Völlig zu Recht hat dieses Buch den Preis der Leipziger Buchmesse 2009 erhalten. Nicht nur, wer den phantastischen Stil der letzten Bücher des norddeutschen Autoren mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen.
Im Roman unserer Kindheit wird eine Kindheitswelt der 1960er-Jahre lebendig. Der erste Teil des Buches beschreibt sehr anschaulich, wie sich die - noch stark von der Nachkriegszeit geprägte - Welt veränderte. Die ersten Fernseher tauchen auf, die Männer arbeiten in großen Industriefabriken und immer mehr Automobile – Vorzeichen der Massenmotorisierung – tauchen auf. Hier hat sich die DDR von der BRD wohl gar nicht so stark unterschieden. Man erinnert sich bei der Lektüre immer wieder an die eigene Kindheit - an Gerüche oder die scheinbar ewigen Sommer der Ferien. Und an die Freiheiten, die sich ergaben, wenn man die nähere Umgebung immer weiter entdeckte und eroberte.
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