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Notizen aus Leipzig

Gelesen: Sandor Marais Die Glut

30. Januar 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Ein beeindruckerndes Buch: Die Glut , erschienen 1942.
Das Buch beschreibt in markanter Sprache nuicht nur den Untergang der k.uk. Monarchie, vielmehr dreht es sich um die großen Frage: Liebe, Treue, Freundschaft.

Nach einundvierzig Jahren erwartet der zurückgezogen lebende General den Besuch seines Jugendfreundes Konrád. Henrik und Konrád waren, trotz ihrer unterschiedlichen sozialen Herkunft, in der Schule und beim Militär unzertrennlich. Auch später, als Henrik die schöne Krisztina zur Frau nimmt, scheint ihre Freundschaft harmonisch. Bis zu dem Tag, als die beiden Männer zur Jagd gehen und Henrik spürt, wie sein Freund auf ihn anlegt und zielt. Mit diesem Ereignis ändert sich das Leben der drei",
so die Rezenzion bei Amazon.

Und der general monologisisert und beantwortet die entschjeidenen Fragen gleich selbt, er hatte ja wahrlich lange nachgedacht. Fragen wie, wußte Krisztina von dem geplanten Anschlag? Hatte sie ein Verhältnis mit Konrád? Wollte der Freund tatsächlich schießen? Was ist mehr wert, Liebe oder Freunschaft? Darf man das überhaupt fragen?

Auch in Márais persönlichem Leben gibt es die tragischen einundvierzig Jahre des Wartens. Er hatte 1948 Ungarn verlassen und setzte -- wie der ebenfalls ins Exil gegangene Stefan Zweig (gest. 1942), an den sein Stil erinnert --, seinem Leben 1989 in San Diego ein Ende. Zu früh, so kurz vor der politischen Wende des Ostblocks.
Ich habe gerade die tagebücher 1984 bis 1989 aus der Grabbelkiste gezogen. Auch sehr anregende Lektüre aber mit dem Roman nicht zu vergleichen.

Ander Artikel zum Beispiel
hier und hier mit Biographie
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Gelesen: Jens-Paul Wollenberg Die Geschichte vom einfachen Selb

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Geburtstagsgeschenk vom Jens. Ich hatte erst das Theaterstüück gesehen.
Lessens- und bedenkenswert. mehr
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Museumsdebakel

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Der absolute Albtraum des Museumsdirektors, der die kostbaren Vasen liebt und bisschen unsicher abstellt: Debakel im Museum: Tollpatsch zerdeppert unbezahlbare Vasen   "Schuld war nur der Schnürsenkel2; schreibt der Spiegel. In Cambridge hat sich ein Museumsbesucher in seinen Schuhbändern verfangen und ist eine Treppe hinuntergekullert. Auf dem Weg nach unten riss er drei jahrhundertealte chinesische Vasen zu Boden.
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Tastatur-Musiker

25. Januar 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Das ist ja wohl der absolute Hammer.
Song Search by Tapping - Search for music by tapping the rhythm of the song's melody.

Einfach das gesuchte Lied mit der Leertase in die Tasten hämmern, und es funkt.
Gefunden! Als kleines Sahnehäubchen kann man sich sein "Werk" dann noch mal anhören.
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Wikipedia hat keinen Eintrag zu 'moral responsibility'

20. Januar 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Gut, brauchen das eigentlich viele? Und lesen die es dann nicht eher in andere Literaur nach? Trotzdem, ob Wikipedia wirklich so gut ist, wohl eher nicht. Der Streit dauert an. Hier nochmal eine Art Zusammenfassung der Argumente. There's no Wikipedia entry for 'moral responsibility' [printer-friendly] | The Register: "There's no Wikipedia entry for 'moral responsibility'"
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Yeahh!

19. Januar 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
"Freedom's just another word for nothin' left to lose", sang Janis Joplin, die heute vor 63 Jahren geboren wurde und am 4. Oktober 1970 starb, in dem Kris-Kristofferson-Song "Me and Bobby McGee" Perlentaucher.de

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Begriffen? Die perfekten Brüste

18. Januar 2006 Gepostet von Unknown 2 Kommentare
Herrlich. So sieht also Nachmittagsfernsehen in den USA aus? Wohin führt das noch?
Entensity.net - Media Aber sie ist ja recht hübsch.
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Gelesen: Ingo Schulze Neue Leben

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Die heute ungewöhnliche Form des Briefromans wählte Ingo Schulze für seinen dritten Roman „Neue Leben“. In Briefen an seinen Jugendfreund Johann Ziehlke, an seine Schwester Vera Türmer und an eine unerreichbare Geliebte Nicoletta schildert Enrico Türmer, verhinderter Schriftsteller und angehender Zeitungsredakteur, sein Leben in der DDR und zur Zeit der Wende. Alle Briefe wurden im ersten Halbjahr 1990 geschrieben und dokumentieren Türmers ganz persönliche Lebenswende in den Zeiten des Umbruchs.

Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren, war bis 1990 als Dramaturg am Landestheater Altenburg und dann in einer Zeitungsredaktion tätig. Diese Arbeit führte ihn 1993 für ein halbes Jahr nach Sankt Petersburg. Seither lebt er als freier Autor in Berlin. Für »33 Augenblicke des Glücks« wurde er mit dem Alfred-Döblin-Förderpreis und dem Ernst-Willner-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs ausgezeichnet.

Bei einer Lesung am 7. Dezember im Leipziger Literaturhaus gab Feuilletonredakteur Lothar Müller von der Süddeutschen Zeitung eine kluge Einführung. Was wohl alle vermuten würden, stellte er gleich zu Beginn klar: „auch wenn das Buch manchem autobiographisch motiviert erscheinen mag, dem ist nicht so, der Held Türmer ist 1961 geboren, Ingo Schulze dagegen 1962. “ Jedenfalls, beide sind Nach-Mauer-Kinder, die in der Wendezeit mitten im Leben standen. Und daraus resultierend stellt Schulze auf dem Rückcover die Frage, Wie kam der Westen in meinen Kopf?

Wie kam es also vom Wandel von einem Revoluzzer mit schriftstellerischen Ambitionen zum erfolgreichen Geschäftsmann? Sehr interessant finde ich das Herangehen, einen Roman in Briefen zu veröffentlichen und lediglich als Herausgeber zu fungieren. Auffällig ist auch, dass die Fußnoten im Laufe des Romans immer mehr werden, und dazu immer mehr satirisch, berichtigend, eingreifend, erläuternd und manchen an den Roman Dr. Faustus von Thomas Mann erinnern mögen.

Die Figuren sind in den Briefen recht treffend beschrieben, gerade der Briefwechsel mitr verschiedneen Empfängern und den entsprechend differeierenden beschreibungen machen die Lektüre interessant. Trotzdem, Schulze hätte sich da doch noch mehr in den Vordergrund hätte drängen können, denn gerade durch die Anmerkungen, bleibt einem der Held des Buches bis zum Schluss merkwürdig distanziert, es will sich keine so rechte Sympathie einstellen.

Den Stil sieht Müller an die Kunst der amerikanischen Stories angenähert, eine etwas zweifelhafte Einschätzung finde ich. Und es bleiben Dinge offen: Allein welche Rolle die Mephistopheles`sche Gestalt des Barons spielt, darüber hätte ich gern mehr erfahren.

Fragen sind ja üblicherweise eher müde bei Lesungen, dennoch wollte das Publikum wissen - „Sehen sie sich als Wendeschriftsteller?“ Tatsächlich wurden sowohl „Simple Stories“ als auch „Neue Leben“ als der „ultimative Wenderoman“ von der Presse gefeiert. Schulze will auf „Neue Leben“ eine Fortsetzung folgen lassen, unklar wann, dazu meinte er, er „werde wohl immer über diese Zeit schreiben, es steht nicht zu erwarten, dass ich einen Roman aus den 50er Jahren, oder früher schreibe“. Wirklich große Schriftsteller sind in der Lage ein Thema gerade durch häufiges Bearbeiten so zu behandeln, dass es mit jedem Buch besser wird, ich denke da an Philipp Roth, ob Schulze dazugehört wird er wohl mit seinem nächsten Buch unter Beweis stellen müssen. Der Perlentaucher zeigt geteilte Meinungen über Ingo Schulzes Roman Neue Leben.

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Eliteunis: Wo denn?

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Bassam Tibi schreibt im Tagesspiegel über "Akademische Kindergärten"
Als ein Ausländer, der in den 60er Jahren in Deutschland studiert hat, habe ich den Niedergang der deutschen Universität begleiten können. Im 19. Jahrhundert und bis 1933 gehörten die deutschen Universitäten zu den besten in der Welt. Man lernte Deutsch, um mitzubekommen, was im akademischen Zentrum der Welt, in Deutschland, an Geistigem produziert wird. Dann kamen die Nazis und zerstörten alles, vor allem die Geisteswissenschaften. In Göttingen zum Beispiel, an dieser in Europa einst führenden Universität, lehrten viele Juden, unter ihnen mehrere Nobelpreisträger. Die Nazis haben sie ausgemerzt, sie flüchteten – wie andere – in die Vereinigten Staaten und machten die amerikanischen Universitäten zu Elite-Universitäten. Göttingen wurde zunächst eine braune Kloake und nach der Befreiung von Hitler hat die dortige Universität sich erholt, aber niemals wieder den alten Weltstandard erreicht. Im Nachkriegsdeutschland wurden die Politikwissenschaften als Disziplin der Umerziehung der Deutschen zur Demokratie („reeducation“) von den Westmächten eingeführt. Die Göttinger Politikwissenschaft entwickelte sich in diesen Rahmen und erbrachte durchaus vorzeigbare Leistungen. Dann kamen die späten 60er Jahre mit der Parole der Demokratisierung der Bildung. Die Reformen von damals führten in der Realität jedoch eher zu einer Standardisierung und Nivellierung. Dies kann man am Beispiel der Universität Frankfurt, die einst so große Namen wie Adorno, Horkheimer, Mitscherlich und Habermas vorweisen konnte, zeigen. Heute hat sie bestenfalls das Niveau einer Provinzuniversität. Dieser Prozess vollzog sich nicht nur in Frankfurt, sondern überall. Trotz der katastrophalen Verhältnisse wagte keiner, den Zustand zu beschreiben und nach funktionsfähigeren Universitäten zu rufen. Von einer Elite-Universität zu sprechen wäre angesichts der Sachlage reine Hochstapelei. Zudem galt das als „reaktionär“, ja zuweilen sogar als „faschistisch“. Es war der sozialdemokratischen Bildungsministerin Edelgard Bulmahn vorbehalten, offen zu sagen, dass es so nicht weitergehe, und Elite-Universitäten zu fordern."
Da hat er recht. Augenblicklich wird hja darum gestritten, wer denn die Entscheidungen treffen darf, nur die Universiztäten selber, oder soll auch die Politik mit einbezogen werden? Ein ganz klares Ja, denke ich.




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Gelesen: Warum so verlegen?

16. Januar 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Ein kleiner, feiner Verlag aus Berlin,Wagenbach, sttellt seine Verlagsgeschichte vor. Sehr interessant, ich wußte nicht, dass die ursprünglich mal als Genossenschaft gestartet sind. Interessant ist auch, dass, wie leider nmicht allzuselten unter den Linken, dann dieses Genossenschaftsexperiment grandiios scheiterte, da einige immer alles päpstlicher als der POapst sehen. Letztlich geht es aber um einen Verlag, der (über)leben muss. Empfehlenswert.


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DER Blondinenwitz

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Eigentlich finde ich sie nicht immer sooo gut, aber dieser Blondinenwitzist echt gut.
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Umzug der Deutschen Bahn nach Hamburg

13. Januar 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Bahnumzug oder nicht? Ein Dementi jagt das nächste. Nachdem alle Medien verkünden, nein, die Bahn bleibt in Berlin, dementieren sowohl Bahnvorstand als auch Hamburger Senat. In Hamburg wissen sie offensichtlich noch nicht, dass die Bahn seit 1994 nicht mehr Bundesbahn ist, und auch nicht mehr so heißt. "Umzug der Deutschen Bundesbahn nach Hamburg" verkündet am 12.01.2006 die Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg - Erster Bürgermeister Ole von Beust: 'Gespräche werden vertrauensvoll weiter geführt.'" Och, nee. Aber wenn die umziehen und dann wider mal die Preise erhöhen, wissen wir wenigstens warum...
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Free Booze in New York

11. Januar 2006 Gepostet von Unknown 1 Kommentare
OK, in New York kann man kostenlos trinken gehen. Aber wennn man einen biometrischen Pass braucht, wird das wohl nicht reichen, um mich zum Besuuch zu bewegen. + MyOpenBar | Your Guide to Free Booze +
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Calvin and Hobbes

10. Januar 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare

In der Calvin and Hobbes Snow Art Gallery findet sich noch viel mehr.
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Susanne Osthoff, die Fremde

Gepostet von Unknown 0 Kommentare
Susanne Osthoff war gestern abend für ein 75-minütiges Interview bei Beckmann, das am Montagabend ausgestrahlt und vorher aufgezeichnet worden war, das erste Mal wieder nach Deutschland gekommen. Ich schätze Beckmann nicht besonders, er ist kein Journalist, der Fragen stellen kann, aber gestern war es ganz okay. Das Handelsblatt schreibt dazu: Nachrichten: Susanne Osthoff, die Fremde Und das ist recht treffed. Beckmann vermochte es tatsächlich mal ein paar Fragen zu stellen, weil Susanne Osthoff manchmal , völlig verständlich nach einer Entführung, etwas verworren erzählte. Die in der Presse aufgeworfene Vermutung der Weitergabe von Lageberichten aus dem Irak an den BND scheint mir nicht besonders skandalös. Ich sehe auch kein Problem darin, auch wenn ich es selbst wohl anders machen würde, dass sie ihre Tochter ins Internat gibt, sie ist lebenshungriger als wohl die allermeisten sich vorstellen können.
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Arbeite mit, plane mit, regiere mit!

6. Januar 2006 Gepostet von Unknown 0 Kommentare
"Arbeite mit, plane mit, regiere mit! Mit ihrer Neujahrsansprache brachte Angela Merkel den vertrauten DDR-Ton in die Bundespolitik", schreibt die BerlinOnline: Berliner Zeitung . Ein witziger Artikel, HALt, sind die nicht schon heuschreckenfremdgesteuert??
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