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Notizen aus Leipzig

Fahrad Leben Umwelt

Copenhagen spins hybrid bike design

16. Dezember 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare


The wheel has an oversized hub that stores energy every time the rider brakes, and then gives that power back to provide a boost when the rider is going uphill or needs a burst of speed in traffic. Copenhagen spins hybrid bike design


Will ich auch haben.
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Leben Tod

Auf den Tod eines Kindes

11. Dezember 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
ein flücht'ger Gast im Erdenland.
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
aus Gottes Hand in Gottes Hand.
Ludwig Uhland
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Musik

Neues Portishead Video

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Web2.0 Zeitung

Die Zukunft der Zeitung?

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Beeindruckende Möglchkeiten, die hier von Terry McDonell, der Editor von SPORTS ILLUSTRATED, auf einem Tablet, einem tastaturlosen Laptop, gezeigt werden. Nicht nur, dass es spektakulär aussieht, so könnten Zeitschriften ihre besonderen Qualitäten in die digitale Welt übersetzen.
Ab März oder April soll ein Apple-Tablet zu kaufen sein. Eine Firma namens JooJoo hat eines für den 15. Dezember angekündigt.
In Amerika schließen sich die Verlage zusammen und gründen einen digitalen Kiosk.
Bei uns plant der STERN eine digitale Ausgabe. (via ViSdP)

Sports Illustrated - Tablet Demo 1.5 from The Wonderfactory on Vimeo.

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Das Paulinum ist keine Kirche

8. Dezember 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Welt veröffentlicht heute einen schlecht recherchierten Text zum ersten Gotesdienst im neugebauten Paulinum Leipzig. Unter dem Titel Gebt uns diesen sakralen Raum zurück! soll offenbar der Eindruck erweckt werden, dass die Uni Leipzig (oder als Geldgeber der Freistaat Sachsen) einen Kirchenneubau auf ihrem Gelände errichtet. Auch wenn das der Wunsch eines kleinen Bürgervereins und wohl auch der sächsischen Staatsregierung war: Das Paulinum als universitätseigenes Gebäude vereinigt unter seinem Dach sowohl wissenschaftliche Institute, die Aula der Universität als auch ihren Andachtsraum. In Erinnerung an die Kirche, in der bis dahin die Universitätsgottesdienste stattfanden, wird der neue Andachtsraum im Paulinum den Namen „Universitätskirche St. Pauli“ tragen. Nur der Andachtsraum.
Aula und Andachtsraum können für größere Veranstaltungen über einen variablen & transparenten Raumteiler miteinander verbunden werden. Das passt natürlich einigen Leuten nicht, insbesondere der Paulinerverein ist lange dagegen Sturm gelaufen. Rektor Häuser kann nur gedankt werden, dass er so standhaft blieb. Sein Vorgänger Bigl ist entnervt zurückgetreten.
Das Paulinum als der "geistige Mittelpunkt" der Universität soll multifunktional sein, geeignet für akademische Festakte, Gottesdienste, Proben und Konzerte von Chor und Orchester der Universität sowie für wissenschaftliche Konferenzen.

Nur noch mal zur Erinnerung, was die Leipziger wollen:

In einer Umfrage des Instituts für Marktforschung vom Oktober 2002 sprachen sich 39 Prozent für den Wiederaufbau der Paulinerkirche aus, 56 Prozent lehnten ihn ab. Bei einer erneute Bürgerbefragung Anfang Februar 2003 durch dasselbe Institut waren nur noch 31 Prozent für die Kirche, jedoch 66 Prozent dagegen.


Auf einer mdr Seite fndet sich eine gute Zusamenfassung des Streites, den der kleine Paulinerverein angezettelt hat und in dem Minister Rößler eine mehr als unrühmliche Rolle spielte.

Letztlich spielt das wohl eine Rolle - neben der Insolvenz des Architekten van Egeraat, dass die zweitälteste deutsche Uni ihre 600 Jahr Feier auf einer Baustelle feiern darf.



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Minarette als Symbol der Überlegenheit

7. Dezember 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Im Christian Science Monitor kommentiert Ayaan Hirsi Ali das Minarettverbot: "Der Islam vermittelt ene Vorstellung davon, wie eine Gesellschaft organisiert sein sollte: die Beziehung des Individuums zum Staat; die Beziehung zwischen Männern und Frauen; Regeln für die Interaktion von Religiösen mit Nichtreligiösen; wie man solche Regeln durchsetzt; und warum eine Regierung unter dem Islam besser ist als eine Regierung, die auf anderen Vorstellungen beruht. Diese politischen Ideen des Islam haben ihre Symbole: das Minarett, der Halbmond, das Kopftuch und das Schwert. Das Minarett ist ein Symbol der islamischen Überlegenheit, ein Zeichen der Herrschaft, das die islamischen Eroberungen symbolisierte. Es wurde Jahrzehnte nach der Begründung des Islam eingeführt." via Perlentaucher
Nun, ob Frau Ali in jeder Hinsicht zuzustimmen ist..., fraglich. Aber eine interessante Meinung. 

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Buch Lesen Rezension

Gelesen Arthur Schnitzlers 'Frau Berta Garlan'

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Berta Garlan lebt in einer Kleinstadt, verwitwet, mit ihrem kleinen Sohn. Mit wohl Anfang 30 ist die Erinnerung an die Jugend in Wien verblasst, sie hat sich an das bequeme Leben bei der Familie des verstorbenen Mannes gewöhnt. Um leben zu können, „verschaffte [man] ihr [nach dem Tod des Ehemannes] in einigen [...] Häusern der Stadt Lektionen. [...] Was sie auf diese Weise verdiente, genügte vollkommen, um ihre Einnahmen in einer für ihre Lebensweise ausreichenden Art zu ergänzen.“ Ihre einstige Hoffnung, „als eine große Klaviervirtuosin, vielleicht als Gattin eines Künstlers, in der Welt umherzuziehen,“ wurde zunichte gemacht, als „ihr Vater eines Tages in einer Aufwallung seiner bürgerlichen Anschauungen ihr den weiteren Besuch des Konservatoriums nicht mehr gestattete“. Diese ihr vom Vater abgenommene Entscheidung lenkt Bertas Schicksal bereits in bestimmte Bahnen, denn „sowohl ihre Aussichten auf eine Künstlerlaufbahn, als ihre Beziehungen zu dem jungen Violinspieler, der seither so berühmt geworden war, [nahmen] ein Ende“ .

Nach dem ihres Mannes machen ihr viele Männer den Hof, doch kommt für sie eine neue Verbindung nicht in den Sinn. Eines Tages liest sie in der Zeitung von ihrer Jugendliebe aus Wien. Sie verabredet sich mit ihrem Jugendfreund Emil Lindbach und beginnt sich heimlich mit ihm zu treffen. Sie ist in Leidenschaft für ihn entflammt bis sie merkt, daß er sich zwar mit ihr vergnügen will, jedoch keine "ernsten" Absichten hat. Zu dieser Zeit (im Österreich-Ungarn des frühen 20. Jahrhunderts) ist es moralisch verwerflich, seine Sexualität außerhalb der Ehe auszuleben. Mindestens für Frauen, Männern ist es (unter der Hand) erlaubt, amouröse Abenteuer zu erleben. Nehmen sich die Frauen das gleiche Recht heraus, so ist das unsittlich. Frauen, die sich über diese Konventionen hinwegsetzen laufen Gefahr z.B. bei einer außerehelichen Schwangerschaft von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Besonders tragisch wird das deutlich beim Tod ihrer wohl einzigen Freundin, die nach ähnlichen Erlebnissen, einen selbst durchgeführten Schwangerschaftsabbruch nicht überlebt.
Am Totenbett stehend spürt auch Berta Garlan dieses "wohlbekannten Schwindel". Großartiger Literatur, passt hervorragend zum letztgelesenen Buch von Arnold Zweig. Die Zeit der 1900er Jahre haben beide ganz plastisch dargestellt.

Angeblich hat Schnitzler in dieser Erzählung seine Beziehung zur Jugendliebe Franziska Reich verarbeitet. Jahre später hat er sie als junge Witwe noch einmal wiedergesehen und sich nach einer Affäre kühl verabschiedet. Jetzt lässt er ihr in Gestalt Berta Garlans poetisch Gerechtigkeit widerfahren: Resigniert erkennt die Protagonistin das "ungeheure Unrecht", als Frau nicht den eigenen Bedürfnissen nachgehen zu können, eine Freiheit, die der Mann selbstverständlich für sich beansprucht.
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Buch Lesen

Antiliterarisches Lesen

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Joachim Güntner beklagt heute in der NZZ den Ansehensverlust des Buches, woran zwar auch der Hedonismus und das Fernsehen schuld seien, aber natürlich vor allem das Internet: "Zeilen werden nicht zu Ende gelesen, man sucht Schlüsselbegriffe, Kernaussagen, Merksätze und atomisiert gleichsam den Gesamtzusammenhang. Vertiefung, Einfühlung, Interpretation? Dafür, so meint auch die Bildungsforscherin Maryanne Wolf, die die Verflechtungen von Sprache, Lesen und Gehirnentwicklung untersucht, reiche die digitale Lektüre nicht. Gemäß Maryanne Wolfs Urteil befinden wir uns in einem historischen Moment des Übergangs. Digitale Texte würden zu einem antiliterarischen, 'informationellen' Lesen führen und auch das Gehirn umbilden."

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Kino Leipzig

Kinowelt verlässt offenbar Leipzig

4. Dezember 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Seit der Übernahme der Leipziger Kinowelt durch StudioCanal rissen Spekulationen um einen Wegzug des Independents aus Leipzig nicht ab - nun wurden entsprechende Überlegungen erstmals offiziell bestätigt. Bisher wurden Umzugspläne zwar auch nicht ausdrücklich dementiert, aber - neben der dreijährigen Standortzusage nach der teilweisen Übernahme durch CanalPlus - wurde bisher "ein zumindest mittelfristiges Commitment zum Standort" unterstrichen.
Nun wird die Standortfrage bereits konkret geprüft. So sollen München und Berlin als mögliche neue Firmensitze in Betracht gezogen werden. Der Verbleib in Leipzig ist nach Unternehmensangaben allerdings ebenfalls eine Option.
Wie Kinowelt-Sprecher Martin Wieandt gegenüber Blickpunkt: Film erklärte, müsse ein Unternehmen stets prüfen, ob es Standorte gebe, die besser geeignet seien. Eine derartige Überprüfung fände derzeit statt, natürlich informiere man darüber auch die Mitarbeiter. Noch gebe es aber keine konkreten Pläne zu einem Umzug, nur Überlegungen.Blickpunkt:Film 

Kölmel hatte den Filmrechtehändler Kinowelt 1998 an den Neuen Markt geführt und 2001 durch überdimensionierte Einkäufe in die Insolvenz gejagt. Mit einem Kredit der Sparkasse Leipzig hatte er die Überbleibsel der Firma zurückgekauft und größtenteils nach Leipzig transferiert. Das war Bedingung von Sparkassenchef Krakow.

2008 hatte sich Canal Plus bei der Kinowelt inklusive aller 20 Tochterfirmen mit 70 Mio Euro eingekauft. Die Filmfirma erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von 107 Mio Euro und fünf Mio Euro Gewinn. Kölmel hatte damals seinen Chefsessel geräumt war nur noch Berater und Filmexperte für die Kinowelt. Schon Anfang 2008 wurde ein Umzug nach Berlin diskutiert.

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Arnold Zweig Buch Lesen München Rezension

Gelesen: Arnold Zweig Verklungene Tage

3. Dezember 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Der deutsch-jüdische Schriftsteller Arnold Zweig (1887-1968) ist heute fast vergessen. Wenn überhaupt noch, dann ist er in erster Linie als Autor antimilitaristischer und gesellschaftskritischer Romane bekannt. In Westdeutschland stand man dem engagierten Kommunisten, der nach der Rückkehr aus dem Exil bis zu seinem Tod aus Überzeugung im Ostteil Deutschlands lebte, ohnehin reserviert gegenüber.
Gern vergessen wird, dass er seine Laufbahn als typischer Vertreter der ästhetizistischen Literatur der vorletzten Jahrhundertwende begann. Im Mittelpunkt steht dabei sein 1938 erschienener, in den Grundzügen aber bereits 1909 entstandener Roman „Verklungene Tage“, der dieser Schaffensperiode zuzuordnen ist. Dieser Liebesroman schildert mit ironischer Distanz Lieben und Leiden junger Intellektueller im München der letzten Jahre vor Ausbruch des 1. Weltkriegs und ist zugleich ein wehmütiger Nachruf auf eine versunkene Epoche.Das Buch erschien dann in den fünfzigern wohl zuerst bei Aufbau Berlin. Ich hatte die Fassung in der bei Aufbau verlegten Deutschen Volksbibliothek gelesen. Es gibt wohl noch eine von 1961 mit  Illustrationen von Werner Klemke.

Auch heute noch eine lesenswqerte Geschichte, die auch den Rahmen schlägt von den Liebesverwicklungen der 00 Jahre des letzten Jahrtausends zu den bevorstehenden europäischen Katastrophen, beginnend mit dem 1. Weltkrieg. Für Arnold Zweig ist der Roman eine Form, „die wie der Spaten des Archäologen geeignet ist, in die Tiefen gesellschaftlicher Vorgänge zu dringen“, und er weiß diese Form meisterhaft zu handhaben.  Diese frühe Roman ist dem Ästhetizismus der Jahrhundertwende verschrieben, allerdings angereichert mit hellsichtigen Charakterstudien, die sich Einsichten aus Freunds Psycholanalyse verdanken.

Der 1887 in Niederschlesien geborene Arnold Zweig wächst in einer aufgeklärten jüdischen Familie auf und studiert Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte in Breslau, München, Berlin, Göttingen, Rostock und Tübingen. Nebenbei schreibt er seine ersten Erzählungen und seinen ersten Roman: "Die Novellen um Claudia" (1912).

Im Ersten Weltkrieg, an dem Zweig vier Jahre teilnimmt – zuerst als Soldat, dann als Pressesprecher -  wird er zum überzeugten Pazifisten. Nach dem Krieg zieht mit seiner Frau Beatrice an den Starnberger See und freundet sich unter anderem mit den in München lebenden Feuchtwangers an. In Theaterstücken, Essays und Erzählungen setzt er sich mit seinen Kriegserlebnissen auseinander.
1923, nach dem Hitlerputsch, verlässt er Bayern in Richtung Berlin. Dort schreibt er seinen wohl berühmtesten Roman: "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (1927) und arbeitet als Redakteur der Jüdischen Rundschau. Er lernt Martin Buber kennen und durch den engagierten Gelehrten auch den Zionismus schätzen.
Arnold Zweig
Bildunterschrift: Arnold Zweig
1933 flieht Zweig vor den Nazis über Prag, Wien und die Schweiz nach Sanary-sur-Mer, wo sich die Manns, die Feuchtwangers und die großen Exilschriftsteller sonst versammeln. Von dort aus macht sich der kritische Zionist auf nach Palästina. 15 Jahre bleibt er in Haifa, eine Zeit, die für ihn mehr bedeutet als bloßes Exil. Trotzdem kehrt er 1948 über Prag nach (Ost-)Berlin zurück. Er tritt ein in den "Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands" und engagiert sich im SED-Kulturrat. Ein Grund dafür, dass Zweig in Westdeutschland als real-sozialistischer Schriftsteller verschrien und kaum noch gelesen wird.
In der DDR wird er mit zahlreichen Preisen und Verdienstorden geehrt und zum Präsident der Sowjetzonenakademie ernannt. Am 26. November 1968 stirbt Arnold Zweit im Alter von 81 Jahren in Ostberlin. BR 2


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