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Notizen aus Leipzig

Offene Kirchen in Mitteldeutschland

29. August 2005 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Coole Seite. Wenn man mal am Wochenende ein Ziel für eine kleine Radtour sucht. Leider ist nur der Norden Leipzigs vertreten, da Bistumsgrenze.Karte der Offenen Kirchen in Mitteldeutschland
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Leipzig - a photoset on Flickr

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Leipzig - a photoset on Flickr von davidcharding. Schöne Bilder, der Bahnhof wirkt etwas sehr ausgestorben, als täglicher GAst empfinde ich das gar nicht so, wer weiß.
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Gelesen: Benjamin Lebert Der Vogel ein Rabe

23. August 2005 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Das zweite ist das schwerste, heißt es ja, wenn ein junger hoffnungsvoller Autor nach einem Riesenhit ein neues Werk herausbringt. Ich denke, Leberts zweiter ist ihm gelungen. Es geht wieder um junge Menschen, die sich auf einer gemeinsamen Bahnfahrt einige Dinge erzählen. das Ende war vorhersehbar, recht spannend geschrieben bearbeitet es Themen, die wohl jeden interessieren. Auch wenn man kein Teenager mehr ist.
Nachtrag am 30.8. Benjamin Lebert unterstützt Gerd. Das ist interessant.
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Über Bücher

9. August 2005 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Biblioman.de - News: "Die Perser nannten ein gutes Buch Diwan oder die Versammlung der Weisen. (Georg Christoph Lichtenberg)"
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Gelesen Ted Honderich Nach dem Terror

2. August 2005 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Das umstrittene Nach dem Terror von Ted Honderich erschien in Großbritannien als After the Terror komplikationslos. Als er bei Suhrkamp im August 2003 auf deutsch erschien, gab es eine heftige Kontroverse ( Honderich: Nach dem Terror). Der Frankfurter Professor Micha Brumlik warf dem Werk Antisemitismus vor. Empfohlen hatte es Jürgen Haberm,as, der aufgrund der Angriffe auch beim erneuten Lesen keinen Antisemitismus entdecken konnte. Trotzdem gab Suhrkamp die Rechte am Buch zurück. Es erschien neu übersetzt im Dezember 2003 bei Melzer.
Ich habe nichts antisemitisches entdecken können. Honderich beginnt mit einer ethischen Beurteilung eines guten Lebens. Das macht er anhand einer Tabelle über Lebenserwartung, Wohlstandsverteilung, etc. verschiedenster Läner fest. Ein gutes Leben wird demnach von sieben Faktoren bestimmt: z.B. langer Lebenszeit, Zugang zu Bildung und Kultur und Religion, usw.
Und wir, die wir ein gutes Leben führen, werden der Unterlassung gezeiht, schlechte Leben zuzulassen. Das ist richtig. Die überraschende These von Honderich besteht darin, daß Terror ein legitimes Mittel sein kann, um ein besseres Leben zu forden. Nur konsequent argumentiert Honderich dann, dass natürlich auch den Palästinensern ein Recht auf Unversehrtheit zusteht, und ihr Terror gerechtfertigt sein könnte. Ist das dann Antisemitismus? Ich denke nein.

Bei seiner Lesung in der Leipziger Uni im letzten Jahr, haben dass viele auch nicht - oder berwusst falsch - verstanden. Kein schönes Bild, was da einige Vertreter der Antideutschen abgaben. Ich denke, dass es ein lesenswertes Buch ist. Die faktische Intimität, mit der man als Leser an die Hand genommen und durch seine Argumentation geführt wird, war mir manchmal zu nah, gut so ist eben englische akademische Literatur. Aber die Aufregung war es definitiv nicht wert!
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Gelesen: Slavenka Draculic Als gäbe es mich nicht

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Preisträgerin der Leipziger Buchmesse 2005 hat mit Als gäbe es mich nicht ein Meisterwerk vorgelegt. Ich habe es in Kroatien gelesen, die Nähe zum Geschehen läßt das Buch vielleicht noch viel stärker wirken.
Es geht um die serbisch-bosnisch-kroatischen Kriege in den frühen 90er Jahren. Eine junge Frau bringt 1993 in Stockholm ein Kiund zur Welt. Das Kind hat keinen Namen und statt eines Vaters sehr viele: die gesichtslose Masse der Soldaten, die die junge Frau in einem serbischen Konzentrationslager immer und immer wieder vergewaltigt haben. Die Geschichte schwenkt zurük, und die junge Frau, S., beschreibt ihr Martyrium.
Mit großer Distanz und gleichzeitig mittendrin wird das Leid der Frauen beschrieben. S. gelingt es nur zu überleben, weil sie ihr Leid reflektieren kann. Sie fängt an, sich im Lager zu schminken, wird von anderen Frauen als Hure bezeichnet. Damirt rettet sie aber ihr selbst. Vergewaltigt wird jemand anderes, nicht sie. Diese Kraft der Reflexion scheint es am Ende sogar zuzulassen, dass sie das Kind annimmt, und nicht wie geplant zur Adoption freigibt. Ein großes Buch!
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