Immer noch lesenswert, auch wenn ein wenig verbitterung durchklingt, zeugt das Interview deutlich, wie die Dresdner "Demokratie" funktioniert.
Bombardierung von Dresden und Pegida in einer Linie: Martin Roth im Interview
In einem (älteren, denoch aktuellem) Interview mit Martin Roth, dem ehemaligen Leiter der Staatlichen Kunstssammlungen Dresden und heutigem Chef de Victoria und Albert Museum in London tritt das Dilemma der Stadt deutlich zutage. Denn es lässt sich eine gerade Linie von der Bombardierung von Dresden bis zu den heutigen Pegida-Aufmärschen ziehen. Dieser Stadt fehlen die Bürger, die eben nicht nur nach hinten schauen - denn leider ist vieles nur noch Fassade: "Dresden ist das, was der britische Universalhistoriker Eric Hobsbawm die "Invention of Tradition" nennt: eine erfundene Tradition, die weniger betagt ist, als sie scheint. Schon diese angebliche Barockstadt Dresden! Da ist vieles 19. Jahrhundert. Wenn ich mich nicht irre, war der Barock da vorbei. Das ist eine Imagination, die man bedient. Dresden will gar nicht wirklich sein. Es lebt von seiner Unwirklichkeit."
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