht nur mit Strukturen, sondern vor allem mit Menschen zu tun habe. Als Diener der Muse Klio müssten die Historiker wieder lernen, »Geschichte und Literatur zu verbinden«. Wie diese Kombination glücken kann, das demonstrierte Craig in seinem gesamten, fast ausnahmslos bei C. H. Beck in München erschienenen Œuvre. Immer wusste er interessant zu erzählen, mit einer Prise Humor und einer Lust am Anekdotischen, die sich nie in schwadronierende Weitläufigkeit verlor. Und gern würzte er seine Texte mit Anspielungen und Zitaten, die überraschendes Licht auf die historischen Akteure und Konstellationen warfen.

Vor allem aber: Dieser Amerikaner schottischer Herkunft, der lange Jahre an der Stanford-Universität lehrte, hat es wie kein Zweiter verstanden, die Literatur als Quelle für die Geschichtsschreibung nutzbar zu machen. Inspirieren ließ er sich hier von Theodor Fontane, dem er eines seiner schönsten Bücher Über Fontane (1997) widmete. An Fontanes Romanen rühmte er die Kunst, die gesellschaftliche Wirklichkeit und die Klassenkonflikte seiner Zeit im Spiegel der handelnden Personen anschaulich zu machen. Dieser Kunst hat Craig nachgeeifert, indem er nicht nur literarische Zeugnisse heranzog und zum Sprechen brachte, sondern Geschichtsschreibung selbst als eine Form erzählter Literatur betrieb. Kein Wunder, dass seine Bücher sich hierzulande eines größeren Zuspruchs erfreuten als die meisten Werke seiner deutschen Fachkollegen.


Der Verweis auf Fontane ist sehr treffend. Man kann ja nicht immer nur Zahlen und Fakten im Winkler stuideren - zur Entspannung hält dann Fontanes Stechlin her. Und der ist auch goldrichtig, da er zwar sehr verklärend die Welt der märkischen Junker beschreibt, etwa um 1890 herum. Und Winkler erklärt eben die angedeuteten Konflikte, Bismarck, Bebel, Sozialistengesteze, Stoecker - der klerikal-konservative Hofprediger (heute wäre er wohl der Chef der Liga polnischer Familien) usw. Gute Mischung, finde ich.
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Literatur

Nominierungen zum Preis der Leipziger Buchmesse

13. Februar 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest, schreibt SPON.
Wilhelm Genazino, 1943 in Mannheim geboren und Georg-Büchner-Preisträger des Jahres 2004 gilt als Favorit für den Preis. Der charmante Chronist des deutschen Alltagslebens porträtiert in seiner nominierten Tragikomödie "Mittelmäßiges Heimweh" (Carl Hanser Verlag) den Verlierer Dieter Rotmund, der durch das Leben torkelt und nach und nach seine Körperteile verliert.

Antje Rávic Strubel, 1974 in Potsdam geboren, erzählt in ihrem Roman "Kältere Schichten der Luft" (S. Fischer Verlag) über eine von Eifersucht und Gewalt bedrohte Liebe. In einem schwedischen Feriencamp haben sich junge Menschen aus Ost- und Westdeutschland zusammengefunden - und jeder ist auf seine Art gescheitert und entwurzelt.

"Handy, Dreizehn Geschichten in alter Manier" (Berlin Verlag) ist der neue Roman von Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren. Die Protagonisten seiner tragischkomischen Erzählungen taumeln zwischen Liebe und Leid, Abschied und Aufbruch.

Wolfgang Schlüter, gebürtiger Niedersachse des Jahrgangs 1940, ist für den historischer Roman "Anmut und Gnade" (Eichborn/Die Andere Bibliothek) nominiert. Er spielt im vorrevolutionären Frankreich des 18. Jahrhunderts und handelt von Gott, Krieg, Vernunft, Aufklärung, Barockmusik - und die Pracht und Anmut der Oper.

Der 1934 in Chemnitz geborene Werner Bräunig begann bereits im Jahr 1960 mit der Arbeit an seinem Roman "Rummelplatz" (Aufbau-Verlag). Realistisch und schonungslos beschrieb er das Leben der Bergleute im Uranbergbau der "Wismut AG". Nach scharfer Kritik der SED-Zeitung "Neues Deutschland", die ihm "Beleidigung der Werktätigen und der sowjetischen Partner" vorwarf, brach er den Roman ab. Bräunig starb 1976 im Alter von 43 Jahren. Erst zwei Jahre nach der Wende gelangten seine Söhne über Umwege in den Besitz des Originalmanuskripts. Aus den insgesamt 711 Manuskriptseiten des ersten Bandes rekonstruierte die Aufbau-Lektorin Angela Drescher die nun vorliegende Fassung des Romans, der bisher als einer der wichtigsten ungedruckten Bücher der Nachkriegszeit gegolten hat.

Wie die Leipziger Messe am Dienstag weiter mitteilte, wählte die Jury bei den Sachbüchern unter anderem Saul Friedländer mit seinem Buch "Das dritte Reich und die Juden" aus. Der Preis wird in drei Kategorien verliehen: Die Auszeichnung der besten Frühjahrs-Bücher in den Kategorien "Belletristik", "Sachbuch/Essayistik" und "Übersetzung" ist zu gleichen Teilen mit insgesamt 45.000 Euro dotiert.

Im vergangenen Jahr wurde der deutsch-bulgarische Schriftsteller Ilija Trojanow, in der Kategorie Belletristik, für seinem Roman "Der Weltensammler" mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.


Klingen alle recht spannend, Ingo Schulze ist wohl mein Favorit, aber auch Genazino ist wohl die Lektüre wert.
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