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Notizen aus Leipzig

Leipzig

Konjunkturgelder für Leipzig verteilt

19. März 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Schön, die Aufteilung der Konjunkturgelder. Der Leipziger Stadtrat beschloss am Abend mit großer Mehrheit ein 79,5 Millionen Euro schweres Konjunkturprogramm.
62 Millionen Euro stellen Bund und Land der Stadt Leipzig im Rahmen des Konjunkturpaketes II zur Überwindung der Wirtschaftskrise zur Verfügung. 17,5 Millionen Euro steuert die Kommune bei, mehr als die Hälfte davon war ursprünglich für den Schuldenabbau geplant.

Gestern hat der Stadtrat nach langer Debatte folgende Verteilung beschlossen, meldet die LVZ:
• Schulen: 30 Millionen Euro
• Kitas/Offene Treffs: 10 Millionen Euro
• Kongreßhalle: 9,7 Millionen Euro
• Radrennbahn/Sporthalle: 4 Millionen Euro
• Stadtbibliothek: 3,8 Millionen Euro
• Anker: 1,95 Millionen Euro
• Stadtbad: 1,74 Millionen Euro
• Glasfasernetz: 1,2 Millionen Euro
• Conne Island: 1,2 Millionen Euro
• Theatrium: 900 000 Euro
• Grassimuseum: 800 000 Euro
• Volkshochschule: 600 000 Euro
• Werk II: 500 000 Euro
• Tanztheater/Lokschuppen: 400 000 Euro

Ganz in Ordnung wie ich finde. Ich freue mich vor allem für die Unterstützung dew Tanztheaters und natürlich des Eiskeller.
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Leipzig

Cross-Border-Leasing: Leipzig für dumm verkauft

17. März 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Cross-Border-Leasing, unter Peter Kaminski noch DAS große Ding für deutsche Kommunen, entwickelt im Zuge der Finanzkrise nun ein beträchtliches Drohpotenzial. Die umfangreichen Verträge kennt niemand so richtig -außer den Verfassern. Und die sitzen in New York. Niemand weiß, was da auf die Kommunen noch zukommt. Einen kleinen, nicht unwitzigen Vorteil kann man ja darin sehen, dass faktisch die New Yorker Kanzleien einen beträchtlichen Anteil am Erhalt des Straßenbahnnetzes haben. Man muss also keine Angst mehr haben, dass die 9 in der Arthur-Hoffmann-Straße mit Eröffnung der U-Bahn nicht mehr fährt. Kann man in der aktuellen ZEITlesen:
Das Gleiche gilt für das Leipziger Straßenbahnnetz, das zweitgrößte in Deutschland nach dem in Berlin. Die Stadt darf keine Strecken stilllegen, nicht einmal alte Straßenbahnzüge darf sie verschrotten oder, wie früher geschehen, nach Osteuropa weiterverkaufen. Im Süden Leipzigs liegt, umgeben von Kleingewerbe, der Straßenbahnhof Dölitz. Hier draußen haben die Verkehrsbetriebe rund 50 betagte Tatra-Straßenbahnzugmaschinen abgestellt, nicht mehr besonders ansehnlich, aber betriebsbereit; das schreibt der Vertrag vor.
Hehe.
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Architektur Demographie

The ruins of Detroit

13. März 2009 Gepostet von Unknown 0 Kommentare

Yves Marchand & Romain Meffre Photography - The ruins of Detroit

Das war einer der schönsten Bahnhöfe der Welt. Michigan Central Station
Detroits HAuptbahnhof, eröffnet 1913, geschlossen 1988.

Eine wunderbare Seite der beiden Fotgrafen. Einige Bilder zu Detroit finden sich im Time Magazin.
Sehenswert sind auch die Bilder ostdeutscher Industrieruinen. Auch wenn man das alles kennt und schon selbst - hier in Leipzig - fotografiert hat. Dierkt schön in diesem Zusammenhang ist die geplante Sanierung der Bleichert-Werke in Möckern.

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Leipzig Lesen Verlage

Buchmesse startet

12. März 2009 Gepostet von Unknown 1 Kommentare
Ja, es ist richtig. Die Buchmesse ist sowas wie die fünfte Jahreszeit, ist es doch die einzige Messe, bei der man heute überhaupt noch merkt das Messe ist.
Früher, als die Messen noch zweimal im Jahr in der Innenstadt stattfanden, hat man jede gemerkt. Und dann gab es natürlich noch die Spielemesse GC. Bloss die ist jetzt in Köln.
Gestern war ich beim traditionellen DuMont-Auftakt im Cafe Telgraph. Bisschen entäuschend, erstmal ohne Entschuldigung zwanzig Minuten Verspätung, dann Susaane Heinrich mit Befindlichkeitsliteratur. Alexa Hennig von Lange war zumindestens witzig. Naja.

Die Zeitungen jubeln über den Beginn, bin mal gespannt auf die neue ZEIT Literatur. Kritische Stimmen gibt es zurecht genug. Interessant ist sicher der Vortag von Christoph Links zum Leseland DDR und dem Schicksal der DDR-Verlage. Die Rheinische Post schreibt dazu:
Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer haben ausgereicht, um aus dem viel gepriesenen "Leseland DDR" eine fast verlagsfreie Zone zu machen: Von 78 lizensierten Verlagen der damaligen DDR gibt es heute noch acht.
Und die haben eine Wirtschaftskraft, die – gemessen am Gesamtumsatz der deutschen Buchbranche – zu vernachlässigen ist. Von den 11,4 Milliarden Euro wurden weniger als ein Prozent im Osten erwirtschaftet. Natürlich hat das nach einer neuen Studie von Christoph Links auch Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten, die von ehemals 6100 Verlagsmitarbeitern auf unter 600 sank. Und dies, wie gesagt, in einer nach wie vor prosperierenden Branche. Für diese Entwicklung muss Leipzig, nach Berlin größte Stadt Ostdeutschlands, als trauriges Paradebeispiel herhalten. Der Aufgabe des Reclam-Standortes in Leipzig folgten die Schließungen des Franz-Mehring-Hauses (einst größte Buchhandlung der DDR) und der Lexikonredaktion von Brockhaus mit 60 Mitarbeitern, außerdem die Aufgabe der Niederlassung von "Insel" sowie der Verkauf der traditionsreichen Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft. Sarkastisch tönt es aus der Branche: Leipzig schließt statt Leipzig liest.

Dieser Bedeutungsverlust ist auch ablesbar an der Titelproduktion. Während aus Berlin und München 2007 jeweils über 10 000 Titel auf den Buchmarkt kamen, produzierte Leipzig nur 1114. Das ist in Deutschland der beschämende Platz 14 für eine Stadt, in der seit dem 15. Jahrhundert Bücher hergestellt werden und die noch 1939 Zentrum des deutschen Buchhandels war. Nach Angaben des Börsenvereins des deutschen Buchhandels waren damals staunenswerte 405 Verlage in der Pleißestadt ansässig, 330 Buchdruckereien und 190 Buchbindereien. Jeder zehnte Leipziger Arbeitsplatz hatte irgendwie mit dem Buch zu tun.


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Lokalzeitung kompakt

2. März 2009 Gepostet von Unknown 1 Kommentare
Die «Leipziger Volkszeitung» prüft die Einführung einer Kompakt-Ausgabe und setzt ansonsten auf Lokales, sagte der Geschäftsführer der «Leipziger Volkszeitung» (LVZ), Bernd Radestock, gegenüber dpa.

«Es wird noch ein bis zwei Jahre dauern, bis man wieder von Normalität sprechen kann», sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Leipzig. «Wir wissen nicht, ob das Schlimmste schon bei uns angekommen ist.» Deshalb müssten die Verlage ihre Effektivität steigern und zum Beispiel die Zusammenarbeit der Redaktionen ausbauen. Die LVZ werde außerdem noch stärker auf Lokalberichterstattung setzen. Darüber hinaus prüfe der Verlag die Einführung einer Kompakt-Zeitung als Ergänzung zur Hauptausgabe.
Ich bin gespannt, wie das laufen soll, denn erst kürzlich wurden die günstigen 20Cent-Angebote der Lausitzer Rundschau eingestellt. Und wieviele Leser die WeltKompakt hat, die ja in Cottbus gedruckt wird und auch in Leipzig für 10 Euro monatlich abonniert werden kann, weiß ich nicht. Aber ich würde das prinzipiell sehr begrüßen, am liebsten natürlich von einem anmderen Verlag herausgegeben.

Die starke Lokalorioentierung überrascht nach dem Komplett-Verkauf an Madsack und dem Rückzug von Springer nicht wirklich. Mal sehen.


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