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Notizen aus Leipzig

Knol vs. Wikipedia

20. Dezember 2007 Gepostet von Unknown 2 Kommentare

Wenn die von google geplante Wissensplattform knol so aussieht und funktioniert, wie hier im googleblog vorgestellt, sehe ich ehrlich gesagt das Ende von Wikipedia. Denn warum sollte man auf eine Plattform zurückgreifen, bei der zwar viel Wissen eingebracht wird, aber eben - wie jeder weißß - auch viel Unwissen. Da greife ich doch lieber auf einen Artikel zurück, den ein (renommierter) Autor geschrieben hat, der mit seinem Namen für die Richtigkeit einsteht, und dessen Text wie in der Wissenschaft üblich, von peers gegengelesen wird.
Die Frage ist auch, ob die vielen auch guten freiwilligen Wikipedia-Schreiber dann nicht - gegen Bezahlung ihre Artikel in knol verfassen.
Eigentlich eine traurige Entwicklung, ist doch Wikipedia eine herrlich anarchistische Form im Netz. Aber google entwickelt sich - bei aller Symphatie - eben doch zum Moloch.

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stereo

16. Dezember 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare


Beeindruckende Stereo-Bilder bei iSNiCHWAHR.de
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The Death of French Culture

12. Dezember 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Wolf Lepenies wertet in der Welt den Abgesang auf die französische Kultur in der europäischen Ausgabe des Time-Magazine als Dokument eines schon länger andauernden gegenseitigen Neids. Der Time-magazine Artikel ist auch ganz schön derb, obwohl was dran ist. Aber auf eine kulturelle Hegemonie stolz zu sein, ist bisschen dünn. Denn nicht nur kulturell sind die USA dominant. Und beides wird eben auch von viel Geld begleitet.
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Gelesen Rheinländischer Hausfreund

8. Dezember 2007 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Johann Peter Hebels Die Schwänke des Rheinländischen Hausfreundes mit 32 Original-Lithographien von Dambacher aus dem Mauritius-Verlag, Berlin 1922n ist nicht nur ein schöner Nachdruck des Originals von 1860 ca. Die schöne Ausgabe wird mit ab 20 bis zu 100 Euro gehandelt.

Die Geschichten sind daneben auch sehr amüsant und zeichnene ein herrliches kleoines Sittengemälde des Deutschland des frühen 19. Jahrhundert.

Hebel, (1760 - 1826), lebte als Kind im Winter in Hausen (im südbadischen Wiesental), wo seine Eltern als Weber tätig waren, im Sommer in Basel, wo die Eltern Dienst in einem Patrizierhaus versahen. Nach dem Theologiestudium in Erlangen und dem Examen 1780 in Karlsruhe lebte H. 1780-83 als Vikar in Hertingen und 1783-91 als Lehrer am Pädagogium in Lörrach. Die niedere Herkunft, die Stadt-Land-Dichotomie und die Lehrjahre im Markgräfler Land bilden bedeutsame Elemente für H.s Werk. 1791 wurde er Lehrer am Gymnasium in Karlsruhe; hier blieb H. bis zum Lebensende. 1792 wurde er zum Hofdiakon, 1798 zum a.o.Prof., 1808 zum Direktor des Gymnasiums und 1819 zum Prälaten der evang. Landeskirche ernannt und dadurch Mitglied der Ersten Kammer des Badischen Landtags. Auf einer Dienstreise starb H. in Schwetzingen. H.s literarische Produktion begann erst im Jahr 1800. Die Allemannischen Gedichte. Für Freunde ländlicher Natur und Sitten (1803, anonym; (2)1804 mit Verfasserangabe) sind ein früher Höhepunkt der deutschen Dialektdichtung. Selten hat sprachlich und thematisch regional bezogene Literatur so schnell auch nationale Anerkennung gefunden. Johann Georg Jacobi und Jean Paul schrieben begeisterte Rezensionen; berühmt wurde Goethes Diktum, H. habe auf die "naivste, anmutigste Weise durchaus das Universum verbauert". Für die 3. Auflage 1806 hat H., besonders auf Anregung Goethes und mit Rücksicht auf das erweiterte Publikum, manche Anpassung an die allgemeine Verständlichkeit vorgenommen. Die eigentlich schöpferische Phase ist auf die Jahre 1801/02 beschränkt. Er publizierte zwar noch einige Gedichte in Almanachen und Zeitschriften, erweiterte auch die 5. Auflage 1820 um zwölf meist schon früher publizierte Stücke; ein zweites lyrisches Werk entstand nicht mehr. Seit 1803 schrieb H. Beiträge für den "Badischen Landkalender"; für die Jahrgänge 1808-15 und 1819 trug er für den Kalender unter dem neuen Titel Der Rheinländische Hausfreund die alleinige redaktionelle Verantwortung. Der größte Teil des Leseteils besteht aus kurzen Erzählungen H.s. Formal erweist sich der spontane Leseeindruck von "einfachem Erzählen" als Resultat konsequenter stilistischer Durchbildung; charakteristisch ist das häufige Durchbrechen der Erzählebene durch Kommentare der Erzählerfigur, des Hausfreunds. H. stellte aus seinen Beiträgen für die Kalender 1803-11 mit wenigen Auslassungen und Umstellungen das Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes zusammen (1811, (2)1818). Der Wegfall des redaktionellen Schreibanlasses bedeutete das Ende von H.s erzählerischer Produktion. Aufgrund eines 1818 erhaltenen Auftrags, ein Schulbuch für den Religionsunterricht zu erarbeiten, entstand H.s letzte schriftstellerische Leistung, die Biblischen Geschichten. Für die Jugend bearbeitet (1824). Die souveräne Reduktion der Bibel auf ihren gemein-christlichen Gehalt (mit wenigen Änderungen wurde das Buch auch für den kath. Religionsunterricht eingeführt) entsprach durchaus H.s theologischer Disposition. (DBE)
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