Mhm. So richtig weiß ich noch nicht, ob das so bleibt. Das andere war etwas kühler, aber dafür auch klarer...
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Granseyer: Im Moment gibt es keine Maßnahmen für das Management, und für die künftige Vorstandsbesetzung müssen Sie den Aufsichtsrat fragen. In Leipzig müssen 48 festangestellte Mitarbeiter und zwölf Mitarbeiter mit Zeitverträgen gehen oder schließen Altersteilzeit-Verträge ab.
Manche Szenen hätte man auch weglassen können. SchauspielerInnen, die sich ausziehen müssen, ein simulierter Stuhlgang auf der Bühne.Und damit war die "Reaktion des Publikums am Ende – nun fast wie gewohnt – gemischt. Buhrufe, Applaus und zustimmendes Pfeifen. Die Buhrufe galten vor allem Sebastian Hartmann, Intendant und Regisseur." Schön ist aber eben, dass man nicht nur konsumiert, sondern einfach mal wieder nachdenken kann. Und es ist auf jeden Fall gut, wenn man das Stück schon ungefähr kennt. Denn dass Uschi, der Mops die Hexen darstellen soll, war nicht sofort klar. Noch dazu ein sehr offenherziger Zuschauer (Peter W.) in eben diesem Moment in ein Zwiegespräch mit den Schauspielern eintrat. Sie redeten über Uschi, klar. Geholfen hat das aber nicht. "Mit Hartmann ist für die nächsten Jahre in Leipzig die Zeit eines mehr oder weniger klassisch daherkommenden Theaters vorbei. Durch seine nicht immer leicht nachvollziehbare Konzeption bekommt die Leipziger Theaterlandschaft einen neuen Ruck. Die Zuschauer werden – ob es ihnen gefällt oder nicht – auf verschiedenste Weise integriert. Genau das will Hartmann wohl auch: Die ZuschauerInnen sollen sich nicht berieseln lassen wie in einem Theaterstadl, sich nichts einfach vorsetzen lassen." Genau. Und das finde ich gut so. Gisela Hoyer schreibt in der LVZ
Von Werktreue besitzt das nicht wirklich viel. Hartmann hat, unterstützt durch die ironische Thomas-Brasch-Übersetzung des Originals, von der ursprünglichen Story nurmehr den Handlungsfaden übriggelassen. Und drumherum ein eigensinniges Geflecht aus szenischer Provokation und flotter Texterfindung geknüpft. ... Auch viel nacktes Fleisch, ein Stroboskop-Gewitter, pointiert eingesetzte Musik und Videoeinspiele mit archaischen Schlachtszenen zu Maschinengewehrgeräusch oder friedlichen Walen gehören ins nun auch in Leipzig nicht mehr unbekannte Instrumentarium von Theaterkunst à la Hartmann.Also. Allen unter 30 sollte es auf jeden Fall gefallen. Die Älteren müssen sich einfach dafür interessieren, und ein bisschen Offenheit mitbringen. Ich freu mich auf das nächste Stück.

Das Archiv seines Leipziger Verlags mit umfangreichen Unterlagen und Dokumenten hat der Reclam Verlag nun dem Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt.In den kommenden drei Jahren sollen mit einer Dissertation und einem Sammelwerk, "das mit Hilfe von Zeitzeugen, VerlagsmitarbeiterInnen, AutorInnen, Buchgestaltern, LeserInnen und Kooperationspartnern die Produktion dokumentieren und auch die zensurpolitischen bzw. geheimdienstlichen Hintergründe mancher Buchprojekte freilegen soll", an die Zeit des Verlages in Leipzig erinnert werden.
»Wie kaum ein zweiter deutscher Historiker erweckt Karl Schlögel Moskau, die Hauptstadt des Jahres 1937, zum Leben.«
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung
Diese neue Leipziger »Jenufa« ist ein szenisch-musikalischer Wurf, gegen den jeder Einwand verstummt. Einhellige Begeisterung in der Oper Leipzig! Wer hätte das gedacht.01.12.2008: In Handschellen (Tageszeitung Neues Deutschland)