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Notizen aus Leipzig

Kein guter Tag

24. Januar 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Bereits im April 2007 schrieb Bernd Hilder, Chefredakteur unseres hiesigen Lokalblättchens einen bemerkenswert richtigen Kommentar zum Verhältnis der Dresdner Staatsregierung zu Leipzig. Leider haben alle Anstrengungen, sich gegen diese - gestern beschlossene - Kreisreform zu stellen, keine Früchte getragen. Nun gut, man muss natürlich auch sehen, wann das Problem erkannt und dann gegen die beabsichtigte Lösung vorgegangen wurde - viel zu spät nämlich. Denn ehe sich hier irgendwelche Aktionsbündnisse für Döbeln etc. gegründet hatten, waren alle Messen längst gesungen. Und da tatsächlich kein Leipziger im Kabinett sitzt, war das Ergebnis auch zu erwarten.
Jetzt läßt sich davon ausgehen, dass bei anhaltend geringer werdenden Bevölkerungszahlen, die jetzige Mini-Landesdirektion Leipzig bei der nächsten Kreisreform (die allerdings wohl erst in zehn Jahren zu erwarten ist), der Chemnitzer zugeschlagen wird. Das ist natürlich außerordentlich günstig, wenn sich alle Unternehmen wegen jedem größerern Subventionsantrag erst mal mit Chemnitz in Verbindung setzen müssen. Alles in allem, kein guter Tag für Leipzig gestern.

PS: MIt dem heute angekünditen Ausstieg von Fenger bei unseren Starfußballern kam noch so eine gute Nachricht.

LVZ: Dresden gegen Leipzig vom 03.04.2007 | 21:13 Uhr, Leipziger Volkszeitung

Leipzig (ots) - Von Bernd Hilder In Sachsen ist das nicht anders als in anderen Bundesländern auch:Die jeweilige Hauptstadt, hier zu Lande also Dresden, wird von derLandesregierung finanziell liebevoll verwöhnt. Das Heer derLandesbediensteten sorgt für ein gesundes Durchschnittseinkommen -und Anmutung sowie Infrastruktur müssen herausragend schmuck sein,weil auswärtige Gäste einen guten Eindruck haben sollen - undeinheimische Regierungschefs haben wollen. So weit, so gut. So -meistens wenigstens - noch akzeptabel. Doch in Sachsen läuft derzeitziemlich viel gehörig schief zwischen Staatsregierung undLandeshauptstadt auf der einen und Leipzig, der - knapp - größtenStadt Sachsens, auf der anderen Seite. Die Misstöne werden lauter,unabhängig von unsensiblen Finanzierungsverrenkungen für dieWaldschlößchenbrücke. Das von Wirtschaftsansiedlungen undSubventionen lange aufgepäppelte Leipzig könnte zugunsten Dresdensmittelfristig Schaden nehmen, und das absichtsvoll in Kauf genommenvon der Staatsregierung. Hauptgrund ist eine Kreisreform, an deren Ende der RegierungsbezirkLeipzig als Verlierer im Vergleich zu Dresden - und Chemnitz -dasteht. Jedenfalls, wenn Innenminister Buttolo jetzt mitRückendeckung seines Ministerpräsidenten unter Billigung eineswillfährigen Landtags kompromisslos durchziehen könnte, was ergeplant hat. Dann nämlich wäre der Regierungsbezirk Leipzig nachGröße, Zahl der Kreissitze sowie Bevölkerungszahl erheblich kleinerals die anderen beiden. Das regionale Gleichgewicht innerhalbSachsens wäre empfindlich gestört. Leipzigs Einfluss nähme ab. DieEntwicklungschancen der Region verringerten sich. Dresden mit seinerRandlage würde uneinholbares Machtzentrum, die mitteldeutscheMetropole Leipzig gehemmt. Über die Ursachen dieser organisierten Skurrilität lässt sich nurspekulieren. Offenbar hat Leipzig weniger Lobbyisten in derStaatsregierung als Dresden und Chemnitz. Mancher sieht gar einegroße Koalition der kleinen Koalition von CDU und SPD gegen dieStadt. Bei der Union herrscht landesweit eine gewisse Verstimmunggegen Leipzig, weil die von ihr dominierte Regierung viel Geld an der Pleiße investiert hat, linke Parteien aber regelmäßig die Wahlengewinnen. Bei der SPD hingegen haben sich die vonMini-Wahlergebnissen geplagten sozialdemokratischen Zwerge dersächsischen Weiten gegen ihre eigene Hochburg verbündet. KeinLeipziger ziert als Kabinettsmitglied Dresden. Aus diesem Grund ist es nur folgerichtig, dass sich jetzt aus derRegion heraus Widerstand und Aktionsbündnisse gegen die fundamentalfalschen Zuschnitte der Regierungsbezirke formieren. OhneGleichgewicht der regionalen Kräfte könnte Sachsen weit über eineeiskalt durchgepaukte Kreisreform hinaus von politischer Unrastgeprägt werden: Unendliche Ungerechtigkeitsdebatten wärenprogrammiert. Am meisten leiden darunter würde die wichtigsteRegierungspartei, die CDU. Und das im Vorfeld der Landtagswahlen. Soist es ihr ureigenes Interesse, endlich Korrekturen an demwindschiefen Reformwerk vorzunehmen, die sie bisher von DresdnerAmtsstuben aus verweigert hat.

Guten Morgen.
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Krobshofer

23. Januar 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
O.v.Krobshofer ist unspektakulär, dennoch gefallen mir einige seine Radiereungen aus der Leipziger Zeit. Er hat übrigens in den 20ern in der Gohliser Wahrnerstraße 21. Ist das die Wahrener Straße?

Krobshofer war Maler und Graphiker, 1883 in Prag geboren,Schüler der Münchener Akademie unter Karl Marr, Peter Halm und Julius Exter. Tätig in München, Berlin und Leipzig. Mitglied der Deutschen Kunstgenossenschaft und des Metznerbundes Tetschen (Deutschböhmen). Mit Landschafts und Figurenbildern 1911 - 1914 in der Münchener Sezession, 1913 Ausstellung in der Wiener Sezession, mit Radierungen 1921 in der Dresdner Kunstausstellung und im Münchener Glaspalast vertreten.
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Johannes Asmus Verlag

22. Januar 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Einer der zahllosen, heute vergessenen ehemaligen Leipziger Verlage war der Johannes Asmus Verlag. Nach dem 2. Weltkrieg führte er ein recht unstetes Leben, 1948 erscheinen Bücher im Asmus Verlag Konstanz, dann liest man Mitte der 50er vom Asmus Verlag Stuttgart und mindestens ab 1965 erscheinen Bücher im Asmus Verlag Hamburg. Große Literatur war es aber wohl nie. Heute ist er wohl nicht mehr existent.
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Mehdorns Größe

15. Januar 2008 Gepostet von Unknown 1 Kommentare
Das Magazin brand eins schockt die geneigte Öffentlichkeit gern mal mit unbequemen Wahrheiten. Hier einige interessante Zaheln über Mehdorn.
Körpergröße von Hartmut Mehdorn in Zentimetern: 170

Körpergröße von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in Zentimetern: 198

Anteil der deutschen Top-Manager, die größer als 180 Zentimeter sind, in Prozent: 91


Und da lasse ich weg, dass er sich in der Zeit von 2000 bis 2006 eine Gehaltssteigerung von 410 Prozent gegönnt hat.
via Leerlaufprozess
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Gelesen: Jochen Schmidt: Meine wichtigsten Körperfunktionen

14. Januar 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Bettina Andrae liest in der Lesemaschine auch Jochen Schmidt. Anhand des kleinen Balkens unter den Texten kann man gut erkenn, wie es vorangeht. Und es geht eher langsam voran. Gekauft wurde das dünne Buch (144 Seiten in einer extrem häßlichen serifenlosen Schrift) am 1. November 2007. Heute ist sei auf Seite 27.
Ichj kann das nachvollziehen. Habe ich mich doch auch eher durchgequält. Schade eigentlioch, denn bisher habe ich alles von ihm gemocht, sogar der umfangreiche Blog Schmidt liest Proust. Aber hier sind nur die wenigsten Geschichten wirklich lustig. Offenbar bin ich beim Kauf direkt auf eine der wenig wirklich guten gestoßen.
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Gekauft Dezember

10. Januar 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Schönster Erwerb im Dezember ist wohl:

"Die Grenzboten/Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst/Herausgegeben von Georg Cleinow" (1917/1918) 13 Ausgaben Jahrgang 1918

Die Grenzboten - Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst (38.Jahrgang, Drittes Quartal)Leipzig, Verlag Friedrich Ludwig Herbig, 1879

13 Ausgaben in einer Privatbindung. Gr.-8°. IV, 552 Seiten. Mit goldener Titelprägung versehener, moderner Privat-Leinenband.

Die Ausgaben beinhalten u.a. folgende Beiträge: "Die Leipzig-Dresdner Eisenbahn, ein Werk Friedrich List's" (H. Niedermüller), "Die deutsche Literatur zur Zeit des siebenjährigen Krieges. Teil IV" (Julian Schmidt), "Struensee" (E. Dohmke), "Der Moses des Michel Angelo" (F. Landsberger), "Friedrich List und die Leipzig-Dresdner Eisenbahnkompagnie" (H. Niedermüller), "Die deutsche Literatur zur Zeit des siebenjährigen Krieges. Teil V" (Julian Schmidt), "Ein deutscher Ceremonienmeister am päpstlichen Hofe" (H. Heidenheimer), "Die Samoa-Inseln. Teil I" (A. Oppel), "Die deutsche Literatur zur Zeit des Siebenjährigen Krieges. Teil VI (Schluß)" (Julian Schmidt), "Die Alexandersage nach jüdischen Quellen" (A. Wünsche), "Die Samoa-Inseln. Teil II" (A. Oppel), "Goethe und Elise Schönemann. Teil I", "Zwei Briefe Goethe's an Knebel" (W. Arndt), "Goethe und Elise Schönemann. Teil II", "Aus Haydn's letzter Schaffenszeit" (Ludwig Nohl), "Zur Geschichte der deutschen Hanse" (H. Ermisch), "Der Nihilismus und die russische Gesellschaft" (Otto Kämmel), etc.].



[Schlagworte: Literatur; Literaturwissenschaft; Periodicum; Periodika; Politics; Politik; Politikwissenschaft; Zeitschrift]



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Indie Musik Video

We Are All Going To Die

4. Januar 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare


Malcolm Middleton - We're All Going To Die
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Windmühlen in Leipzig

3. Januar 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die LVZ schreibt heute, neben einem sehr einseitig ablehnenden Bericht über Silvester, auf der nächsten Seite der Lokalausgabe über ein weiteres - in den Augen der Redakteure schreckliches - Problem: Graffitti.
Wirklich erschütternd ist aber eigentlich dieser Hinweis: "Problematisch sei nur, dass 80 Prozent der Immoblienbesitzer – die ja dafür ins Portmonee greifen müssen – nicht in Leipzig wohnten und deshalb oft über die Schäden gar nicht unterrichtet seien. (Fehler im Original)
Das ist doch ein sehr aufschlußreiches Bild.
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