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16. Dezember 2014 Gepostet von Unknown 0 Kommentare




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Gesellschaft Globalisierung Leipzig Wissenschaft

Mario Candeias in Leipzig

23. Mai 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Bisschen spät mitgekriegt, Mario Candeias, hier in einem Interview mit der SO!, hält heute in Leipzig einen Vortrag: AUF DER SUCHE NACH DEM “PREKARIAT”.

In welchen Zusammenhängen emergierte der Begriff? Welche Sinnaufladung hat er erhalten? Und wo taucht er in gesellschaftlichen Bereichen und im politischen Spektrum mit welcher Bedeutung auf? Zentraler Bestandteil ökonomischer Erneuerung seit den 1970er Jahren ist die Polarisierung und Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen. Die damit verbundenen Probleme werden aber als die, einer kleinen, vielleicht wachsenden Unterschicht diskutiert, die zugleich als passiv, apathisch und resigniert geschildert wird.

Die aufgeregte Debatte wirkt so zugleich als Entdramatisierung der sich zuspitzenden sozialen Frage. Tatsächlich erleben wir jedoch die Verbreitung einer allgemeinen gesellschaftlichen Kultur der Unsicherheit. Das >Prekariat< wird damit zur universellen gesellschaftlichen Figur der neuen Produktions- und Lebensweise. Zugleich entwickelt es als Klassenfraktion im Werden widerständige Praxen, vielfältig verwoben mit heterogenen Positionierung entlang geschlechtlicher, nationaler oder ethnischer Zuschreibungen.

Wo? In der Moritzbastei Leipzig

Mi 23.Mai 2007 18:00 Ratstonne
Eintritt frei
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Buch Wissenschaft

Bibliophile sind krank

1. Dezember 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Heute sind Bücher vor allem ein psychotherapeutisches Instrument, wenn man so will eine Art gedruckte Selbstbehandlungs-Hilfe. Das war zwar schon früher nicht anders, doch damals glaubte man sogar körperliche Krankheiten damit lindern zu können. Wenn man den Umweg über die Selbstheilungs-Kräfte im Auge gehabt haben sollte, dann war auch dies nicht falsch. Manchmal aber kann man natürlich ein Schmunzeln nicht unterdrücken.

Montesquieu beispielsweise empfahl in seinen Persischen Briefen Romane, Lebenserinnerungen und Lobreden als Abführ- und Brechmittel, philosophi-sche und theologische Schriften gegen Krätze, Grind, Liebeskrankheit und Schlaflosigkeit.

Wieland hielt seinen Roman Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva für ein Heilmittel gegen Hypochondrie, Milz-Krankheiten, Hysterie und Gicht.

Nach Jean Pauls Dr. Katzenberger's Badenreise (1809) können Lustspiele Lungengeschwüre, die englische Krankheit (Syphilis), Ekel oder Rheumatis-mus überwinden helfen. Vorsicht ist geboten vor Trauerspielen, hier drohen eher Leberverstopfung, Gelbsucht, Lungenerkrankungen und Darmkrämpfe...

In Samuel Warrens Erzählung Cancer (1830) liest die Patientin Liebesbriefe ihres Mannes, um die furchtbaren Amputationsschmerzen zu betäuben.

Und nicht nur das Lesen, auch das Schreiben wurde schon früh empfohlen, und zwar von Großen ihrer Zunft: Rilke, Goethe, Balzac und Proust verstanden ihr Schreiben als Selbstbehandlung, was sich unschwer in zahlreichen Selbsterfahrungshinweisen ausmachen lässt (klassisches Beispiel: Die Leiden des jungen Werther (1774) von J. W. v. Goethe). Nach Kafka, dem solche Gefühle erfahrungsgemäß nicht fremd waren, soll das Buch eine "Axt" sein für das "gefrorene Meer in uns". Und Joseph Conrad postuliert in seinem Der Nigger von der "Narzissus" sogar ein Gefühl der Zusammengehörigkeit aller Menschen, und zwar nicht nur der Lebenden untereinander, sondern auch der Lebenden mit den Verstorbenen und der Lebenden mit den noch Ungeborenen.

Großartige Einführung in das Thema hier. Sind Bibliophile krank?
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Lesen Wissenschaft

Wie sollte man lesen?

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Wie sollte man lesen? Welche ist die beste Methode, komplizierte oder auch faktenreiche Bücher zu lesen und zu verstehen?

Exzerpieren. Doch das will gelernt sein. Zwar kann man während dem Exzerpieren, die Inhalte eingehender reflektieren. Aber man neigt dazu, sich in Einzelheiten und Details zu verstricken.

Erschreckend immer wieder, wie schnell man Gelesenes vergisst.
Ansonsten entspricht der geistige Verlust von Gelesenem der Lesepraxis: Wenn versucht wird, ein Buch in Rekordzeit durchzulesen, führt das sicherlich zu nichts. Es kann auch schon viel bewirken, nach einigen Abständen (deren Dauer man selber definieren muss) eine kurze Pause einzulegen, zuvor markierte wichtige Stellen anzuschauen und vor dem geistigen Auge den Inhalt passieren zu lassen. Dies dann ein paar mal wiederholen. Erinnert zwar ein wenig an einfaches "auswendig lernen", hilft aber durchaus.
Zudem ist der Verlust von einzelnen geistigen Daten fast nicht aufzuhalten und häufig ist es möglich, die Grundaussage eines Textes zu behalten, wobei die näheren Beschreibungen/Beweise/Fakten/... vergessen werden, man vergisst also nicht sämtlichen Inhalt wieder.
Ich selber gehe wie folgt vor: Lesen u. gleichzeitiges markieren, manchmal nach einem Kapitel/Sinnabschnitt/... das Markierte anschauen und zum Schluss dann exzerpieren. Natürlich ist es möglich, "während" dem Lesen, also innerhalb eines Abschnittes, schon was raus zuschreiben, allerdings hab ich festgestellt, dass dann häufig zuviel raus geschrieben wird. Nach der Lektüre von einem Abschnitt kann oft, aufgrund des besseren Überblick, gut bewertet werden, was wirklich wichtig war und was nicht.
irgendwo im Netz gefunden und unter Entwurf abgelegt wollte ich das noch mal bearbeiten. Naja.
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