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Notizen aus Leipzig

Musik Video

Musik machen

15. Dezember 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare


Obwohl ja Tuppi Schleife und die drei Grobiane schon lange nicht mehr gemeinsam spielen konnten - nach dem ärgerlichen Abzug des Schlagzeugs - kann man sich ungefähr vorstellen, wie das aussieht, wenn wir gemeinsam spielen. Vielleicht noch´n Bierchen dazu...
Grosses Video Amateur von Lasse Gjertsen
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Lesen

Zadie Smith Veriß

12. Dezember 2006 Gepostet von Unknown 1 Kommentare
Katrin Schuster verreißt in der Berliner Zeitung das neue Buch von Zadie Smith: "Von der Schönheit".
Im Grunde aber dient das ganze politische wie philosophische Drumherum nur als Staffage für das endlose hysterische Gerede der Protagonisten über nichts und wieder nichts, das heißt über das, was ausgerechnet jetzt wieder passiert ist. Und wenn endlich einmal geschwiegen wird, dann klemmt entweder der Handlungsverlauf oder die Metaphorik.


Technorati Tags: Literatur, Bücher, Kritik
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Architektur Leipzig

Feinkost wird abgerissen

7. Dezember 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die Stadt Leipzig hat gestern in dem seit Jahren dauernden Streit um das Feinkost-Gelände an der Karl-Liebknecht-Straße entschieden, schreibt die LVZ. „Mit Bedauern und Unverständnis müssen wir feststellen, dass zwischen den beiden Bewerbern keine einvernehmliche Lösung zu finden ist“, sagte Reinhard Wölpert vom Stadtplanungsamt. „Damit ist das gemeinsame Projekt der Kulturstiftung und Genossenschaft auf dem Feinkost-Areal gescheitert. Eine große Chance wurde vertan.“ Das Schicksal der alten Fabrikhallen liege nun wieder in den Händen des Grundstückseigentümers TLG Immobilien. Tja, war ja eigentlich zu erwarten. Wie lange dauert der Streit denn schon? Seit 2004. Schade ist wirklich, dass dieses eigentlich so tolle Gelände wohl demnächst aussehen wird wie der westliche Teil - Parkplätze, Parkplätze, Aldi, Parkplätze... und wohl erstmal Beräumung und Abriss.
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Kneipe Kultur Leipzig

Was hört Leipzig? Fragt die Zeit

4. Dezember 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Was hört Leipzig? fragt die Zeit. Und spendiert dem Cantona
großes Lob. "Wir schlendern an den ehemals stolzen Prunkbauten der Windmühlenstraße vorbei. Im unscheinbaren Café Cantona wollen wir unseren Abend beginnen. Der Name ist dem französischen Radaufußballer Éric Cantona geschuldet, und sein Konterfei grinst aus etlichen Bilderrahmen auf die sparsame Einrichtung. Es ist noch früh. Wir bestellen Milchkaffee und lauschen einer Best-of-Platte von Prince. Die Getränkekarten sind originell, die Rosen auf den Tischen echt. Angenehm ist es hier."
Schöne Fotos undf manchmal etwas irritierende Ansichten. Klar, man kann von MB, Flowerpower und Werk II halten was man will. Aber ganz sooo schlecht sind sie ja vielleicht doch nicht. Obwohl,..., die Beschreibungen stimmen ja eigentlich. Und das sage ich als bekennender Lokalpatriot. Gewonnen haben die Lokale mit Flair. #
Mal was für die Älteren am Set, wo liegt der Salon?
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Buch Wissenschaft

Bibliophile sind krank

1. Dezember 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Heute sind Bücher vor allem ein psychotherapeutisches Instrument, wenn man so will eine Art gedruckte Selbstbehandlungs-Hilfe. Das war zwar schon früher nicht anders, doch damals glaubte man sogar körperliche Krankheiten damit lindern zu können. Wenn man den Umweg über die Selbstheilungs-Kräfte im Auge gehabt haben sollte, dann war auch dies nicht falsch. Manchmal aber kann man natürlich ein Schmunzeln nicht unterdrücken.

Montesquieu beispielsweise empfahl in seinen Persischen Briefen Romane, Lebenserinnerungen und Lobreden als Abführ- und Brechmittel, philosophi-sche und theologische Schriften gegen Krätze, Grind, Liebeskrankheit und Schlaflosigkeit.

Wieland hielt seinen Roman Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva für ein Heilmittel gegen Hypochondrie, Milz-Krankheiten, Hysterie und Gicht.

Nach Jean Pauls Dr. Katzenberger's Badenreise (1809) können Lustspiele Lungengeschwüre, die englische Krankheit (Syphilis), Ekel oder Rheumatis-mus überwinden helfen. Vorsicht ist geboten vor Trauerspielen, hier drohen eher Leberverstopfung, Gelbsucht, Lungenerkrankungen und Darmkrämpfe...

In Samuel Warrens Erzählung Cancer (1830) liest die Patientin Liebesbriefe ihres Mannes, um die furchtbaren Amputationsschmerzen zu betäuben.

Und nicht nur das Lesen, auch das Schreiben wurde schon früh empfohlen, und zwar von Großen ihrer Zunft: Rilke, Goethe, Balzac und Proust verstanden ihr Schreiben als Selbstbehandlung, was sich unschwer in zahlreichen Selbsterfahrungshinweisen ausmachen lässt (klassisches Beispiel: Die Leiden des jungen Werther (1774) von J. W. v. Goethe). Nach Kafka, dem solche Gefühle erfahrungsgemäß nicht fremd waren, soll das Buch eine "Axt" sein für das "gefrorene Meer in uns". Und Joseph Conrad postuliert in seinem Der Nigger von der "Narzissus" sogar ein Gefühl der Zusammengehörigkeit aller Menschen, und zwar nicht nur der Lebenden untereinander, sondern auch der Lebenden mit den Verstorbenen und der Lebenden mit den noch Ungeborenen.

Großartige Einführung in das Thema hier. Sind Bibliophile krank?
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Lesen Wissenschaft

Wie sollte man lesen?

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Wie sollte man lesen? Welche ist die beste Methode, komplizierte oder auch faktenreiche Bücher zu lesen und zu verstehen?

Exzerpieren. Doch das will gelernt sein. Zwar kann man während dem Exzerpieren, die Inhalte eingehender reflektieren. Aber man neigt dazu, sich in Einzelheiten und Details zu verstricken.

Erschreckend immer wieder, wie schnell man Gelesenes vergisst.
Ansonsten entspricht der geistige Verlust von Gelesenem der Lesepraxis: Wenn versucht wird, ein Buch in Rekordzeit durchzulesen, führt das sicherlich zu nichts. Es kann auch schon viel bewirken, nach einigen Abständen (deren Dauer man selber definieren muss) eine kurze Pause einzulegen, zuvor markierte wichtige Stellen anzuschauen und vor dem geistigen Auge den Inhalt passieren zu lassen. Dies dann ein paar mal wiederholen. Erinnert zwar ein wenig an einfaches "auswendig lernen", hilft aber durchaus.
Zudem ist der Verlust von einzelnen geistigen Daten fast nicht aufzuhalten und häufig ist es möglich, die Grundaussage eines Textes zu behalten, wobei die näheren Beschreibungen/Beweise/Fakten/... vergessen werden, man vergisst also nicht sämtlichen Inhalt wieder.
Ich selber gehe wie folgt vor: Lesen u. gleichzeitiges markieren, manchmal nach einem Kapitel/Sinnabschnitt/... das Markierte anschauen und zum Schluss dann exzerpieren. Natürlich ist es möglich, "während" dem Lesen, also innerhalb eines Abschnittes, schon was raus zuschreiben, allerdings hab ich festgestellt, dass dann häufig zuviel raus geschrieben wird. Nach der Lektüre von einem Abschnitt kann oft, aufgrund des besseren Überblick, gut bewertet werden, was wirklich wichtig war und was nicht.
irgendwo im Netz gefunden und unter Entwurf abgelegt wollte ich das noch mal bearbeiten. Naja.
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