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Notizen aus Leipzig

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Buch Rezension

Longlist uund Finalisten zum Deutschen Buchpreis 2018

12. September 2018 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Longlist für den deutschen Buchpreis 2018 aus allen zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienenenen Büchern. Mein Favorit: Angelika Klüssendorf, Jahre später. 
Hier die Übersicht: 
Carmen-Francesca Banciu, Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten! (PalmArtPress, März 2018)
María Cecilia Barbetta, Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018)
Maxim Biller, Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018)
Susanne Fritz, Wie kommt der Krieg ins Kind (Wallstein, März 2018)
Arno Geiger, Unter der Drachenwand (Carl Hanser, Januar 2018)
Nino Haratischwili, Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt, August
2018)
Franziska Hauser, Die Gewitterschwimmerin (Eichborn, Februar 2018)
Helene Hegemann, Bungalow (Hanser Berlin, August 2018)
Anja Kampmann, Wie hoch die Wasser steigen (Carl Hanser, Januar 2018)
Angelika Klüssendorf, Jahre später (Kiepenheuer & Witsch, Januar 2018)
Gert Loschütz, Ein schönes Paar (Schöffling & Co., Februar 2018)
Inger-Maria Mahlke, Archipel (Rowohlt, August 2018)
Gianna Molinari, Hier ist noch alles möglich (Aufbau, Juli 2018)
Adolf Muschg, Heimkehr nach Fukushima (C.H.Beck, Juli 2018)
Eckhart Nickel, Hysteria (Piper, September 2018)
Josef Oberhollenzer, Sültzrather (Folio, März 2018)
Susanne Röckel, Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018)
Matthias Senkel, Dunkle Zahlen (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2018)
Stephan Thome, Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018)
Christina Viragh, Eine dieser Nächte (Dörlemann, Februar 2018)

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Bibliothek Buch Literatur

Lektüreliste 2016

21. Februar 2017 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Jedes Jahr nehme ich mir vor, diese Liste etwas ordentlicher zu pflegen...
Also wieder weitestgehend aus dem Gedächtnis meine Lektüre 2016.

Slaughterhouse Five
Slaughterhouse-Five, an American classic, is one of the world’s great antiwar books. Centering on the infamous firebombing of Dresden, Billy Pilgrim’s odyssey through time reflects the mythic journey of our own fractured lives as we search for meaning in what we fear most.

Jürgen Teipel Verschwende deine Jugend 

Meg Wolitzer Die Interessanten

Anne Hahn/Frank Willmann Satan, kannst du mir noch mal verzeihen: Otze Ehrlich, Schleimkeim und der ganze Rest

John Williams Stoner

Ferdinand von Schiach Verbrechen

John Jeremiah Sulliva Pulp Head. Vom Ende Amerikas

Zadie Smith Der Autogrammhändler

Malte Welding Seid fruchtbar und beschwert euch

Andreas Platthas 1813. Die Völkerschlacht und das Ende der Alten Welt

Eugen Ruge Cabo de Gata

tbc...







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Buch Geschichte Gesellschaft

Das Ende der Geschichte

19. Dezember 2016 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Was Menschen aus ihren Erinnerungen machen und diese dann aus den Menschen, hat Julian Barnes in seinem Roman "Vom Ende einer Geschichte" (The Sense of an Ending) aus dem Jahre 2011 wunderbar beschrieben.

Es geht um geschönte Erinnerungen, die es uns erlauben, besser mit der eigenen Vergangenheit zu leben, und der Frage nach der persönlichen Verantwortlichkeit, darin folgender Dialog: „Geschichte ist die Summe der Lügen der Sieger“, sagt der Schüler Tony Webster, sein Lehrer Joe Hunt entgegnet: „Ja, ich habe befürchtet, dass Sie das sagen würden. Nun gut, solange Sie im Auge behalten, dass sie auch die Summe der Selbsttäuschungen der Besiegten ist.“ Erst als Webster sich Jahre später an diese Szene erinnert, weiß er, wie recht Hunt hatte.


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Bibliothek Buch Literatur Rezension

Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2016

28. Oktober 2016 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Der Perlentaucher veröffentlichte heute die Longlist zum deutschen Buchpreis. Fast alle wurden dort schon besprochen, und entsprechend verlinkt. Ich habe gerade André Kubiczek "Skizze eines Sommers" gelesen, und bin, da natürlich in genau der Altersgruppe und der Verortung, wohl etwas voreingenommen. Aber ich fand es ein sehr schönes Buch. In einer Reihe von Coming-of-age-Romanen kann man ihn ohne weiteres neben Plenzdorf, ja, neben Salinger stellen. Schön die intensiven Beschreibungen der Mittachtziger in der DDR, auch wenn wohl, falls und vermutlich autobiographisch geprägt, er wohl Glück hatte.

Hier die Longlist.

Akos Doma: "Der Weg der Wünsche" Rowohlt Berlin, August 2016

Gerhard Falkner: "Apollokalypse" Berlin Verlag, September 2016

Ernst-Wilhelm Händler: "München" S. Fischer, August 2016

Reinhard Kaiser-Mühlecker: "Fremde Seele, dunkler Wald" S. Fischer, August 2016

Bodo Kirchhoff: "Widerfahrnis" Frankfurter Verlagsanstalt, September 2016

André Kubiczek: "Skizze eines Sommers" Rowohlt Berlin, Mai 2016

Michael Kumpfmüller: "Die Erziehung des Mannes" Kiepenheuer & Witsch, Februar 2016

Katja Lange-Müller: "Drehtür" Kiepenheuer & Witsch, August 2016

Dagmar Leupold: "Die Witwen" Jung und Jung, September 2016

Sibylle Lewitscharoff: "Das Pfingstwunder"  Suhrkamp, September 2016

Thomas Melle: "Die Welt im Rücken" Rowohlt Berlin, August 2016

Joachim Meyerhoff: "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" Kiepenheuer &Witsch, November 2015

Hans Platzgumer: "Am Rand" Paul Zsolnay, Februar 2016

Eva Schmidt: "Ein langes Jahr" Jung und Jung, Februar 2016

Arnold Stadler: "Rauschzeit" S. Fischer, August 2016

Peter Stamm: "Weit über das Land"  S. Fischer, Februar 2016

Michelle Steinbeck: "Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch" ,Lenos, März 2016

Thomas von Steinaecker: "Die Verteidigung des Paradieses"  S. Fischer, März 2016

Anna Weidenholzer: "Weshalb die Herren Seesterne tragen" Matthes & Seitz Berlin, August 2016

Philipp Winkler: "Hool" Aufbau, September 2016
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Buch Kunst

uispeccoll: Of all the artist books we have in our...

6. Oktober 2015 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
















uispeccoll:
Of all the artist books we have in our department, Nest of Patience is by far my favorite. I love everything from the girdle book shape to the use of feathers. We have posted this on our Tumblr before, and Colleen already did a great job of describing it, so instead of reinventing the wheel, I’ll share her description of it:
“Nest of Patience is a new acquisition from Kristin Alana Baum (Blue Oak Bindery) and Cheryl Jacobsen, calligraphy instructor at the Center for the Book. A collaboration based on a medieval girdle book, Nest of Patience is a contemporary Book of Hours contemplating the concept of patience by way of words, poetry, fortunes, and nature. The book begins with a spiritual calendar of days and proceeds with eight sections, each headed with a totem animal. Full vellum text block includes hand-stitched indigo-dyed slunk panels, hand-lettered texts, illuminations, and sewn-in found objects relating to patience. Wooden board binding, sewn on hemp cords and laced into beech boards.”
Come see this fabulous book on our new artist book shelf in the reading room!
xN7433.4 B34 N477 2012
-Lindsay M.


via Book Porn http://ift.tt/1NkiTsp
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Buch USA

Joey Goebel

23. April 2014 Gepostet von Unknown 0 Kommentare


Wer amerikanische Erzähler mag, wird am neuen Wunderkind Joey Goebel schwerlich vorbeikommen. Sein bisheriges opus magnum, - er ist gerade einmal 30 Jahre alt - Heartland, aus dem Jahr 2009, erschienen im Diogenes Verlag, hat auch alles, was man vom amerikanischen Erzählrealismus erwartet: Starke Charaktere, die im ganz normalen Leben stehen und scheitern, und gewinnen.
Interessanterweise fällt die Entstehungszeit des Romans in die ärgste Obama-Manie, und es hat deswegen schon etwas Visionäres, wenn der Plan Blue Genes, ein kostenloses Gesundheitszentrum in einer Stadt im Mittleren Westen zu etablieren, grandios scheitert. Blue Gene, der struppige Redneck, Vokuhila und Schnauzbartträger, der am liebstenb abgeschnittene T-Shirts trägt, hat so gar nichts mit seiner Familie, der reichen, nein extrem reichen Tabak-Dynastie der Mapothers  zu tun. Ein Familiengeheimnis wirft seine ganze Welt durcheinander, aber wie das alles zusammenpasst -  am besten selber lesen. Ganz dringend zu empfehlen ist auch Vincent. Und: In diesem Jahr erschien ganz aktuell  Ich gegen Osborne...
Joey Goebel Heartland, Diogenews Verlag, 22, 90 €
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Buch Buchmesse Leipzig Literatur
9. Februar 2012 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Nominierten stehen fest: 15 Autoren hoffen auf den Preis der Leipziger Buchmesse 2012


In diesem Jahr reichten 147 Verlage insgesamt 460 Titel ein, die bis zur Leipziger Buchmesse 2012 erscheinen werden. Die siebenköpfige Kritikerjury nominierte jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012:
Kategorie Belletristik:
  • Anna Katharina Hahn: „Am Schwarzen Berg” (Suhrkamp)
  • Thomas von Steinaecker: „Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen” (S. Fischer Verlag)
  • Sherko Fatah: „Ein weißes Land” (Luchterhand Literaturverlag)
  • Wolfgang Herrndorf: „Sand” (Rowohlt Berlin)
  • Jens Sparschuh: „Im Kasten” (Kiepenheuer & Witsch)
Kategorie Sachbuch/Essayistik:
  • Jörg Baberowski: „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt” (C.H. Beck)
  • Carolin Emcke: „Wie wir begehren” (S. Fischer Verlag)
  • Manfred Geier: „Aufklärung. Das europäische Projekt” (Rowohlt)
  • Lothar Müller: „Weiße Magie. Die Epoche des Papiers” (Carl Hanser Verlag)
  • Wilfried F. Schoeller: „Alfred Döblin. Eine Biographie” (Carl Hanser Verlag)
Kategorie Übersetzung:
  • Hans Pleschinski: „Nie war es herrlicher zu leben: Das geheime Tagebuch des Herzogs von Croÿ 1718 - 1784”, aus dem Französischen (C.H. Beck)
  • Nikolaus Stingl: „Der Tunnel”, aus dem Englischen, von William H. Gass (Rowohlt Verlag)
  • Christina Viragh: „Parallelgeschichten”, aus dem Ungarischen, von Péter Nádas (Rowohlt Verlag)
  • Caroline Vollmann: „Mademoiselle de Maupin” aus dem Französischen, von Théophile Gautier (Manesse Verlag)
  • Thomas Frahm: „Feuerköpfe”, aus dem Bulgarischen, von Vladimir Zarev (Deuticke Verlag)

Sehr schön ist, dass Timothy Snyder - Bloodlands
für den Preis der Leipziger Buchmesse zur Europäischen Verständigung nominiert wurde.
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Buch

Novemberlied

30. November 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare

Novembernebel füllen
   Mit feuchtem Grau das Thal,
Als wollten sie verhüllen
   Die Erde, kahl und fahl.

Mit seinem dunklen Saume
   Gespenstisch ragt der Wald,
Daraus, so wie im Traume,
   Von fern die Axt erschallt.

Den Pfad mit kühlem Hauche
   Umwittert ödes Weh',
Verwais't am dorn'gen Strauche
   Bebt Hagebutt' und Schleh'.

Wohin die Schritte streben,
   Versinkt der Fuß im Koth –
Mühselig ist das Leben
   Und traurig wie der Tod.

Ferdinand von Saar (1833-1906)

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Buch

Wenn’s so aussieht, muss was weg.

24. November 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Ziemlich schräge Titel: Wenn’s so aussieht, muss was weg.

Bücher auszusortieren gehört zum Quälendsten des Lebens...
Ziemlich schräge Titel: Wenn’s so aussieht, muss was weg.
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Buch Geschichte Gesellschaft Rußland

Gelesen: Issac Singer - Satan in Goraj

7. September 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Gerade festgestellt, dass Issac Singer - der Autor von Satan in Goraj 1978 auch den Literaturnobelpreis erhielt. Literatur-Nobelpreis: Alle Preisträger Satan in Goraj war sein erstes Buch, das wohl noch in jiddisch - Der sotn in Goray - geschrieben wurde. Es ist für die Lektüre sicherlich nicht schlecht, wenn man Grundkenntnisse im Alten Testament mitbringt. Nach den schrecklichen Pogromen des Богдан Хмельницькийim (Bohdan Chmelnyzkyj) um 1648, denen um die 100000 Juden in Osteuropa zum Opfer fielen, besiedeln die Leute wieder das Dorf Goraj.
Doch alles ist anders, die alte Ordnung bröckelt, der alte Rabbi schafft es nicht die kabballistischen Umtriebe zu bändigen. Mehr und mehr Bewohner erwarten den "Messias" Shabbetaj Zvi. Hier sind dann Bibelkenntnisse gefragt. Am 31. Mai 1665, während eines Aufenthaltes in Gaza, erklärte sich Schabbetajzum Messias. Zeichenhaft ernannte er zwölf Mitglieder der Gemeinde zu Gaza zu Repräsentanten der zwölf Stämme Israels. Dies war der Beginn der messianischen Bewegung, die den Namen Schabbtais tragen und die ganze jüdische Diaspora erschüttern sollte (Sabbatianer). In Goraj treffen mehr und mehr Seher und Verkünder ein. Während der erste bald im Wahnsinn versinkt, hat der Anführer, der Schächter Reb Gedalja, fast heiligen Einfluss. Er übernimmt die Führung der Gemeinde, doch unter seinem Einfluss und angeheizt durch eine sich zur Hysterie steigernden messianischen Erwartung brechen nach und nach die Schranken von Sitte und Gesetz. Reb Gedalja nimmt Rechele, eine junge, von Krankheit und prophetischen Visionen gequälte Frau, zu sich, obwohl sie noch mit dem ersten Verkünder verheiratet ist. Rechele verfällt den Dämonen. Es gelingt zwar, den Dibbuk auszutreiben, der von ihr Besitz ergriffen hat, sie stirbt aber wenige Tage später. Die erhoffte Wiederkunft des Messias findet nicht statt und die Einwohner von Goraj stehen enttäuscht vor den Trümmern ihrer Existenz.
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Buch

Freuds Nase

21. Juli 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
 

Ein interessantes Buch über Drogen und ihren Mißbrauch stellt die Ney York Times vor: Howard Markel on Cocaine in ‘Anatomy of Addiction’
Freud liked the stuff so much that between roughly 1884 and 1896, when he was in his 20s and 30s and in his major cocaine period, he tended on many days to have a red, wet nose. He gave cocaine to family and friends. He employed it to “make bad days good and good days better,” the author writes, and to ease “the pain of being Sigmund.”

His letters to his fiancée were sometimes ripe with sexual feeling, of the kind a line of powder can incite. “I will kiss you quite red and feed you till you are plump,” Freud wrote. “And if you are forward you shall see who is the stronger, a gentle little girl who doesn’t eat enough or a big wild man who has cocaine in his body.”

Freud stopped using cocaine sometime around 1896, when he was 40, before writing the works that made him famous.
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Buch Lesen Rezension

Gelesen: Alice Munro Tricks

16. Juni 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Erst das zweite der wohl bedeutensten kanadischen Schriftstellerin, das ich gelesen habe, aber wieder sehr angetan. Offenbar gibt es einige,die auf den Nobelpreis der Literatur warten - und dessen würdig sind. Alice Munro zählt auf jeden Fall dazu. Sie erzählt in »Tricks« von Frauen, Liebe, Lüge und Verrat –wie es in der ebenso begeisterten Rezension in der ZEIT heißt. Kurzgeschichten sind ja ohnehin mein großes Faible, und die aus dem amerikanischen Raum sind da schon was besonderes. " Ihre Sprache ist kühl, gut gezügelt und leicht lesbar, sie will scheinbar nichts anderes als einfache Geschichten über normale Menschen erzählen. Ihre Kunst entfaltet sich erst über die oft merkwürdige Dramaturgie, die sehr schrägen Ausschnitte, die sie wählt, und die unverhofften Wendungen, die ihre Geschichten fast immer nehmen, " schreibt die ZEIT. Man hat immer das Gefühl bei Munro, gleich passiert das ganz Großé, und es ist doch imer Tragik und Einsamkeit und Fehler, die die wichtigen Rollen spielen. Das kann gute Literartur, dass man erkennt, wie wichtig kleine Dinge sind, und wie schnell man fehler macht. Wenn sich etwa die Tochetr von Juliet ohne Abschied für den Rest ihres Lebens davonstiehlt, anfangs kommen noch Karten,dann nicht mehr, hat das eine Wucht, ...
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Buch

Gelesen: Horst Lange Schwarze Weide

6. Juni 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Bekannt wurde Lange vor allem durch seinen 1937 erschienenen Roman Schwarze Weide, der von Wolfgang Koeppen als „bedeutendste epische Aussage der Hitlerzeit, die mit dieser Zeit selbst nichts zu tun hatte“ bezeichnet wurde, heißt es bei Wikipedia.
Es handelt sich um kein einfaches Buch, aber dass Lange Maler sein wollte, kann man leicht erkennen: Die Schilderungen der Farben sind beindruckend. Daneben schwingt eine Mystik mit, die auch sehr faszinierend ist. Wohl deswegen soll es angeblich Neo Rauchs Lieblingsbuch sein.
Lange schildert das Werden und Vergehen der Menschen in einer reichen, satten aber dem wohl gleichgültig gegenüberstehenden Natur. Den Fluss Schwarze Weide muss es tatsächlich in der Nähe von Breslau geben - Sie entspringt in der Herrschaft Wartenberg, gantz an der Pohlnischen Grentze aus dem Weiderteiche“, heißt es in " Zedler Universal Lexikon von 1747“.
Lange ist heute wohl vergessen, wahrscheinlich war er zu nah an den Nazis, er hat auch für einige NS Zeitschriften geschrieben, aber wohl auch für linke Bläter.
2005 erschien in der Bibliothek der vergessenen Bücher eine Neuausgabe seines Hauptwerkes.  das Buch erschien 1937 erstmals bei Groverts in Hamburg, ich habe die Bücherbund-Ausgabe aus demselben Jahr gelesen. Interessant wohl auch
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Buch Listen Literatur

Gelesen Rainer Moritz´Überlebensbibliothek

25. März 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare

Kein neuer Kanon soll es sein, heißt es gleich auf Seite 10. Aber irgendwie ist es doch einer geworden. Moritz unterteilt allerdings nicht nach Epochen, o.ä., sondern nach Themen.Nach lebensbewegenden Themen
Hier seine Schubladen:

• Mit sich selbst zurechtkommen
• Mit Schwächen und Lastern leben
• Das Leben bestehen, im Kleinen wie im Großen
• Sich an fremde Orte begeben
• Mit anderen Menschen zurechtkommen (oder auch nicht)
• Über Gott und die Welt nachdenken
• Im Durcheinander von Erotik, Sex und Liebe klüger werden
• Mit existenziellen Erfahrungen zurechtkommen
• Zuletzt ein Hinweis auf Nebenwirkungen ...

Und dazu werden die jeweisl "passenden" Bücher kurz besprochen, darunter etwa Hans Christian Andersen, Das hässliche Entlein, Sibylle Berg, Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot aber auch Wilhelm Busch, Die fromme Helene oder Heimito von Doderer, Die erleuchteten Fenster.

Eine komplette Liste gibts bei www.lesekost.de
Klar, dass Fitzgerald, Der große Gatsby oder Flaubert, Madame Bovary dabei sind. Ich freu mich über  Theodor Fontane, Der Stechlin oder Friedrich Glauser, Wachtmeister Stude, aber auch Rene Goscinny, Der kleine Nick oder Helene Hanff; 84, Charing Cross Road, Philip Roth, Sabbaths Theater, Theodor Storm, Immensee,Mark Twain, Tom Sawyers Abenteuer,Karl Valentin, Buchbinder Wanninger oder Richard Yates, Zeiten des Aufruhrs.
Ob diese Sammlung von Büchern für alle Lebenslagen neue Leser erschließt, bezweifle ich. Mir scheint sie eher Anregungen für den versierten Leser zu geben. Neue Buchkunden wollen sich weder  vorher noch nachher lange mit einem Roman auseinandersetzen, sondern sie wollen mal was lesen. Ich habe mich gut wiedergefunden.
Deutschlandradio
Perlentaucher
Warum lese ich? Was erwarte ich von
Literatur?
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Buch Leipzig

Zweitausendeins zieht nach Leipzig

4. März 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Der Zweitausendeins-Verlag verlässt Frankfurt. Zum Sommer dieses Jahres will er seine Zentrale nach Leipzig verlegen, meldet die Frankfurter Neue Presse
Das ist doch mal eine erfreuliche Meldung, auch wenn der Verlag in erheblichen Schwierigkeiten steckt. Der Verlag soll die Räumlichkeiten nutzen, die die nach Berlin ziehende Kinowelt hinterlässt. Alles in allem wohl ein Nullsummenspiel. Und man muss hoffen, dass der Verlag überlebt. Ausschlaggeb end für die Entscheidung waren wohl Michale Kölmel (ehemaliger Besitzer der Kinoiwelt) - Dank dafür, und di8e sogenannten weichen Standortfaktoren der Stadt Leipzig. Buchreport
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Buch

Gelesen:John Haskell Amerikanisches Fegefeuer

27. Januar 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Ganz beeindruckend mit etwas verwirrendem Ende fand ich den Roman von John Haskell. Am Anfang fand ich mich: der Held sucht und vermisst seine Frau, die bei einem Unfall gestorben ist - und er auch. Diese Pointe kam überraschend, erklärt zwar den Schluss, war aber nicht notwendig, das macht es so Mytery mäßig. Der Held reist auf der Suche durch die USA - erinnert damit etwas an Kerouac - und stellt philosophische Betrachtungen an. Die Passagen die an das gemeinsame Leben ujnd die gemeinsame - unmögliche - Zukunft erinnern sind sehr bewegend.
Da der Protagonist auch tod ist, muss er durchs Fegefeuer gehen und alle sieben Todsünden absolvieren. Diese sind als Kapitelüberschriften bisweilen mitten im Text zu finden. Fand ich etwas verwirrend, allzumal mein Latei n atürlich nichtg ausreicht, um die Wörter als Todsünden zu übersetzen.
Müsste eigentlcih desqwegen gleich n nochmal gelesen werden, da die Kapietel ja einzelnen zugeordnet sind. Das Kapitel in dem er als Penner am Strand lebt, ist also die Trägheit...usw. Mehr beim perlentaucher.
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Buch Leipzig Verlage

Der nächste geht

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De Gruyter zieht sich aus Leipzig zurück

Der Berliner Wissenschaftsverlag De Gruyter schließt seinen Leipziger Standort. Wie die „NZZ“ meldet, wurde den zwölf Festangestellten gekündigt.

Hintergrund der Schließung: Die drei großen Editionen, die bislang an der Pleiße betreut wurden, werden verlagert. Beim „Allgemeinen Künstlerlexikon“ soll künftig das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München die Regie führen. Das „Deutsche Literatur-Lexikon“ und „Kürschners Deutschen Literatur-Kalender“ sollen zwar in Eigenregie fortgeführt werden, aber laut „NZZ“ an anderen Standorten. buchreport  Nachrichten Verlage Abbau an der Pleiße
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19.Jahrhundert Buch Rezension

Nanas Aufstieg und Verfall

9. Januar 2011 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Mir fehlt leider noch Band 19, dann ist die wunderbare Gesamtausgabe von Zolas Roman-Zyklus Les Rougon Macquart aus dem Kurt Wolff Verlag komplett. Aber das sind ja einige Bände zum lesen. Der
neunte Band handelt vom Aufstieg einer aus sozial schwachen Verhältnissen kommenden Straßendirne bis in höchste gesellschaftliche Kreise.

Zum ersten Mal erwähnt wird Nana im Roman L’Assomoir - Der Totschläger, in dem es um ihre Eltern und vor allem ihre alkoholkranke Mutter Gervaise Macquart geht.
Die von ihrem Liebhaber Auguste Lantier verlassene Wäscherin Gervaise Macquart schlägt sich durchs Leben. Er nimmt ihr ganzes Geld mit und hinterlässt als einziges Andenken die beiden gemeinsamen Söhne Claude und Etienne.Sie heiratet den anständigen Arbeiter Coupeau und verlebt einige glückliche Jahre. Sie bekommen eine Tochter, die „Nana“ genannt wird. Als Coupeau durch einen von der kleinen Nana miterlebten und teils mitverschuldeten Unfall arbeitsunfähig wird, verfällt er dem Alkohol und stürzt die Familie ins Unglück und den finanziellen Ruin. In dieser Situation taucht erneut Lantier auf und eröffnet eine ménage à trois. Gervaises kleinbürgerliche Moral verfällt zusehends. Nach Coupeaus alkoholbedingtem Tod wird sie zur Prostituierten. Nach einiger Zeit verhungert sie eines kalten Winters in einem Loch im Treppenhaus einer Mietskaserne.
Im Roman Nana erlebt sie den großen Durchbruch durch ihre nackt interpretierte Rolle im Theaterstück La Blonde Vénus im Théâtre des Variétés. Männer aus allen Schichten werfen sich ihr ab diesem Zeitpunkt zu Füßen. Durch geschickte Manipulation ihrer Verehrer steigt sie die gesellschaftliche Leiter hinauf. Im Verlaufe des Romans verdreht Nana den Männern reihenweise den Kopf, ruiniert sie finanziell und moralisch und korrumpiert so die Gesellschaft des Second Empire. Sie geht dabei ohne Skrupel vor, prostituiert sich und führt durch ihre wechselnden Liebhaber ein aufwendig-luxuriöses Leben.

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Buch

Sind Sie der ideale Leser, Signor Eco?

20. Dezember 2010 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Im Gespräch: Umberto Eco: Sind Sie der ideale Leser, Signor Eco? - Autoren - Feuilleton - FAZ.NET
Wenn Sie alte Bücher sammeln, interessiert sich kein Mensch dafür, weil kaum jemand versteht, warum der bescheidene kleine Band hier viel wertvoller und aufregender ist als der reich illustrierte nebenan. Immerhin schützt einen das vor Dieben. Aber Sie können Ihre Freuden nicht teilen, nicht mal mit einem anderen Sammler. Denn entweder sammelt er etwas anderes und interessiert sich nicht für Ihre Trouvaille. Oder aber er sammelt auf demselben Gebiet - und dann ist er eifersüchtig!


Interessantes Gespräch mit Umberto Eco, insbesondere sein Ordnungssystem. Aber 50000 Bücher verlangen wahrscheinlich etwas in der Art. Der "normale" Leser fährt wahrscheinlich mit dem bewährten System Sachgebiete und alphabetisch besser.
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Buch Lesen

Gelesen: Richard Yates - Ruhestörung

3. November 2010 Gepostet von Unknown 0 Kommentare

In den 60ern nach seinem Debüt Revolutionary Road (auf Deutsch Zeiten des Aufruhrs) ein gefeierter Schriftsteller wurde es ab den 70ern still um Richard Yates, den Autor von sieben Romanen und etwa 20 Kurzgeschichten. Erst kürzlich wurde er wiederentdeckt und die Deutsche Verlagsanstalt bringt alle seine Bücher neu oder erstmalig heraus. Die deutsche Erstausgabe von Revolutionary Road  erschien übrigens 1975 unter dem Titel Das Jahr der leeren Träume im Verlag Volk und Welt in Berlin.

35 Jahre nach seinem Erscheinen erscheint nun also auch sein dritter Roman – Ruhestörung. Das Leben des John Wilder, das Yates ausbreitet, könnte fast autobiographische Züge tragen, denn dem Alkohol war Yates Zeit seines Lebens zugeneigt.

Yates beschreibt mit Wilder, wie auch in seinen anderen Werken, den modernen Menschen in einer Welt der verrannten Hoffnungen und Abstürze. Wilder trinkt. Er trinkt zu viel, so viel, dass er sein Leben zerstört. Er ist eines der Menschlein, die mit dem Gefühl in ihrem Leben festzustecken, für Höheres geschaffen und lediglich irrtümlich im Haus mit Vorgarten gelandet zu sein. Und zum Ausgleich will er immer mehr: Mehr drinks, mehr Spaß.

Bis er sich nach einem Nervenzusammenbruch in der Psychiatrie wiederfindet. Das Psychiatriekapitel in Ruhestörung könnte von Franz Kafka abgesegnet sein. Es hat mich auch zum Erwerb des Buches bewogen, ist es doch auf der Webseite perlentaucher.de vollständig lesbar. Man kann das Krankenhaus Bellevue als Gulag betrachten, als Konzentrationslager oder als Guantánamo. Überaus beklemmend werden die Erlebnisse Wilders in dieser Hölle geschildert – der er dann zwar entkommen kann, die aber sein ganzes weiteres Leben nachhaltig prägen wird.

Irrtümlicherweise wird dieses Ohnmachtsgefühl  zuweilen nur mit midlife-crisis beschrieben– auch die Verfilmung des Romans Revolutionary Road mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet sollte das wohl andeuten -, aber die Gefühle der Helden in Yates Romanen sind nicht nur damit beschrieben. Wenn es heißt, amerikanische Künstler seien zuallererst Soziologen, trifft das auf Yates zu. Denn Wilder hatte einen Job, eine Frau, ein Kind und fragt sich doch, was er will.

Richard Sennetts Fallgeschichten in „Der flexible Mensch“ erzählen aus einer Soziologenperspektive von den Menschen, die seit den 1990er-Jahren ziellos durch die Gesellschaft driften, ihrer Ziellosigkeit aber keine große Bedeutung beimessen, keinen Grund darin sehen, deshalb besonders schwermütig zu sein. „Wie“, fragt Sennett, „kann ein Mensch in einer Gesellschaft, die aus Episoden und Fragmenten besteht, seine Identität und Lebensgeschichte zu einer Erzählung bündeln?“

Yates war hier Vorreiter, denn diese Frage stellte er stets in seinen Werken. Nicht umsonst war er wohl deshalb lange Zeit ein sogenannter writers writer: Schriftsteller wie Raymond Carver, Richard Ford, Kurt Vonnegut, Joyce Carol Oates verehrten den Verkannten als Genie und literarische Vaterfigur.Jetzt kann ihn wieder jeder lesen. Absolut lohnenswert.

Richard Yates: Ruhestörung
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2010
316 Seiten, gebunden, Euro 19,95

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