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Notizen aus Leipzig

Buch Lesen

Gelesen Barry Hannah: Gegenüber dem Himmel

18. November 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Ich habe festgestellt, dass ich die allermeisten Bücher hier drin nur lobend erwähne. Das mag zu einen daran liegen, dass ich aufgrund unserer beschränkten Lebenszeit genau auswählen mussc - und dann wird schon mal was weggelegt.
Hannahs Buch kann ich nicht genau einordnen, habe es bis zum Ende gelesen,. Der Schluß ist etwas unbefriedigend, angesichts der Geschichten im Vorfeld hätte ich schon gedcaht dass der ultimative Bösewicht ein schreckliches Ende findet....
Einige Sachen sind zielmlich gut, aber im Großen und Ganzen scheinen mir die fast überschwänglich lobenden Kommentare im Klappentext - die mikch ja letztlich zu Kauzf verleitetet - etwas übertrieben zun sein. Anderswo habe ich gelsen, dass der Aufbau Verlag, abgesehen vom eigentlich eherenden Vorhabern der Vorstellung des Autors in deutschen Landen, veileicht nicht unbedingt das stärkste Werk zur deutschen Erstveröffentlichung ausgewählt hat. Solte ich mal bei Abebooks nach ander Büchern stöbenrn? Nein, dazu hat es mich nicht genug mitgenommen.
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Kultur Leipzig

Warum eigentlich?

15. November 2006 Gepostet von Unknown 1 Kommentare
Jetzt ist es entschieden: Die Staatsoper Unter den Linden wird nicht von der Bundesregierung übernommen, Berlin muss sich jetzt entscheiden, ob es sich drei Opernhäuser leisten kann und will, meint Wolfgang Sandner in der FAZ. Und stellt gleich Vergleiche mit anderen (Haupt)Städten an: Prag, Wien, Budapest und London haben drei Opernhäuser, Paris und Moskau fünf. Was die Finanzen angeht, meint er , ganz konservativ, sollten die Opern nicht von wichtigeren Problemen ablenken: "So ist der öffentliche Haushalt Berlins allein durch Zinsausgaben jährlich mit zwölf Prozent belastet, die Zuschüsse für die Opernhäuser aber betragen vom Gesamthaushalt lediglich 0,8 Prozent. Warum befreit sich Berlin nicht von der Zinslast, indem man sich etwa von städtischen Wohnungen trennt?" Na, warum wohl?
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: Sowohl Semperoper als auch Staatschauspiel Dresden werden vom Freistaat Sachsen finanziert. Warum eigentlich? Was Leipzig mit Oper und Schauspiel kann - trotz weniger Geld in den Kassen, und was Berlin auch können muss, warum soll das nicht auch Dresden können. Und die freigewordenenen Mittel kann man dann zum Beispiel in die freie Szene, aber landesweit(!) stecken.
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Buch Lesen

Gelesen: Louis-Ferdinand Celine: Reise ans Ende der Nacht

11. November 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Wohl nicht umsonst das Lieblingsbuch so vieler, und auch wenn ich mich damit fast schon in einen Massengeschmack einreiche, könnte es auch meins werden.Die Übersetzung, erst die zweite ins Deutsche, die überdies im Vergleich zur ersten von 1933 in Mährisch-Ostrau komplett ist, ist kongenial. Der Überdruss, die Suche, das abfällige Urteil über lalles und jeden - großartig. Daneben aber auch noch Witz und Verve. Was will man mehr. Über die antisemitischen Verfehlungen des Autors schreibt Phillipp Roth: Ich schalte das beim Lesen des Romans aus. Sicher schwierig, aber der einzig mögliche Weg.


Die ZEIT rezensiert die Übersetzung am 22. Mai 2003. Rezensent Andreas Isenschmid ist derart begeistert von Celines Roman, dass er zumindest für den "Augenblick eines geistigen Experiments" gewillt ist, die antisemitischen Schriften des französischen Autors, die dieser nach 1937 geschrieben hat, zu vergessen. Aufgrund dieser Texte habe man die Bücher von Celine bis heute nur mit "spitzen Fingern" anfassen mögen, meint der Rezensent in seiner eingehenden Besprechung, der dennoch das vorliegende Buch als "literarische Sprachrevolution" preist. Für ihn stellt es den "größten" Roman "aus dem Geist der Psychoanalyse" dar, und er meint, Freuds Lehre reiche bis in die "innerste Geheimzelle" des Buches. Die Lebensreise des Protagonisten, dem Medizinstudenten und späteren Arzt Bardamu, durch den Ersten Weltkrieg, psychiatrische Kliniken, französische Kolonien in Afrika, nach New York und zurück in die französischen Vorstädte versteht der Rezensent als Erkundung des von Freud beschriebenen "Todestriebes". Isenschmid meint, derart "bedrückend" und in dieser "enzyklopädischen Totalität" habe wohl noch nie ein Roman die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen beschrieben. Der Rezensent findet zwar, dass Celine, was seine antisemitischen Pamphlete angeht, ein "extrem widerwärtiger und vollkommen uneinsichtiger Kerl" sei, doch kommt er nicht umhin, diesen Roman als "makellos" zu preisen. Die Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel lobt Isenschmid als "fast makellos", und es ringt ihm einige Bewunderung ab, dass der Übersetzer dem "fiebrigen Grundton" Celines so "wunderbar nahe gekommen ist".

Lesebefehl!
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Kneipe Leipzig

Cantona online

10. November 2006 Gepostet von Unknown 1 Kommentare
Das Cafe Cantona hat nicht nur eine neue, ausgesprochen schicke Speise-Karte, sondern auch eine Seite im Netz. Die hat bisschen wenig Inhalt, aber was soll schon mehr drauf, ne.
Übrigens dachte ich, mit der neuen Karte seien hausgemachte Pelmeni im Angebot. Wär ja nicht schlecht, beim nächsten Wechsel...
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Film Globalisierung

Dok-Film Festiva

4. November 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Großes Lob heute in der taz: Mit seinem überzeugenden Programm hat sich Claas Danielsen als Leiter durchgesetzt: Eindrücke vom 49. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

Ich war auch in zwei guten Beiträgen. Animationsfilm Anima II und "losers und winners". Globalisierung hautnah, wenn ca. 400 Chinesen die modernste Kokerei Europas "Kaiserstuhl" in Dortmund(ß) abbauen, die 1992 für 650 Mill. Euro gebaut wutrde und nach gerade mal 8 Jahren verschrottet wurde - weil der Kokspreis auf 50 Dollar gefallen war. Klar, sind ja alles Steuergelder, nicht so wild. Ein Privatmann aus China hat sie dann gekauft, der nicht mal im Besitz eines eigenen Kontos ist - und für eine vermutlich sehr geringe Summe. Tja, seit 2006 steht die Fabrik wieder - in China - und einige andere sollen baugleich entstehen, die Arbeiter in Dortmund sitzen jetzt zu Haus. Wer hier der winner, und wer der loser ist bleibt aber trotzdem in dem spannenden Film offen. Denn die Chinesen arbeiten für 400 Euro, das ist sehr viel, von 6 bis 20 Uhr, jeden Tag.
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