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The Two Raymond Carvers
Im New York Review of Books habe ich einen Text gefunden, in dem eine neue Sammlung short stories von Raymond Carver, einem meiner absoluten Lieblingsautoren, gewürdigt wird. Wenn man Raymond Carver liest, dann hat man seine klare, präzise und dabei ungemein detaillierte Sprache vor Augen. Carver ist mittlerweile wohl zur Ikone eines jeden creative writing Kurses geworden. Auch wenn nicht klar ist, woher diese Sprache stammt - manche vermuten die bisweilen alzu straffe Hand des Lektors dahinter - ist bewunderswert, mit welchem Detailreichtum auch die kleinesten Details, und abei absolut neutral zum Sujet beschrieben werden.
Der Artikel deutet wieder darauf hin, dass Lektor Gordon Lish, der von Carver sehr bewundert wird, in starkem Maße in die Texte eingriff.
Die Beispiele, die dann aufgeführt werden, zeigen deutlich - ohne Lish würden wir heute nicht mehr von Carver reden. Lesenswerter Artikel. das Buch kaufe ich mir nicht, will mir doch meinen carver nicht vermiesen...
There is, for example, almost no difference between the manner in which Carver describes a woman ordering a birthday cake for her son—
The cake she chose was decorated with a spaceship and a launching pad under a sprinkling of white stars. The name SCOTTY would be iced on in green as if it were the name of the spaceship.
—and the manner in which, shortly thereafter, he describes the son being hit by a car:
At an intersection, without looking, the birthday boy stepped off the curb, and was promptly knocked down by a car. He fell on his side, his head in the gutter, his legs in the road moving as if he were climbing a wall.
Der Artikel deutet wieder darauf hin, dass Lektor Gordon Lish, der von Carver sehr bewundert wird, in starkem Maße in die Texte eingriff.
On July 8, 1980, however, one year before his triumphant summer at Yaddo, Carver had written to Gordon Lish urging him to halt production on What We Talk About. He had just spent the whole night going over Lish’s edited version of the book and was taken aback by the changes. His manuscript had been radically transformed. Lish had cut the total length of the book by over 50 percent; three stories were at least 70 percent shorter; ten stories had new titles and the endings of fourteen had been rewritten.
Die Beispiele, die dann aufgeführt werden, zeigen deutlich - ohne Lish würden wir heute nicht mehr von Carver reden. Lesenswerter Artikel. das Buch kaufe ich mir nicht, will mir doch meinen carver nicht vermiesen...
Bernd Cailloux neues Buch
muss ich mir unbdingt besorgen. Ich habe zwar immer noch "Das Geschäftsjahr 1968/69" auf meiner Liste stehen, aber die Leseprobe klingt vielversprechend...
EIN GEDICHT VON ERICH KAESTNER:
Lob der Volksvertreter
Man haelt sie, wenn sie schweigen, fuer Gelehrte.
Nur ist das Schweigen gar nicht ihre Art.
Sie haben vor der Brust Apostelbaerte
und auf den Eisenbahnen freie Fahrt.
Ihr seht sie eilends in den Reichstag schreiten.
Das Wohl des Volkes foerdert ihren Gang.
Und wuerdet Ihr sie noch ein Stueck begleiten,
dann merktet Ihr: sie gehn ins Restaurant.
Sie fuerchten Spott, sonst nichts auf dieser Welt!
Und wenn sie etwas tun, dann sind es Fehler.
Es ist, zum Glueck, nicht alles Hund, was bellt.
Sie fuerchten nur die Wahl und nicht die Waehler.
Ihr Leben waehret zirka siebzig Jahre,
und wenn es hochkommt -. Doch das tut es nie!
Das Volk steht auf vor jedem grauen Haare.
Das Volk steht immer auf! Das wissen sie.
Lob der Volksvertreter
Man haelt sie, wenn sie schweigen, fuer Gelehrte.
Nur ist das Schweigen gar nicht ihre Art.
Sie haben vor der Brust Apostelbaerte
und auf den Eisenbahnen freie Fahrt.
Ihr seht sie eilends in den Reichstag schreiten.
Das Wohl des Volkes foerdert ihren Gang.
Und wuerdet Ihr sie noch ein Stueck begleiten,
dann merktet Ihr: sie gehn ins Restaurant.
Sie fuerchten Spott, sonst nichts auf dieser Welt!
Und wenn sie etwas tun, dann sind es Fehler.
Es ist, zum Glueck, nicht alles Hund, was bellt.
Sie fuerchten nur die Wahl und nicht die Waehler.
Ihr Leben waehret zirka siebzig Jahre,
und wenn es hochkommt -. Doch das tut es nie!
Das Volk steht auf vor jedem grauen Haare.
Das Volk steht immer auf! Das wissen sie.
Exzellenz. Und Masse
Nur ganz leise gemurrt wird auf Dresdner Unifluren über die Unterfinanzierung der sächsichen Universitäten. Während im Bundesdurchschnitt ca. 8650 Euro pro Student ausgegeben werden, liegt diese Zahl in sachsen bei ca. 6600 €. Der StuRa Dresden hat ältere Zahlen parat.
Wieder typisch, ja nicht den Mund verbrennen...Weiß gar nicht, was die sächsische Landesregierung da für eine Gefahr darstellt. Die Kürzungen sind doch beschlossen? Da wird man sich doch wohl dagegen auflehnen können...Allerdings ist wieder typisch, dass offenbar eine lex TU Dresden erwartet wird, als ob die anderen Unis im Freistaat weniger wert wären. Und wahrscheinlich wird der Dresdner Oberbürgermeister Tillich diesen Erwartungen auch stattgeben..
Die TU Dresden macht sich klein; sie setzt darauf, dass der mögliche Titel »Exzellenz-Uni« sie von den Sparvorgaben der Regierung ausnehmen wird und stattdessen andere bluten müssen. Diese Haltung nimmt man auch in Leipzig zur Kenntnis – und handelt. Derzeit werde eine eigene Strategie erarbeitet, um auf die Unterfinanzierung der Unis aufmerksam zu machen, kündigt der dortige Prorektor Thomas Lenk gegenüber der ZEIT an. Möglichen Widerspruch der Regierung sieht er gelassen: »Wir haben ohnehin nichts mehr zu verlieren.« ZEIT
Wieder typisch, ja nicht den Mund verbrennen...Weiß gar nicht, was die sächsische Landesregierung da für eine Gefahr darstellt. Die Kürzungen sind doch beschlossen? Da wird man sich doch wohl dagegen auflehnen können...Allerdings ist wieder typisch, dass offenbar eine lex TU Dresden erwartet wird, als ob die anderen Unis im Freistaat weniger wert wären. Und wahrscheinlich wird der Dresdner Oberbürgermeister Tillich diesen Erwartungen auch stattgeben..
Die Nominierten stehen fest: 15 Autoren hoffen auf den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
In diesem Jahr reichten 147 Verlage insgesamt 460 Titel ein, die bis zur Leipziger Buchmesse 2012 erscheinen werden. Die siebenköpfige Kritikerjury nominierte jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012:
Sehr schön ist, dass Timothy Snyder - Bloodlands
für den Preis der Leipziger Buchmesse zur Europäischen Verständigung nominiert wurde.
In diesem Jahr reichten 147 Verlage insgesamt 460 Titel ein, die bis zur Leipziger Buchmesse 2012 erscheinen werden. Die siebenköpfige Kritikerjury nominierte jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012:
Kategorie Belletristik:
Kategorie Sachbuch/Essayistik:
- Anna Katharina Hahn: „Am Schwarzen Berg” (Suhrkamp)
- Thomas von Steinaecker: „Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen” (S. Fischer Verlag)
- Sherko Fatah: „Ein weißes Land” (Luchterhand Literaturverlag)
- Wolfgang Herrndorf: „Sand” (Rowohlt Berlin)
- Jens Sparschuh: „Im Kasten” (Kiepenheuer & Witsch)
Kategorie Übersetzung:
- Jörg Baberowski: „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt” (C.H. Beck)
- Carolin Emcke: „Wie wir begehren” (S. Fischer Verlag)
- Manfred Geier: „Aufklärung. Das europäische Projekt” (Rowohlt)
- Lothar Müller: „Weiße Magie. Die Epoche des Papiers” (Carl Hanser Verlag)
- Wilfried F. Schoeller: „Alfred Döblin. Eine Biographie” (Carl Hanser Verlag)
- Hans Pleschinski: „Nie war es herrlicher zu leben: Das geheime Tagebuch des Herzogs von Croÿ 1718 - 1784”, aus dem Französischen (C.H. Beck)
- Nikolaus Stingl: „Der Tunnel”, aus dem Englischen, von William H. Gass (Rowohlt Verlag)
- Christina Viragh: „Parallelgeschichten”, aus dem Ungarischen, von Péter Nádas (Rowohlt Verlag)
- Caroline Vollmann: „Mademoiselle de Maupin” aus dem Französischen, von Théophile Gautier (Manesse Verlag)
- Thomas Frahm: „Feuerköpfe”, aus dem Bulgarischen, von Vladimir Zarev (Deuticke Verlag)
Sehr schön ist, dass Timothy Snyder - Bloodlands
für den Preis der Leipziger Buchmesse zur Europäischen Verständigung nominiert wurde.
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