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Notizen aus Leipzig

Gelesen: Ulrich Beck Was zur Wahl steht

5. Juli 2005 Gepostet von Unknown 2 Kommentare
Was zur Wahl steht, die schnell geschriebene Abrechnung von Ulrich Beck mit den letzten sieben Jahre ist ein Plädoyer für Europa. Das ist vielleicht recht erstaunlich, aber gerade nach dem abgelehnten Verfassungsreferenden in Frankreich und Holland sehr wichtig. Aber natürlich geht es um Deutschland, sieben Jahre Rot-Grün haben Grenzen aufgezeigt. Was kann die Politik noch bewirken, fragt Beck. Und stellt fest: sehr viel, aber nicht mehr im nationalstaatlichen Rahmen. Nur Europa kann die Lösung sein. Beck übt scharfe Kritik an der Politik der letzten Jahre, stellt aber auch fest: Merkel kanns nicht. Auf schmalen 130 Seiten analysiert Beck die moderne kapitalistische Gesellschaft. Nationale Politik kann in einer globalisierten Welt nur reparieren, aber nichts Maßgebliches ändern. Genau das ist also von einer neuen Regierung zu erwarten, ein stärkerer Bezug zu Europa! Das fordert er aber auch von allen anderen gesellschaftlichen Akteueren, auch Gewerkschaften müssen mindesten europäisch denken. Wie wenig das der Fall ist, hat man zuletzt an Opel gesehen. Aber nur so kann das Soziale nicht von der Wirtschaft verdrängt werden.
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generalpanel.org; Veranstaltungen

4. Juli 2005 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
"replay: Resist! Kurzfilmwettbewerb am 1. Juli 2005 - 22.00 Uhr, open air am General Panel Display: meine Garage, Augustusplatz
Preisverleihung und Open-Air-Kino im Anschluss an Hanns Eisler Werkschau II: »Chorwerke und Massenlieder«
Wie sieht Leipziger Protestkultur in der Tradition der Spaßguerilla aus? Wie werden städtische Brachflächen mit widerständigen Nutzungen neu besetzt? Was heißt Emanzipation? Wann wird eine Bewegung zur Protestbewegung? Welche Rolle spielt das Private bei der Formulierung von Kritik? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die Beiträge zum Kurzfilmwettbewerb »replay: Resist! Protest- und Emanzipationsbewegungen in Leipzig und anderswo«, den General Panel im Dezember 2004 ausgeschrieben hat. Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Phasen: Aus allen bis Ende Januar eingereichten Filmkonzepten wurden zehn Projekte für die Realisierung ausgewählt. Aus diesen zehn Kurzfilmen wird die Jury die Gewinner des Wettbewerbs ermitteln. Im Rahmen einer öffentlichen Vorstellung werden die besten Filme auf dem Augustusplatz gekürt. Es stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 3000 Euro zur Verfügung.
Die Jury: Ralf Urban Bühler (Professor für Videokunst, HGB Leipzig), Juliane Fuchs (Leiterin backup_festival Weimar), Heinz Hermanns (Leiter Berliner Kurzfilmfestival), Susanne Schulz (freie Filmemacherin, Gewinnerin shocking local short night shuffle Leipzig 2003), Dieter Rink (Soziologe, Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle), Matthias Schmidt (Autor und Regisseur, Grimme-Preis-Träger 2004).
Habe leider nur einen Teil mitverfolgen können, konkret den Beitrag "Kurze Karrieren als Demonstrantinnen und Demonstranten" von Janina Wegscheider und Martin Lasinger aus Linz an der Donau.

General Panel präsentiert die Ergebnisse des Kurzfilmwettbewerbs "replay: Resist!" zum Thema "Protest- und Emanzipationsbewegungen in Leipzig und anderswo":
Die Filme: "Unterschiedliche Stadien der Bewegung" von Izy Kusche
"Kurze Karrieren als Demonstrantinnen und Demonstranten" von Janina
Wegscheider und Martin Lasinger aus Linz an der Donau
"spatium grün" von Peter Frey und Angela Köntje
"Boskopismus" von Witja Frank
"Danke.Ende" von Inka Perl
"studio portrait" von Nahla Küsel
Peter Frey und Angela Köntje thematisieren in "spatium grün" eine Form alternativer Raumaneignung und eine Auseinandersetzung um scheinbar ungenutzte, städtische Zwischenräume. Witja Franks "Boskopismus" dokumentiert die Aktionen der "Front Deutscher Äpfel", eine Gruppe, die in der Tradition der Kommunikationsguerilla gegen alle nationalen Bedrohungen in Sachsen und Leipzig kämpft. In "Danke.Ende" geht Inka Perl den Spuren eines fiktiven (widerständigen) Alltags im privaten Raum nach. Izy Kusche stellt das Protestsymbol der roten Fahne in den Mittelpunkt seines Films und kreiert damit "Unterschiedliche Stadien der Bewegung". In "studio portrait" zeigt Nahla Küsel Studiofotografien palästinensischer WiderstandskämpferInnen und verknüpft diese mit dem Problem von Identität. Schließlich fragen Martin Lasinger und Janina Wegscheider aus Linz in ihrer Dokumentation "Kurze Karrieren als Demonstrantinnen und Demonstranten" nach den Gründen für die Kurzlebigkeit des Protests gegen Jörg Haider und die FPÖ. Der Film vonm Izy würde mich ja mal interessieren.
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