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19.Jahrhundert Buch Rezension

Nanas Aufstieg und Verfall

9. Januar 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Mir fehlt leider noch Band 19, dann ist die wunderbare Gesamtausgabe von Zolas Roman-Zyklus Les Rougon Macquart aus dem Kurt Wolff Verlag komplett. Aber das sind ja einige Bände zum lesen. Der
neunte Band handelt vom Aufstieg einer aus sozial schwachen Verhältnissen kommenden Straßendirne bis in höchste gesellschaftliche Kreise.

Zum ersten Mal erwähnt wird Nana im Roman L’Assomoir - Der Totschläger, in dem es um ihre Eltern und vor allem ihre alkoholkranke Mutter Gervaise Macquart geht.
Die von ihrem Liebhaber Auguste Lantier verlassene Wäscherin Gervaise Macquart schlägt sich durchs Leben. Er nimmt ihr ganzes Geld mit und hinterlässt als einziges Andenken die beiden gemeinsamen Söhne Claude und Etienne.Sie heiratet den anständigen Arbeiter Coupeau und verlebt einige glückliche Jahre. Sie bekommen eine Tochter, die „Nana“ genannt wird. Als Coupeau durch einen von der kleinen Nana miterlebten und teils mitverschuldeten Unfall arbeitsunfähig wird, verfällt er dem Alkohol und stürzt die Familie ins Unglück und den finanziellen Ruin. In dieser Situation taucht erneut Lantier auf und eröffnet eine ménage à trois. Gervaises kleinbürgerliche Moral verfällt zusehends. Nach Coupeaus alkoholbedingtem Tod wird sie zur Prostituierten. Nach einiger Zeit verhungert sie eines kalten Winters in einem Loch im Treppenhaus einer Mietskaserne.
Im Roman Nana erlebt sie den großen Durchbruch durch ihre nackt interpretierte Rolle im Theaterstück La Blonde Vénus im Théâtre des Variétés. Männer aus allen Schichten werfen sich ihr ab diesem Zeitpunkt zu Füßen. Durch geschickte Manipulation ihrer Verehrer steigt sie die gesellschaftliche Leiter hinauf. Im Verlaufe des Romans verdreht Nana den Männern reihenweise den Kopf, ruiniert sie finanziell und moralisch und korrumpiert so die Gesellschaft des Second Empire. Sie geht dabei ohne Skrupel vor, prostituiert sich und führt durch ihre wechselnden Liebhaber ein aufwendig-luxuriöses Leben.

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19.Jahrhundert Leipzig Sprache Theater

Ganz großes Kino

6. Juni 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
http://www.schauspiel-leipzig.de/images_kopf/7868.jpg
S. meinte, es wäre eher Volkstheater. Wir sahen am Mittwoch Wildes Idealer Gatte. Okay, es ist eine Komödie, aber dafür mit geschliffener Sprache, Oscar Wilde at his best. Und einer Unmenge klassischer Bonmots."Ich liebe es, über nichts zu reden. Das ist das Einzige, wovon ich etwas verstehe." - Lord Goring oder "Die Liebe zu sich selbst ist der Beginn einer lebenslangen Romanze" - Lord Goring oder "Man sollte einer Frau nie etwas geben, was man nicht am Abend tragen kann" - Mrs. Cheveley. Ein sehr schönes über Politiker ist mir leider entfallen.
Ganz groß fand ich den Unterhaltungskünstler Martin Reik, der mit recht beeindruckendem Stimmvolumen und schöner Fönwelle ein paar Beatles-Klassiker, nein, nicht trällerte, zum Besten gab. Lohnt sich und kommt bald nicht mehr.
Zemanta Pixie
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19.Jahrhundert Bibliothek Buch

Ersch: Geschichte der deutschen Literatur.

25. Mai 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Beim Versuch etwas zu Johann Samuel Erschs Handbuch der deutschen Literatur seit der Mitte des 18. Jahrhunderts bis auf die neueste Zeit - erschienen 1822 im Leipziger Brockhaus Verlag herauszufinden, bin ich af die interessante Doktorarbeit von Marianne Jacob gestoßen. Ab Seite 94 oder so geht es dort um Büchersammler und die Eigenart, dass selbige in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts und danach Bücher herausgaben, die ihre eigenen Bibliothekskatalog umfassen .

Erschs Buch ist ja auch so ein Katalog, der , wie Ersch im Vorwort schreibt, "viele veraltete Bücher herausstreicht". Was ist dann eigentlich der Zweck einer solchen Bibliographie?



Naja, zumindestens ist es ein sehr schönes, noch unbeschnittenes Buch von 1822. Und ich habe es günstig erstehen können. Mehr zu Thema Bibliophile findet sich wohl in Leopold Hirschbergs Erinnerungen eines Bibliophilen.
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