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Notizen aus Leipzig

Das beste Musikvideo der Welt

29. Oktober 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare

Hier hnat jemand ganze Arbeit geleistet. Vielen Dank. via Jan Terri – A True American Treasure [Best Video Ever Made] — HearYa - Indie Music Blog
I recently did a search on YouTube for “Best Music Video Ever Made”. Jan Terri’s “Losing You” popped up…and I watched.

Words cannot do this video justice. The makeup, the hair, the wardrobe, the casting – all complete abominations. If you expect me to believe Jan Terri has friends to wave at, money for a limousine and airplane ride, and is also seriously dating a mulleted gentleman with a kick-butt motorcycle, you are foolish. And the song itself? It smells like gross farts.

Anyway, enjoy the video. And, whatever you do, don’t even think about what might be hiding under those leather pants of Jan’s.
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Leipzig Paulinum

Wir brauchen eine Aula, keine Kirche!

27. Oktober 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Ganz wichtig - und in Fortsetzung zu meinem Verweis: Unterstützt die Resolution des akademischen Senat der Universität Leipzig

http://db.uni-leipzig.de/aktuell/index.php?pmnummer=2008210
Die in jüngster Zeit verstärkt und in zum Teil diffamierender Weise gegen die Universität Leipzig und ihren Rektor geführte Kampagne mit dem Ziel, den zentralen Neubau der Universität zur Kirche zu erklären, stößt auf unseren entschiedenen Widerspruch. Wir teilen die Meinung des akademischen Senats und des Rektorats der Universität Leipzig, dass der Neubau des Paulinums am Augustusplatz die Aula der Universität und keine Kirche sein wird. Deshalb bestärken wir den Rektor in seiner Entschlossenheit, Versuche zurückzuweisen, die Autonomie der Universität durch Intervention von außen in Frage zu stellen.

Sollten auch Sie sich der Resolution anschließen wollen, schicken Sie bitte eine Mail an dez5@uni-leipzig.de oder ein Telefax an (0341) 97-35009 mit Angabe Ihres vollständigen Namens sowie Ihrer Anschrift
bzw. Dienstanschrift. Im Internet wird nur der Name veröffentlicht werden.
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Designer und alle anderen

Gepostet von Unknown 0 Kommentare


Grassimesse und Designers Open fanden erstmals zeitgleich am vergangenen Wochenende statt. Kunsthandwerker, Designer, Fachhochschulen und Künstlergemeinschaften präsentierten ihre neuesten Produkte. Ich war letztes Jahr in den großartigen Räumen des ehemaligen "Konsument am Brühl", dieses Jahr fand sie in der nicht minder schönen Ladenzeile am Ring statt. Großartig fand ich aber die DO aber nicht. Aus Zeitgründen hatte ich mich dafür und gegen die Grassimesse entschieden, andersrum wäre es wohl besser gewesen. Vielleicht erwarte ich ja auch zuviel, aber die Messe präsentierte tatsächlich genau die selben Produkte wie im letzten Jahr. Okay, man konnte das meiste auch gleich kaufen, deswegen ist es sicher sinnvoll ein breites Angebot zu haben, aber einige Neuigkeiten hatte ich schon erwartet.

Und die Räume waren eben doch kleiner als beim letzten Mal, das führte zu ziemlichen Gedrängel. Kaffee trinken fiel damit auch flach.

Aber ich will ja nicht ningeln, es gab wieder die ganze Palette, von Produkt- über Möbel- bis hin zum Kommunikationsdesign, Geschirr aus Gussbeton bis zu Japanischen Lackarbeiten und Schmuck... Wieder einer meiner Favoriten war der zerbrechliche Porzellanbecher, der aussieht wie diese dünnen Plastebecher, in denen man am China-Imbiss seinen Kaffee trinken kann.
Technorati-Tags: Leipzig, DesignersOpen
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Flash-Mob Aktion zur Finanzkrise und des Umgangs der politisch Verantwortungsträger damit:

16. Oktober 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Mail im Postfach. Bin leider nicht in Leipzig, vielleicht für andere interessant.
Aufgrund des in seiner Dimension atemberaubenden Zugriffs der Privatbanken auf die öffentlichen Kassen in Deutschland und der leider noch immer nahezu schweigenden Öffentlichkeit findet heute spontan ein FLASHMOB in und vor der Leipziger Filiale der Deutschen Bank am Wilhelm-Leuschnerplatz statt.

FLASHMOB, 12:55 - 13:05, Leipzig, Deutsche Bank, Haupteingang.

Weitere Informationen vor Ort. Fotografien könnten sich lohnen.

Mit freundlichen Grüßen.

Flash Mob


Dem mitgeschickten Bild ist zu entnhemen, dass es sich im die Filiale am Burgplatz handelt.
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Buch Lesen Otto Flake Rezension

Lektüre September 2008

13. Oktober 2008 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
gekauft

Kathrin Passig / Jens Friebe

Das nächste große Ding
(erweiterte Neuauflage), Rowohlt, Juli 2007





Karl Schröder
Klasse im Kampf

René Schickele
Die Schlacht bei den Pyramiden, Friedenauer Presse, 1969

gelesen

Kathrin Passig / Jens Friebe
Das nächste große Ding

Josef Hegenbart
Märchen und Fabeln

Karl Schröder
Klasse im Kampf

René Schickele
Die Schlacht bei den Pyramiden, Friedenauer Presse, 1969

LEA, Henry Ch.:
DieInquisition. Deutsch von Heinz Wieck und Max Rachel. Revidiert und
herausgegeben von Joseph Hansen. ( Die Andere Bibliothek).
Nördlingen: Greno 1985.
[Schlagwörter: Geschichte; Geschichte Mittelalter; Inquisition; Theologie Theologe]

Otto Flake
Hortense oder Die Rückkher nach Baden-Baden
Bertelsmann 1959

"Hortense"ist ein pralles Gesellschafts- und Sittengemälde des europäischen und badischen Bürgertums im 19. Jahrhundert, das seinesgleichen sucht.Selbst auf die USA der Vorbürgerkriegszeit greift das Buch über.
DieLebensspanne der Titelheldin erstreckt sich von Beginn des Eisenbahnzeitalters über das Aufblühen der Börse über die 48er Revolution und die anschließende Emigrations- und Restaurationszeitüber deutsch-österreichische Auseinandersetzungen und dendeutsch-französischen Krieg bis ins beginnende 20. Jahrhundert. Werdieses Buch gelesen hat, wird die deutsche Geschichte des 19.Jahrhunderts mit anderen Augen sehen.
Flake gelingt unvergleichlichin chronologischer Form (was ihm der Kritiker der NZZ übel nahm) die
Verknüpfung von Einzelschicksalen und Zeitgeschichte, alle Personen sind so beschrieben, als hätten sie tatsächlich gelebt - es ist unmöglich, in diesem Roman Fiktion und Realität zu unterscheiden.
Das Buch - und das ist vielleicht das einzig tadelnswerte - quillt über vor Details. Jeder Satz ist oft überladen mit Information, die Beschreibungen arten bisweilen fast ins stakkatohafte aus, als hätte der Autor wirklich alle ihm verfügbaren Informationen unbedingt unterbringen müssen.
In der ersten Hälfte des Bandes, in der Hortense ihr Leben auf ganz Europa und die USA ausdehnt, bleibt
bisweilen eine emotionale Distanz zu den Figuren, die dem Roman etwas Flüchtiges verleiht.
Spätestens aber mit der "Rückkehr nach Baden-Baden" lässt Flake einem die Protagonisten so ans Herz wachsen, wie es mir noch mit kaum einem deutschen Autor des 20. Jahrhunderts ergangen ist.
Es treten historische Figuren wie der große russische Schriftsteller Turgenjew auf, Dostojewski kommt als Spieler nach Baden-Baden und der Einfluss dieses literarischen Zirkels hebt den Band bisweilen gar ins Philosophische. Das Baden der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erscheint bei Flake als fast schon kosmopolitisches Land in seinem französischen und russischen Einfluss, Könige und Künstler wie Adlige aus ganz Europa promenieren auf der Lichtentaler Allee. Flake schafft es auch, die geistigen Strömungen der Zeit zu verdeutlichen, das konservative Beamtentum im Gegensatz zu progressiven Intellektuellen, das Ringen um die deutsche Einheit, die rasante Entwicklung der Technik.
Der Stoff hätte sicher für 3 Bücher oder mehr ausgereicht, so gefüllt ist dieser Band. Dennoch wachsen einem
auch bei der bisweilen knappen psychologischen Ausarbeitung der Figuren diese irgendwann so ans Herz, dass man das Buch am Ende nur betroffen über den Abschied aus der Hand legen kann.
"Hortense" kann als einer der bedeutendsten deutschen Romane aus dem ersten Drittel des 20.Jahrhunderts bestehen und Flake als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller dieser Zeit, vergleichbar eher mit den großen französischen oder russischen Erzählern als mit der deutschen "Konkurrenz".
http://www.amazon.de/Hortense-oder-R%C3%BCckkehr-nach-Baden-Baden/dp/3596166357/ref=pd_rhf_p_t_1

http://snipurl.com/3rfyf
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Kultur Leipzig

Der Streit um das Paulinum

8. Oktober 2008 Gepostet von Unknown 2 Kommentare
Eine schöne Zusammenfassung des aktuellen Streits um die Glasscheibe im Paulinum kann man auf den Seiten des Humanistischen Pressedienstes nachlesen. Die LVZ ist sich ja nicht zu schade, diesem lächerlichen Thema so viel Platz zu geben. Da ist es recht wohltuend, diesen Bericht auf www.hpd.de zu lesen.

2007 steht der Rohbau.
Der Paulinerverein arbeitet weiter daran, nachdem der gesamte Komplex des Uni-Neubaus sehr nach Kirche aussieht, auch eine „richtige Kirche" daraus zu machen. Wohl ein einmaliger Vorgang: Eine Universität baut eine Kirche aus öffentlichen Mitteln. Am 13. Februar 2007 liest man in der „Leipziger Volkszeitung" dazu, dass der Thomaskirchen-Pfarrer Peter Amberg darauf bestehe, dass das zukünftige Gebäude Universitätskirche heißen müsse, denn „nichts erinnert an zerstörte Vergangenheit so sehr wie der Name...." Die als geistliches Zentrum der Uni konzipierte Universitätskirche habe nur dann Sinn, „wenn sie von der Universität als notwendiger Teil des Wissenschaftsbetriebes des 21. Jahrhunderts verstanden wird".
Der Rektor der Universität Franz Häuser betont hingegen, die Planungen für das Paulinum besagten, dass es einen ausschließlich für Gottesdienste vorbehaltenen Teil mit Altar und großem Kirchenfenster an der Ostfassade geben solle mit Platz für über 100 Personen, der bei gegebenen Anlässen auch mit dem für die Aula vorgesehenen Teil zusammengeschaltet werden könne. Häuser verweist darauf, „dass die Universität in erster Linie dem Grundgesetz... verpflichtet sei. Auf diesen Fundamenten gründe sich das säkularisierte Staatswesen, das deshalb zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet sei." Es könne keine universitäre Aufgabe sein, alle ungeklärten Fragen vor Gott zu tragen.
Doch der Paulinerverein stichelt weiter. Im Mai 2008 lässt man die Katze aus dem Sack. Der ganze neu geschaffene Raum soll Kirche werden, mit Altar und Kanzel. Thomaskantor Christoph Biller: „Das Wichtigste aber ist, dass die Leipziger die Kirche annehmen und allsonntäglich füllen." Die Leipziger Bürger, zu etwa 80 Prozent konfessionsfrei, sollen also von der Aula der Universität Besitz ergreifen und sie zur Kirche umfunktionieren. Die Universität kann sich dann wohl um die Nutzung der gottesdienstfreien Zeit kümmern?
Wie könnte es anders sein, die „Kirchenbauer" treffen auf massive Medienunterstützung. Beispielhaft für tendenziösen Journalismus steht der Artikel „Die Angst vor der Kirche" von Evelyn Finger, der belegt, dass Diffamierung und Polemik immer noch effektiver sind als intellektuell redliche Argumentation. Hier einige Kostproben: Der Universitäts(-Kirchen-)Neubau wird zum „Symbolbau der wiedervereinigten Republik" erklärt, die gesprengte Unikirche, ein Stilmix verschiedener Epochen, wird zu „einer der kostbarsten Kirchen Europas", die Universität wolle „einen Akt politischer Wiedergutmachung sabotieren". Das „Geistlich/Geistige" wird zum „Garanten kritischer Vernunft und aufgeklärter Moral". Der Universität wird unterstellt, sie freue sich über die von Ulbricht initiierte Kirchensprengung. Es wird darauf hingewiesen, dass hier im Zentrum der Stadt „kein Kaufhaus entstehe, sondern ein Mahnmal von höchstem öffentlichem Interesse".
Und ich dachte, es entstünde ein neues Universitätsgebäude, und dieses braucht eine Aula, keine Kirche. Doch diese (Aula) ist nach Meinung der Autorin und der von ihr zitierten Kirchenbefürworter ein „schändliches Monument eines ‚steinzeitlichen Wissenschaftsoptimismus', das verhindert gehöre" und es habe den „Charme eines sowjetischen Standesamtes", wobei sie uns nicht darüber aufklärt, bei welcher Gelegenheit sie diesen besonderen Charme bereits auf sich wirken lassen konnte.
Über diesen Artikel in der ZEIT hatte ich mich schon ziemlich geärgert. Da traf tatsächlich mangelnde Recherche mit Stimmungsmache zusammen.
Das schlimmste ist ja wirklich, dass niemand eine Disneykirche a´la Frauenkirche in Dresden braucht und in Leipzig auch niemand will. Vielen Dank an die Bürgerstadt!
Das Zentrum hat zwei wunderschöne Kirchen, die - außer vielleicht zu den Motetten oder den Weihnachtskonzerten und -gottesdiensten immer ausreichend Platz bieten. Und ich begrüße ausdrücklich den Neubau einer katholischen Kirche im Stadtzentrum, genauso wie ich den Neubau einer Moschee dort begrüßen würde. Allerdings würde ich erwarten, dass den ästhetischen Ansprüchen an einen Neubau Genüge getan wird und nicht irgendwas Historisierendes gebaut wird.
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