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Notizen aus Leipzig

Bibliothek Lesen

Gelesen im November

30. November 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Der Philosoph und die Frauen Friedrich Wilhelm Korff
Philosophie "braucht ja nicht eine männliche Beschäftigung zu bleiben" meinte laut Wikipedia Hannah Arendt 1964 in einem Interview mit Günter Gaus. Das Buc stellt das nicht immer einfache Zusammenleben von Philosophen und ihren mitunter ebenso begabten Frauen vor. Den Veriss "Phantasiestücke über Philosophen, Frauen und die Liebe" kann ich so nicht teilen, dafür fehlen mir die Detailkenntnisse der "aus dem Kontext gerissenen Zitate". Es war nicht das Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt, aber lesbar.

Bahn im Umbruch von Erich Preuß. Schon 1994 gab es Privatisierungsbestrebungen. Und die sind nicht weniger fordernd geworden. Preuß ist dagegen. Und belegt es an einigen nachvollziehbaren Beispielen.

Und die Eselin sah den Engel von Nick Cave. War okay. Als Kultbuch würde ich es nicht bezeichnen.

Der Philosoph im Striptease Lokal von Umberto Eco. Ganz groß. Herrlich ist zum Beispiel die Begründung, warum kleine Jungs mit Spielzeugpistolen spielen sollen. Oder der Exkursionsbericht einiger Aborigines in Norditalien.
Wie man als Literaturwissenschaftler ein Gedicht zerlegt, ist auch köstlich.
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Lernen Web2.0 Wissen

Podcast Namensforschung

Gepostet von Unknown 0 Kommentare


Wissensnetzwerk Lalisio startet hochkarätige Online-Vortragsreihe
Lalisio-Webcast zum Thema Namenforschung. Als Auftaktveranstaltung präsentiert Lalisio am 19. Dezember seinen Nutzern einen Exklusiv-Vortrag zum Thema Namenforschung von Prof. Dr. Jürgen Udolph. In drei Teilen ist der 30minütige Webcast an diesem Tag in der Zeit von 10 bis 20 Uhr abrufbar. Unterhaltsam und kurzweilig wird der Vortrag mit beispielhaften Analysen kurioser und - passend zur Jahreszeit - weihnachtlicher Namen aufbereitet. Im ersten Vortrags-Teil gibt Professor Udolph zunächst einen Überblick zum Thema Namenforschung und geht im zweiten Teil auf die Bedeutung von Orts- und Gewässernamen ein. Im dritten Teil widmet er sich den Familiennamen und gibt Tipps, wie jeder selbst im kleinen Rahmen Namenforschung betreiben kann.
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23. November 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Raymond Waites Library Wallpaper: Wozu noch groß Bücher kaufen, lesen und ins Regal stellen, um damit so eine gemütliche Raumatmosphäre zu erzeugen?

Manche sollen sich ja Bücher nicht zum Lesen, sondern nur zum Hinstellen kaufen. Dann ist das auf jeden Fall eine schnell Sache...

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Wir fahr'n ohne England zur EM

22. November 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Am Tag nach dem 2:3 gegen Kroatien überschüttete die englische Presse die "Three Lions" und Nationalcoach Steve McClaren mit Hohn und Spott. Die Pressestimmen aus England, hat der kicker schön zusammengefasst hat: "Lachnummer des Fußballs". "England hat der Welt beigebracht, wie man Fußball spielt. Nun ist England die Lachnummer des europäischen Fußballs", schrieb das Boulevardblatt The Sun, das die Stimmung der traditionsreichen Fußballnation auf einem ganzseitigen Foto mit einem Ball ohne Luft im Rinnstein liegend zum Ausdruck brachte.
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Unsere Rennbahn

12. November 2007 Gepostet von Unknown 2 Kommentare
hats nicht leicht. Gerade mal acht Renntage fanden mit der gestrigen Veranstaltung 2007 im Scheibenholz statt. Und um „mit einer schwarzen Null die Saison zu beenden“ (O-Ton Rennvereinspräsident Jürgen Funke) hätten gut 1500 Besucher kommen und ein Umsatz von 100 000 Euro erzielt werden müssen. Bei nicht mal 1000 Fans und rund 80 000 Euro Umsatz blieb der am finanziellen Limit arbeitende Verein weit unter der selbst gestellten Zielstellung. Leipzigs treues Turf-Publikum ließ dabei die Veranstalter im wahrsten Sinn des Wortes im Regen stehen. So fragt sich Präsident Funke, wo denn all die Fans, die beispielsweise am 1. Mai immer zu Tausenden kommen, geblieben sind. Solidarität sehe anders aus. - schreibt lizzy-online. Naja, mal bei aller Liebe. Das Wetter war eben echt schei´´. Und die dauernden Ausgleich III. Wie schön war es doch da am Jubiläumsrenntag, Schöne hochbesetzte Rennen....
Aber es komt schlimmer.
"Funke: „Trotz vieler Bemühungen ist es vor allem auf Grund geringer gewordener Besucherzahlen nicht gelungen, alle Renntage wirtschaftlich erfolgreich abzusichern. Das zwingt uns für 2008 zur unpopulären Konsequenz, zunächst nur vier Rennveranstaltungen zu planen.“
Der Start in die neue Saison erfolgt wie zuletzt üblich am 1. Mai. Die weiteren sehr übersichtlichen Renntermine sind der 25. Mai, der 25. Juni und der 11. Oktober. Dann soll auch das kleine Jubiläum „145 Jahre Galopprennen in Leipzig“ begangen werden.
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Kino Leipzig

Leipziger Dokfilmfest. Wo war Milbradt?

5. November 2007 Gepostet von Unknown 1 Kommentare
Schön wars wieder. Die 50. Dok-Film Tage in Leipzig sind vorbei. Vier sehr berührende Filme gesehen. Die Kinos waren immer voll. Heute entnehme ich der Zeitung, dass es mit 31000 mehr Besucher als sonst gab. Das ist schön.
Trotzdem wieder typisch: Die Gelder werden weitergekürzt. Der Verlag Zweitausendeins ist - zumindestens der Größe auf den Plakaten etc zu beurteilen -der Hauptsponsor des Festivals. Das ist traurig. Die Stadt tut was sie kann, denke ich. Aber die ganzen großen Betriebe vor den Toren - Porsche, BMW DHL, etc halten sich sehr bedeckt. Ich habe sie nicht entdecken können. Dass das Land Sachsen wenig beisteuert ist klar, das Festival findet ja nicht in Dresden statt. Deswegen ist es auch wenig überraschend, dass Ministerpräsident Milbradt nicht persönlich zum 50. Geburtstag des ältesten und größten deutschen Dokumentarfilmfestes gekommen war.
Matthias Platzeck in Brandenburg kommt dagegen angeblich dagegen kommt jedes Jahr, nicht nur zur Eröffnung und zum Abschluß, sondern immer auch gerne zwischendurch noch zum Cottbuser Festival des osteuropäischen Films. Aber das habe ich bloss gehört. Keine Ahnung. Aber zum 50. Jubiläum bleibt es eine Frechheit von Milbradt.

In Erinnerung bleiben besonders der nur acht Minuten lange Film "Jean Paul" des italienischen Filmemachers Francesco Uboldi. In dem Fim stirbt ein Mann, der von seiner Familie und aus seinem Dorf in Kamerun verstoßen wurde. Uboldi erfährt bei einer Reise? zufällig von der Geschichte, und wird zu dem an einen Baum geketteten Mann gebracht. Er filmt. Der Mann liegt seit 18 Tagen angekettet, ohne Essen. Die Dorfbewohner und Angehörigen schauen immer mal vorbei, aber nur um nachzusehen, ob ernochj lebt. Ganz klar die aufgeregten Fragen, konnte denn nicht geholfen werden. Er versicherte glaubhaft, dass er dazu keine Möglichkeit gehabt hätte. Die Geschichte hat viel mit Aberglauben zu tun, der örtliche Polizeichef, der ein Onkel Jean Pauls ist, hat das Anketten persönlich angeordnet. Also keine Chance. Vier Stunden nach den Aufnahmen stirbt Jean Paul. Zwck des Filmns sei gewesen, dem offensichtlich geistig behinderten Sterbenden ein Andenken zu geben. Er erzählte auch, dass er auf besonders schockierende Einstellungen, etwa wie die Insekten an den wunden Gelenken des Sterbenden fressen, verzichtet hätte. Der Film wurde von vielen anderen festivals abgelehnt.

Auch der zweite Film des Nachmittags, die 100 Minuten lange Dokumentation "Rain in my heart" des Briten Paul Watson, war beeindruckend. Es sterben zwei Menschen, Patienten einer Alkoholentzugsstation. Die Szenen sind heftig. Das englische Gesundheitssystem NHS kenne ich ja auch noch, und wirkte wieder nicht gerade vertrauenerweckend. Obwohl der Chefarzt kompetent und nicht unsymphatisch wirkte. Heftig die szene, in der die 26jährige Tony, die auf Bildern mal ein sehr attraktives Mädchen war, an einem Magendurchbruch stirbt. Ein Wrack am Ende. Auch heftig die Rückfälle.
Wir haben danach lange diskutiert, N. erwog sofortiges Einstellen jeglichen Alkoholgenusses.

Noch bisschen Statistik: Die wichtigsten Preisträger im Überblick:
-Die GOLDENE TAUBE (dotiert mit 10.000 Euro) für den besten langen Dokumentarfilm geht an "Nu te supara, dar ... " ("Don’t Get Me Wrong") von Adina Pintilie (Rumänien).
-Die SILBERNE TAUBE für lange Dokumentarfilme (dotiert mit 3.000 Euro) geht an den Film "Kinder. Wie die Zeit vergeht." von Thomas Heise (Deutschland)
-Die GOLDENE TAUBE für den besten kurzen Dokumentarfilm (dotiert mit 5.000 Euro) geht an den Film "Merely a Smell" von Maher Abi Samra (Libanon)
-Der ZWEITAUSENDEINS FILMPREIS für den besten Deutschen Dokumentarfilm in Verbindung mit 10.000 Euro geht an den Film "Nach der Musik" von Igor Heitzmann (Deutschland)
-Die TALENT-TAUBE der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig in Verbindung mit 10.000 Euro als Anschubfinanzierung für das nächste Dokumentarfilmprojekt wurde bereits am Freitag Abend verliehen und geht an den Film "Someone Like You" von Nanna Frank Møller (Dänemark)
-Die GOLDENE TAUBE in Verbindung mit 5.000 Euro für den besten Animationsfilm geht an den Film "Life Line" von Tomek Ducki (Ungarn)
-Die SILBERNE TAUBE für internationalen Animationsfilm in Verbindung mit 2.000 Euro geht an den Film "Franz Kafka’s A Country Doctor" von Koji Yamamura (Japan)
-Erstmals wird der DISCOVERY CHANNEL AUDIENCE AWARD (dotiert mit 5.000 Euro) vergeben. Durch Auszählung von Publikumsstimmen wurde die Vergabe des Preises an "Sportsfreund Lötzsch" von Sandra Prechtel und Sascha Hilpert (Deutschland) ermittelt.
-Der MDR (Mitteldeutscher Rundfunk) vergibt für einen herausragenden osteuropäischen Dokumentarfilm den MDR-FILM-PREIS in Verbindung mit 3.000 Euro an den Film "The Mother" (La Mére) von Antoine Cattin und Pawel Kostomarow (Schweiz, Frankreich, Russische Förderation)
-Die DEFA-Stiftung vergibt den DEFA-FÖRDERPREIS als Stipendium in Höhe von 4.000 Euro an den Film "Heinz und Fred" von Mario Schneider (Deutschland).
-Die Jury der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft VER.DI vergibt ihren Preis in Verbindung mit 1.500 Euro an den Film "Rain in My Heart" von Paul Watson (Vereinigtes Königreich)
-Der Preis der ÖKUMENISCHEN JURY geht an den Film "Stone Silence" von Krzysztof Kopczynski (Polen)
-Die FIPRESCI-JURY (Fédération Internationale de la Presse Cinématographique) vergibt ihren Preis an den Film "Behave" ("Juizo") von Maria Augusta Ramos (Brasilien)
-Die JUGENDJURY der Filmschule Leipzig e. V. vergibt ihren Preis an den Film "Draußen bleiben" von Alexander Riedel (Deutschland)
-Der MEPHISTO 97,6-Publikumspreis geht an "Lavatory – Lovestory" von Konstantin Bronzit (Russische Förderation)
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Gelesen im Oktober

1. November 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Wege ins Paradies. Thesen zur Krise, Automation und Zukunft der Arbeit von André Gorz, Rotbuch Verlag, 1983

Literatur: Poemik und Kritik von Paul Rilla, Henschel, 1950, 1. Aufl.
Der marxistische Literaturkritiker Paul Rilla setzt sich mit der Literatur der Nachkriegsjahre auseinander und rezensiert verschiedene Theateraufführungen in Berlin. Rilla schreibt unter anderem über Carl Zuckmayers"Des Teufels General", Thomas Manns "Doktor Faustus", die Erzählerin Anna Seghers, den Weg Johannes R. Bechers. Aus dem Inhalt : Zuckmayer und die Uniform. Der Mythos des 20. Juli, Existentialismus auf der Bühne. Berliner Ensemble Shakespeare Übersetzung, Puschkin Übersetzung, Heine heute. Thomas Mann und sein Zeitalter, und vieles mehr. Man merkt, wie Rilla in der Zeit verhaftet ist, allerdings hat er einen großartigen, spitzen und wirklich polemischen Stil. Gut lesbar sind die Bemerkungen zu Zuckmayer, Heine, Fontane, etc. Die Theaterrezensionen wind einfach schon ca. 60 Jahre alt.


Klar bin ich eine Ostfrau! Frauen erzählen aus dem richtigen Leben von Martina Rellin.
Wie sind sie? Was treibt sie an? Was unterscheidet sie von den West-Frauen?


Anleitung zum Müßiggang von Tom Hodgkinson
Ganz groß. Antworten gibst auf die wirklich wichtigen Fragen, etwa wie funktioniert man die Bürotoilette zu einem geeigneten Platz für den Mittagsschlaf um? Und muss man sich schuldig fühlen, wenn man sich mittags ein Bad gönnt statt zu arbeiten?
»Hodgkinson gibt der puritanischen Ethik und der industriellen Revolution die Schuld an der Bevormundung durch moderne Fabriken, Büros und Geschäfte und rät zu einer neuen Revolution, um Individualität zurückzuerlangen ... Jede Seite strotzt nur so vor freigebiger Weisheit.« schreibt der Spectator. Dem läßt sich beipflichten. Allerdings ist die Übung, dann tatsächlich nichts zu tun, nicht so einfach....


Blogs, Blogs von Don Alphonos
Naja, es ist zumindestens ein schönes Buch mit interessanter Aufmachung. Die Qualität der vorgestelten Blogs ist sehr unterschiedlich.


Fünfundzwanzig Jahre Deutsche Bücherei Leipzig. Festvortrag zur Feier des 25 jährigen Bestehens 15.Mai 1938, von Heinrich Uhlendahl, Deutsche Bücherei, Leipzig 1938
Uhlendahl war Generaldirektor der Deutschen Bücherei. Sondergabe der Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei.

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Wege ins Paradies

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Im Deutschlandfunk sprach Claus Leggewie, Leiter des Kulturwissentschaftlichen Instituts in Essen über den Sozialphilosophen André Gorz, der sich im Alter von 84 Jahren gemeinsam mit seiner unheilbar kranken Ehefrau Dorine das Leben genommen hatte. Gorz habe in seiner Kritik der Arbeitsgesellschaften und in der Formulierung einer politischen Ökologie Fragen, aber auch Antworten formuliert, die heute präsenter und auch dringender sind, als je zuvor, so Leggewie. Ich nahm mir daraufhin noch mal die rotbuch -Ausgabe von Gorz` Wege ins Paradies zur Hand. Zustimmen kann ich, dass
"André Gorz, der Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre den Sozialismus, den autoritären Staatssozialismus kritisiert hat und der dann Anfang der 70er Jahre die ökologische Frage für die Linke entdeckt hat, dass er in einem Maße Recht behalten hat, das geradezu Aufsehen erregend ist."
Und damit auch der These folgen, dass er "ein wirklich unterschätzter Autor. ..ein Vertreter der neuen Linken" ist. Denn das Buch liest sich heute wie die meisten sozialwissenschaftlichen Klassiker der 70er Jahre. Das heißt nicht gerade unanstrengend. Aber die Gedanken, beginnend mit Grundeinkommen, die ökologische Frage - gerade auch am Beispiel der nachkolonioalen Welt und der europäischen Überproduktion sowie der ökologischen Verquickung beider - aber auch Arbeitszeitverkürzung bleiben aktuell. Warum Gorz meines Wissens in der DDR nicht erschienen ist, ist auch klar; hat er doch tatsächlich den Staatsozialismus heftig kritisiert. (- und da musste ich an meine Lehrerin Keekok Lee denken -)
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